Major-Label, Marbled Vinyl, Master (Mastering), Master Sleeve, Matrix-Nummer (Matrix-Nr., Matrix), Matrize, Mattes Cover, Maxi-Single (Maxi), Minischallplatte, Mint (M), Mispress (MP),
Misprint (M/Print), Mono / Mo, Multi-colored Vinyl, Multi-Gatefold (Multi-GAT), Musikbox, Musterplatte, Mutterstecher
Major-Label

Ein "Major-Label" ist ein Plattenlabel (Musikverlag), dass einen großen Marktanteil hat. In der Vergangenheit gab es ständig Übernahmen und Fusionen, sodass es heute nur noch drei und somit markt-dominierende "Major Labels" gibt. Die großen Drei
sind:
Das weltweit größte Major-Label war früher mal die "EMI Group" ("Electric and Musical Indusries LTD"), die aber dann Teile an UNIVERSAL und SONY abgeben hat (s. dz. Wikipedia: EMI GROUP).
Bedingt durch das ständige Wachstum sind die "Majors" tatsächlich in viele Sub-Labels aufgesplittet, beispielsweise besteht laut Wikipedia-Eintrag die SONY MUSIC ENTERTAINMENT aus ca. 200 Sub-Labels.
Das Gegenstück zu den "Major-Labels" sind die sogenannten "Independent-Labels" (auch als Indie-Label tituliert). "Indie-Labels", das sind relativ kleine, selbstständige Musiklabels (manchmal sogar nur ein Ein-Mann-Unternehmen), die sich auf bestimmte Künstler, Genres, spezifische Musik- oder Tonträger-Produktionen konzentrieren.
"Major-Labels" sind in der Lage (und sie tun das auch) die kompletten Songrechte weltberühmter Künstler aufzukaufen. Z.B. hat "WARNER MUSIC" im Dez. 2020 die Songrechte von Bob Dylan gekauft. Oder die Rechte an den Songmaterial der Beatles sind über die Erben von Michael Jackson komplett bei SONY MUSIC gelandet (Wert ca. 900 Millionen US-Dollar). Ebenso hat Pink Floyd im Jahr 2024 alle Song-Rechte an SONY MUSIC verkauft, ebenso auch Bruce Springsteen.
Weiterführende Informationen:
- s. dz."Plattenlabel (Musiklabel)", "Indie-Label"
- auf Wikipedia: Major-Label
- Vulture Magazin (USA): ein Zeitstrahl - Wie die 3 großen Majors entstanden sind:
The Buying In and Selling Out: The Record"
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Marbled Vinyl
marbled vinyl

Mit dem engl. Begriff "marbled vinyl" (dt. "marmoriertes Vinyl") beschreibt man das Aussehen einer bunten Schallplatte mit einer unregelmäßigen Farbstruktur. Es sind chaotische Farbstrukturen, die teilweise mäanderförmig ineinanderlaufen.
Jede dieser Schallplatte, auch wenn sie aus der gleichen Serie stammen, ist ein Unikat, denn keine der "Marbled Vinyl"-Schallplatten hat die identische Farbstruktur, - zwar ähnlich aber nie identisch. Dies liegt am Herstellungsprozess: normalerweise wird ein einfarbiger (meist schwarzer) Vinyl-Klumpen (Puck) zwischen die Pressmatrizen gelegt und dann gepresst. Bei einer
"Marbled Vinyl" werden dagegen farbige Vinyl-Würste" spiralförmig zusammengerollt, dann in buntes Vinyl-Granulat eingetaucht und daraus wird die Schallplatte gepresst. Das Ergebnis ist dann eine bunte, marmorierte Oberfläche.
Beispiele:
- "Ed Sheeran - Play" (EU 2025)
- Präsentation vom Presswerk DEEPGROOVES: Marbled Vinyl Records
Hier beispielhaft ein YouTube-Video über den Herstellungsprozess:
www.youtube.com/shorts/VRujHwr9OKw
Weiterführende Informationen:
- s. dz. "Splattered Vinyl","Marbled Vinyl", "Colored Vinyl"
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Master
Sleeves

"Master Sleeves" sind hochwertige Innenhüllen mit einem besonderen Aufbau. Entwickelt wurde diese Innenhülle vor über40 Jahren von der amerikanischen Firma Mobile Fidelity Soundlab (Mofi).
Auf einem stabilen Papierträger ist eine antistatische Folientasche aus HDPE (Hart Polyethylen) oder aus Reispapier aufgebracht. Die Vorderseite ist durchsichtig.
Beispiele im Fachhandel: Protected.de, Thakker.de, sowie div. Plattenläden und div. Elektronik-/HiFi-Läden.
Hinweis:
Es gibt im Handel Kopien von den "Master Sleeves" aus Fernost, die aber eine nicht so gute Verarbeitungsqualität besitzen. Hier ein Video vom englischen YouTuber "Sound Matters" zu
diesem Thema: www.youtube.com/watch?v=M0Qj4fkx0W0
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Matrix-Nummer
Matrix

Die "Matrix" bzw. "Matrix-Nummer" ist eine Zeichenfolge auf der Schallplatte und ist auf der blanken Auslaufzone ("Plattenspiegel") zu finden. Die "Matrix-Nummer" befindet sich bereits bei der Herstellung auf der Pressmatrize und dient zur Identifikation der Produktions-Chargen. Die "Matrix-Nummer" wird mit vorgefertigten Ziffern (Stempel) auf die Pressmatrix gestanzt (stamped) oder wird mit einer feinen Nadel händisch eingeritzt (etched).
Üblicherweise besteht die Matrix-Nr. aus der Katalog-Nr. des Albums ergänzt mit dem Buchstaben "A" und "B" oder "1" und "2" zur Identifikation der A- und B-Seite. Zusätzliche Information dienen zur Kennzeichnung der verwendeten "Pressmatrize" / "Stamper" (Version, Charge) und kann weitere Details (teilweise Sonderzeichen oder Kürzel) beinhalten, die der "Cutter" (der Hersteller der Matrize) in die sogenannte "Master-Matrize" hinzufügt.
Weiterführende Informationen:
- s. dz. "Katalog-Nummer", "Pressmatrize", "Matrize", "Auslaufrille", "Spiegel", "Runout", "Cutter", "Plattenlabel", "Cutter"
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Matrize

Die Matrize, auch "Pressmatrize" genannt, ist eine Pressform, die zur Herstellung von Schallplatten benötigt wird. Die Rille dieser Matrize ist ein "Negativ" mit der anschließend in einer Schallplattenpresse die Rille in eine erwärmte Vinylmasse eingepresst wird.
Zum Pressen einer Schallplatte werden zwei Matrizen benötigt, jeweils eine für die A-Seite und eine zweite Matrize für die B-Seite. Für den Pressvorgang wird eine Art "Sandwich" erstellt, bestehend aus dem Etikett (Label) für die A-Seite, darauf wird ein erwärmter Vinylklumpen (Puck) gelegt und oben drauf wird kommt das zweite Etikett. Dieses "Sandwich" wird mit den beiden Matrizen zusammengepresst.
Konfiguration: Matrize (A) -- Etikett (A) -- Vinylklumpen -- Etikett (B) -- Matrize (B)
Mehr Details s. dz. "Pressmatrize" und "Stamper"
Weiterführende Informationen:
- s. dz. "Pressung", "Presswerk"
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Mattes Cover

"Mattes Cover" ist ein Hinweis, dass die Cover-Oberfläche matt ist, d.h. es wurde keine Laminierung aufgetragen (das ist eine Schutzschicht/Folie, s. dz. "Laminat"). Eine Laminierung schützt die Cover-Oberfläche und der Aufdruck wirkt kräftiger.
"Matte Cover" wirken matt, vergleichbar mit Papier oder Pappkarton und die Oberfläche ist stumpf. Deshalb sind solche Cover relativ empfindlich und neigen deshalb schnell zu "Abrieb" (z.B."Ringwear" ) und können leicht fleckig werden (s. Foto-Beispiel).
Hinweis:
Will man bei matten, stumpfen Covern ggf. einen Aufkleber entfernen (z.B. ein Preisschild), dann führt das leider unweigerlich zu einem Abriss. Ebenso lassen sich Verschmutzungen kaum entfernen, weil der Schmutz meist in das Cover-Material eingedrungen ist.
Beispiel: "The Who - Live At Leeds" (RE, GER 1981)
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Maxi-Single
Maxi

Eine Maxi-Single, im Fachjargon kurz "Maxi" genannt, ist die 12"-Variante der "Single" und wird, im Gegensatz zu einer 12"-Langspielplatte (LP), normalerweise mit einer Plattenteller-Drehzahl von 45 U/min abgespielt wird. Auf jeder Seite befindet sich lediglich ein Musikstück. Auf discogs.com sind über 278.000 Maxi-Singles gelistet (Stand 02/2026).
Sind mehrere Titel auf einer Seite, dann ist es entweder eine "EP (Extended Play)" oder eine "LP (Long Play)".
Ursprünglich wurde die "Maxi" für DJs in Discotheken entwickelt und hat eine bessere Klangqualität als eine gewöhnliche"7"-Single" (45iger) oder "Langspielplatte (LP)".
Beispiel einer sehr gutklingenden Maxi-Schallplatte: "BoneyM - Gotta Go Home / El-Lute"
Weitere Informationen:
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MINT
M

Bewertungsstufe MINT:
"MINT" ist die höchst mögliche Bewertungsstufe zur Einstufung des Erhaltungszustands eines Schallplatten-Albums (s. dz. "Bewertung"). Üblicherweise wird die Schallplatte und das zughörige Cover separat bewertet, weil der Zustand von Schallplatte und dem Cover u.U. deutlich voneinander abweichen kann. Die Durchführung einer Einstufung nennt man in der Schallplatten-Branche "Grading".
Beschreibung "M"
"MINT" bedeutet unbenutzt, d.h. absolut fehlerloser Zustand (vgl. dz. "STILL SEALED (SS)" und "NEAR MINT (NM)"). Wurde die Schallplatte bereits abgespielt, dann ist sie nicht mehr MINT, sondern mit "MINT Minus" (M-) - oder "NEAR MINT" (NM) einzustufen.
In der Schallplatten-Branche haben sich diese "Bewertungsstufen" mit den folgenden Kürzeln etabliert:
"STILL SEALED (SS)" → "MINT (M)" → "NEAR MINT (NM)" → "EXCELENT (EX)" → "VERY GOOD (VG)"
→ "GOOD (G)" → "FAIR / POOR (F/P)". Oftmals werden diese Bewertungsstufen noch zusätzlich durch ein "Plus (+)" verstärkt oder durch ein "Minus (-)" abgeschwächt (vgl. dz. "Bewertungsstufen").
Weitere Informationen:
- s. dz. "Beurteilung", "Bewertungssystem", "Bewertungsstufen", "Grading", "Zustandsbewertung",
"Sammlerwert", "Oldie-Markt", "Goldmine"
- s. dz. meine Seiten "Bewertungssysteme", "Bewertungspraxis", "Wert ermitteln - wie & wo verkaufen"
Hinweis:
Es gibt ein deutsches Schallplatten-Magazin mit dem Namen MINT. Herausgeber dieses Magazins ist die "Dialog GmbH" (Dortmund).
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Mispress
MP
"Misspress", nicht "Misprint" (s.u.).
Manchmal kommt es bei der Produktion im Presswerk zu Verwechslungen. Da kann es vorkommen, dass Matrizen vertauscht wurden oder es wurden falsche Etiketten (Label) aufgepresst. Es kann auch vorkommen, dass Schallplatten im falschen Cover eingesteckt wurden. Das sind Fehler, die in einem Presswerk passieren können, aber glücklicherweise extrem selten sind.
Beispiel:
Ich habe mal ein Album gekauft, da beinhaltete eine Seite die Musik von einem anderen Album. Offensichtlich wurde hier eine Pressmatrizen verwechselt. Ich hatte das reklamiert und natürlich ein korrektes Exemplar im Austausch bekommen.
Es ist auch schon vorgekommen, dass die beiden Labels (Etiketten) vertauscht wurden (so wurde eine A-Seite zur B-Seite) oder es wurden sogar versehentlich die Labels von einem anderen Album verwendet.
Weiterführende Informationen:
- s. dz. "Presswerke", "Misprint"
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Misprint
M/Print
Bei Alben die den Vermerk "Misprint" haben, da gibt es Textfehler auf dem Platten-Etikett (Label) oder auf dem Cover. Möglicherweise
auch einer bedruckten Innenhülle ("OIS"), beispielsweise wurde eine falsche Titelreihenfolge abgedruckt, ein Titel wurden vergessen, ggf. wurden Namen falsch geschrieben oder es existieren einfach nur Tippfehler usw. ...
Misprint-Beispiele
Bei der deutschen Version von "Black Sabbath - Master Of Reality" 1971), da steht auf einer Herstellungsserie "Masters Of Reality" auf dem Plattenlabel. Oder vom Album zum legendären Woodstock-Festivals (Original Soundtrack zum Woodstock-Kinofilm) existieren etliche deutsche und europäische Misprint-Versionen.
Es kann auch durchaus mal vorkommen, dass seltene Misprint-Versionen sehr hoch gehandelt werden.
Misprint-Beispiel-Album (s. Foto)
"V.A. - LET IT ROCK FOR RELEASE" von diesem Sampler gibt es eine Repress-Version, bei der man auf dem Cover den 12. Titel ("James Taylor - Fire And Rain") vergessen hat.
Weitere Informationen:
- s. dz. "Mispress"
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Mono
MO
"Mono" ist eine Kennzeichnung, die auf eine Klangtechnik hinweist. Bei Mono-Aufnahmen oder Mono-Pressungen gibt es keine Kanaltrennung, wie es im Gegensatz bei Stereo-Aufnahmen der Fall ist. Konkret bedeutet Mono, dass bei der Wiedergabe über eine Stereoanlage parallel in beiden Lautsprechern die gleichen Töne wiedergegeben werden.
Andere Klangtechniken sind "Stereophonie", "Quadrophonie" oder "binaural".
Es gibt viele Sammler und Fans bestimmter Künstler, die von älteren
Alben die Stereo- und auch die Mono-Versionen sammeln (z.B. Beatles- oder Rolling Stones-Alben). Das geht sogar soweit, dass alte Mono-Versionen extra wieder neu herausgebracht werden, obwohl bereits Stereo-Version existieren.
Beispiel:
"Frank Sinatry - Strangers In The Night" (US 1966). Auf der Cover-Rückseite und auf dem Plattenlabel steht explizit "MONO", denn es gab parallel Album-Versionen in Stereo.
Weiterführende Informationen zu "Mono"-Klangtechnik
- s. dz. "Stereo", "Quadrophonie", "binaural"
- s. dz. in meinem Audio-/HiFi-Lexikon: Mono.
- s. dz. Discogs: "What's the Difference Between Mono and Stereo?"
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Multi-Colored Vinyl

Den englischen Begriff "Multi-Colored Vinyl" (auch "Split Vinyl" genannt) kann man einfach mit "buntes, farbiges Vinyl" übersetzen. Das sind Schallplatten, die aus vielen Farben und in den unterschiedlichsten Zusammenstellungen gepresst wurden
"Colored Viny-Schallplatten" sind auch farbige Schallplatten, aber sie haben komplett nur eine Farbe.
Weitere artverwandte Begriffe sind "Splattered Vinyl", "Marbled Vinyl" und "Split-Vinyl".
Weitere Informationen:
- s. dz. auch "Colored Vinyl (CV)", "Splattered Vinyl", "Marbled Vinyl"
- Beispiele auf der Homepage "Vinyl-Fan": klick HIER
- Beispiele möglicher Farbeffekte bei Optimal:Media
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Multi-Gatefold
Multi-GAT

Ein "Multi-Gatefold" ist ein Klappcover, das sich mehrfach aufklappen lässt (z.B. "KARTHAGO - KARTHAGO"). Ein "normales" Gatefold hat nur eine Klappe zum aufklappen.
"Multi-Gatefolds" sind eher selten anzutreffen. Es könnte durchaus sein, dass das meistverkaufte Multi-Gatefold-Album (3-fach Gatefold) der Woodstock-Soundtrack aus dem Jahr 1970 ist.
Weitere Informationen:
- s. dz. "Außenhülle", "Cover", "Gatefold", Tip-on Gatefold", "Tri-fold", " Tip-On Cover", "Innenhülle" ,"Inlay", "Japan-Hüllen", "Master-Sleeves", "Schutzhülle" "Hülle"
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Musikbox
Music Box
Jukebox

Vermutlich kam nach dem zweiten Weltkrieg die "Music Box" durch die hier stationierten US-Soldaten (GIs) nach Deutschland . Es war die Zeit als der Rock'N'Roll, Jazz, Country und Blues in den USA immer populärer wurde und so wurde diese Musik in den "Music Boxen" der amerikanischen Militär-Clubs gespielt. Sicherlich haben die großen Stars, wie z.B. Elvis Presley oder Chuck Berry dazu beigetragen, dass die Singles in den Musikboxen/Jukeboxen in den Clubs gespielt wurde. Der Sound einer "Music Box" war für die damalige Zeit sensationell.
Und so dauerte es nicht lange, bis auch in den deutschen Gaststuben und Clubs die Musikboxen ihren Einzug hielten. In der BRD und in der DDR wurden in den 50er Jahren einige Firmen gegründet, die hierzulande deutsche Musikboxen ("Jukeboxen") herstellten.
Der Niedergang der Musikboxen kam dann in den 70er/80er Jahren mit der stetigen Verbreitung von Heim-Stereoanlagen und vor allem mit dem Aufkommen der Plattenspieler, Tonbandmaschinen, Musikkassette und der nachfolgenden CD. Aber auch das Aufkommen mobiler Abspielgeräte (Kassettenrecorder und CD-Player) haben ihren Anteil am Aussterben der Musikboxen.
Weiterführende Informationen:
- s. dz. "Jukebox", "Single", "Dinked Center", "Single-Charts"
- s. dz. Wikipedia: Jukebox, Internet-Portal "Jukebox-world.de"
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Musterplatte

Auf dem Sammler-Markt tauchen ab und zu "unverkäufliche Musterplatten" oder Platten mit der Aufschrift "sample copy - not for sale" auf (teilweise sind es "Promos", "Weißpressungen" oder gestempelte Versionen), die vermutlich aus dem Bestand von Radiostationen, Mitarbeitern der Platten-Labels, den Presswerken oder von Verlagsmitarbeitern stammen. Diese Versionen sind bei den Fans begehrte Sammlerstücke, weil sie sehr selten sind und deshalb werden solche Exemplare u.U. sehr hochpreisig gehandelt, obwohl es streng genommen "unverkäufliche Muster" sind.
Beispiel einer Muster-Platte auf discogs.com:
www.discogs.com/release/28909537-Kin-Ping-Meh-3
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Mutterstecher

Der Begriff "Mutterstecher" (vgl. dz. "Cutter") beschreibt einen Beruf (Tätigkeit) in einem Schallplatten-Presswerk. Der "Mutterstecher" überprüft die "Mutter"-Matrize auf fehlerhafte Stellen in der Tonrille. Werden Rillenfehler auf der "Mutter" nicht entdeckt, dann werden diese Fehler später auch auf die Schallplatten der Serienproduktion gepresst. Das nennt man dann Pressfehler. Da die Schadstellen auf der "Mutter"-Matrize unter einem Mikroskop mit einem extrem feinen Stecheisen ausgestochen (korrigiert) werden, so nennt man diesen Beruf "Mutterstecher".
Mit der "Mutter-Matritze" selbst wird nicht gepresst, aber von der "Mutter" werden viele "Söhne" erzeugt. Mit den "Söhnen" wiederum werden die Schallplatten in Serie gepresst. Mit der Zeit verschleißen aber die "Söhne" und müssen dann ersetzt werden. Dieser Verschleißeffekt führt dazu, dass es bei einer Platten-Serie feinste Klangunterschiede gibt, denn die Rillen, die mit einer neuen Pressmatrize hergestellt wurden, diese Rillen sind präziser (genauer) als diejenige Rillen, die mit einer abgenutzten Matrize gepresst wurden.
Weitere Informationen:
- s. dz. die Begriffe "Cutter", "Matrize/Pressmatrize", "Lackschnitt (Lacquer)", "DMM"
- Eintrag auf Wikipedia "Mutterstecher"
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(Ende)
