Wasserflecken, Water Stain On Cover, Wax, Weißpressung, Weißes Label / white label, Wertermittlung,
Wiederveröffentlichung, Writing On Cover (WOC), Writing On Back (WOB), Writing On Label (WOL)
Wasserflecken
Wasserränder

Hat ein Schallplatten-Album einen Wasserschaden abbekommen, dann bedeutet das (leider) eine dauerhafte Beschädigung am Cover, Innenhülle und ggf. auch am Label der Schallplatte (je nach Menge und Dauer der Wassereinwirkung).
Wird ein Wasserschaden lange Zeit nicht bemerkt, dann werden auch Schimmelflecken entstehen.
Leider lassen sich die so entstandenen Wasserflecken am Cover und Innenhülle nicht mehr rückgängig machen. Eine Beseitigung ist daher nicht mehr möglich, denn das Wasser hat die Struktur des Kartons und Papier verändert (das Cover quillt auf und wird zudem wellig) und oftmals ist auch der Aufdruck verwässert.
Bei Gatefold-Covern kann ein Wasserschaden zum Verkleben der beiden Innenseiten führen, wenn das Cover nicht zeitnah geöffnet und getrocknet wird.
Auch Wasserflecken und Wasserränder am Platten-Etikett (Label) können leider nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Weitere Informationen:
s. dz. "WSOC" = Water Stain On Cover , "Schimmel"
(⇑ Index / ⇑Abkürzungen)
Water Stain On Cover
WSOC

"WSOC" - Water Stain On Cover (dt. "Wasserflecken am Cover").
"Wasserflecken" bzw. "Wasserränder" an einem Cover oder auf einem Platten-Etikett sind ein Mangel und demzufolge wird ein Album etwas an Sammlerwert verlieren. Allerdings muss man berücksichtigen, wie stark der Wasserschaden oder die Wasserschäden sind.
Bei einem Hochwasserschaden kann man von einem Totalschaden ausgehen, aber wenn dagegen nur ein Coverrand betroffen ist (s. Foto), dann ist so ein Album immer noch sammelwürdig.
Hat ein Cover Wasser abbekommen, dann entstehen Wasserränder, weil Feuchtigkeit in den Karton eindringt und den Aufdruck verwässert. Zudem wird durch das Wasser das Cover wellig (eine Möglichkeit zur Begradigung beschreibt der Youtuber "Plattenstories": www.youtube.com/watch?v=ylrXwZ0rEGU.)
Tipp: Nasse Cover und Schallplatten müssen unbedingt gut abtrocknen, denn ansonsten kann sehr schnell Schimmel entstehen. Bei Gatefold-Covern besteht zudem die Gefahr, dass die beiden Innenseiten miteinander verkleben. Beim öffnen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit die Oberflächen reißen.
(⇑ Index / ⇑Abkürzungen)
Wax

Im englischen Sprachraum wird, insbesondere im Slang von älteren Sammlern, der Begriff "Wax" für eine Vinyl-Schallplatte verwendet. Wobei heutzutage sich der Begriff "Vinyl" oder "Vinyl Record" etabliert hat.
Im Slang der deutschen Sammler gibt es die Kurzformen "Platte", "LP", "45iger" oder auch nur "Vinyl" für die Vinyl-Schallplatte. Bei Schellack-Schallplatten spricht man in der Kurzform einfach nur von einer "Schellack".
Hintergrund (England):
Der Begriff „Wax“ (dt. Wachs) wurde in den Anfängen der Musikindustrie häufig für Schallplatten verwendet, da die ersten Schallplatten für Phonografen aus Schellack bestanden, einem Harz, das von der Lackschildlaus abgesondert wird. Die Schellackplatten wurden aufgrund ihres Aussehens und ihrer Zusammensetzung umgangssprachlich auch als "Wax record" (dt. Wachsplatten) bezeichnet.
Mit dem technologischen Fortschritt wandelte sich das Material für Schallplatten Mitte des 20. Jahrhunderts von Schellack zu Vinyl. Vinylplatten wurden aufgrund ihrer Haltbarkeit, Flexibilität, Gewicht und der im Vergleich zu Schellackplatten verbesserten Klangqualität zum Standard in der Schallplatten-Branche.
Der Übergang von „Wax“ zu „Vinyl“ als gängiger Bezeichnung für Schallplatten war eine natürliche Entwicklung, die sich aus dem o.g. Materialwechsel ergab. Der Begriff „Vinyl“ setzte sich immer mehr durch, als die Schallplatten-Industrie "Polyvinylchlorid (PVC)" als Basismaterial für Schallplatten einführte.
Weitere Informationen:
- s. dz. "Dead Wax", "Vinyl", "Schellack"
(⇑ Index / ⇑Abkürzungen)
Weißpressung
Testpressung
Musterplatte

"Weißpressung", auch als "Musterplatte" oder "Testpessung" bezeichnet, ist ein Fachbegriff aus dem Bereich der Tonstudios und der Presswerke. Die ersten Testpressungen mit der Urmatrize kommen in eine weiße (neutrale) Hülle, zumeist auch mit einem weißen Platten-Etikett (s.u.), auf denen ggf. nur die Produktionsdaten stehen.
Diese Pressungen müssen von den Verantwortlichen der Album-Produktion (z.B. Toningenieur, Musiker, Produzenten) kontrolliert werden und es wird dann entschieden, ob damit die Schallplatten-Produktion gestartet werden kann.
Weitere Informationen:
- s. dz. "Weißpressung", Musterplatte, "Promo" , "Testpressung"
(⇑ Index / ⇑Abkürzungen)
Weißes Label
White label

Es gibt Schallplatten, die ein weißes Platten-Etikett haben. Weiße Etiketten (Labels) die bedruckt sind, dass sind sogenannte
"Weißpressungen" ("Musterplatten, "Testpressungen" ) der Presswerke oder auch "Promo"-Versionen der Musikverlage.
Weiße aber unbedrucktes Platten-Etikette findet man auch bei manchen Schallplatten, z.B. bei inoffiziellen Ausgaben ("Bootlegs" oder bei DJ-Eigenproduktionen (→ "Dubplates").
Weitere Informationen:
- s. dz. "Weißpressung", Musterplatte, "Promo", "Testpressung",
(⇑ Index / ⇑Abkürzungen)
Wert-
ermittlung
Zu wissen was ein Album Wert ist, das ist wichtig für den Handel (Kauf, Verkauf) und natürlich möchten manche Sammler auch wissen, welchen Wert die eigene Sammlung hat.
Der Wert eines Schallplatten-Albums kann sich mit den Jahren verändern. Somit ist der Wert eines Schallplatten-Albums abhängig vom aktuellen Marktwert. Der Marktwert kann sich mit der Zeit noch oben aber auch nach unten verändern. Faktoren, die den Marktwert beeinflussen ist der künstlerischen Wert des Albums, die Pressung (z.B. Erstpressung, Reissue, Special Edition, LowBudget-Version), der Erhaltungszustand (Platte und Cover), sowie von der Vollständigkeit
(OIS, Beilagen, Sticker etc. ) und der natürlich vom aktuellen Angebot und der Nachfrage (Stichwort "Rarität").
Hinweis:
Wie man eine "Wertermittlung" durchführen kann, das habe ich auf meinen Seiten "Bewertungssysteme", "Bewertungspraxis" und "Wert ermitteln - wie & wo verkaufen" beschrieben.
Kleiner Ausflug: "Versicherung, Versicherungsschaden "
Den Wert der Sammlung zu kennen, das kann wichtig werden, wenn es zu einem Schaden kommen sollte (z.B. Wasserschaden, Diebstahl oder Hausbrand). Allerdings muss die Sammlung versichert gewesen sein, denn per Default ist eine Schallplattensammlung nicht abgesichert, auch nicht durch eine bestehende Hausratversicherung! Man kann durchaus eine Sammlung mit einer Hausratversicherung absichern, aber man muss dies vorab mit dem Hausrat-Versicherer vertraglich vereinbart haben.
Weitere Informationen
- s. dz. "Bewertung", "Grading", "Sammlerwert", "Zustandsbewertung"
(⇑ Index / ⇑Abkürzungen)
Wieder-
Veröffentlichung
Reissue
Neuauflage

Eine "Wiederveröffentlichung" ist eine Neuauflage, heutzutage hat sich dafür der englische Begriff "Reissue (RE)" im
alttäglichen Sprachgebrauch der Schallplatten-Branche eingebürgert. Wenn man liest, dass das ein Album wieder neu aufgelegt wurde, dann wird diese Version somit als "Reissue" tituliert.
"Wiederveröffentlichungen" können von der Erstpressung erhebliche Abweichungen haben, sei es im Coverdesign, im Design des Plattenetiketts oder auch in der Abmischung (Stichwort "Remaster", "Remix"). Es kann aber auch eine Mono- statt der üblichen Stereo-Version sein.
Beispiel (s. Foto): hier wurde das Album "WHO'S NEXT" der Band The Who von einem "Budget-Label" neu veröffentlicht. Das Cover hat ein komplett anderes Design als die Originalversion (klick HIER).
Weitere Informationen:
- s. dz. "Reissue", "Erstpressung", "Version", "Ausgabe", "Veröffentlichung", "Release", "Pressung"
(⇑ Index / ⇑Abkürzungen)
Writing On Cover
WOC

"WOC" ist die Abkürzung von "Writing On Cover". Das Cover hat Beschriftungen, z.B. der Name des Eigentümers oder irgendwelche Markierungen an bestimmten Stellen (z.B. persönliche Notizen, Markierungen, Widmungen, Kaufdatum, Zeitangaben an Titeln u.ä.).
"WOC" bedeutet eigentlich eine gewisse Wertminderung bzgl. des Sammlerwerts, abhängig von der Beschaffenheit und Intensität der Beschriftung.
Tipp: Manche Kugelschreiber-Beschriftungen lassen sich mir Reinigungsbenzin oder auch Haarspray entfernen (klappt aber nicht immer); mehr dazu in einem Blog
(⇑ Index / ⇑Abkürzungen)
Writing On Back
WOB

"WOB" ist die englische Abkürzung "Writing On Back". Das Cover ist auf der Rückseite beschriftet, manchmal ist auch der Einschub (innen im Cover) beschriftet.
"WOB" bedeutet eigentlich eine gewisse Wertminderung bzgl. des Sammlerwerts, abhängig von der Beschaffenheit und der Intensität der Beschriftung.
Tipp: Manche Kugelschreiber-Beschriftungen lassen sich mir Reinigungsbenzin oder auch Haarspray entfernen (klappt aber nicht immer). Mehr dazu in einem Blog
(⇑ Index / ⇑Abkürzungen)
Writing On Label
WOL

"WOL" ist das englische Akronym für "Writing On Label". Das Platten-Etikett (Label) wurde beschriftet, oftmals mit Initialen oder Name des ursprünglichen Besitzers oder einer Widmung (s. Foto).
"WOL" bedeutet eigentlich eine kleine Wertminderung bzgl. des Sammlerwerts.
Tipp:
Derartige Beschriftungen auf dem Label lassen sich nicht rückstandsfrei entfernen - lieber so lassen wie es ist!
(⇑ Index / ⇑Abkürzungen)
(Ende)
