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Abrieb

Deutlicher Abrieb an einem Plattencover
Deutlicher Abrieb an einem Plattencover

 

"Abrieb" ist eine Abnutzung (Gebrauchsspur) am Platten-Cover, eher  selten am Label der Schallplatte. Weil das Cover aus einer dünnen 

Kartonage besteht und daher relativ empfindlich ist, so haben oftmals die älteren Cover Abriebspuren. Ein Abrieb bedeutet, dass an der Oberfläche mechanisch Material abgetragen (abgerieben) wurde.     

 

"Abrieb" findet man sehr oft an den Kanten (s. dz. "Kantenabrieb") und an den Ecken (s. dz."Edge Wear (EW)"), kann aber auch am Cover in Form von Ringspuren auf der Vorder- und Rückseite vorkommen (s. dz."Ringwear"). Je nachdem, wie der Besitzer mit den Cover umgegangen ist, ist der Abrieb unterschiedlich stark ausgeprägt. 

 

Abrieb an der Schallplatte (Abnutzung)

Einen Abrieb bzw. eine hörbare Abnutzung an der der Schallplattenrille, ist erst nach ca. 900-fachen Abspielen zu erwarten (mehr dz. in meinem Pflege-Lexikon: "Abnutzung Schallplatte"). Eher noch könnte ggf. die Abtastnadel einen bemerkbaren Verschleiß unterliegen.  

 

Tipp: Im Zubehör-Handel werden durchsichtige "Schutzhüllen" angeboten, die das Cover vor Schmutz, Feuchtigkeit und auch Abrieb schützen. "Schutzhüllen" sollte man m.E., insbesondere bei wertvollen Alben, zur Werterhaltung benutzen. 

 

Weitere Informationen:

- s. dz. "Kantenabrieb", "Ring Wear (RW)", "Edge Wear (EW)", "Schutzhülle", "Abriss/Coverabriss"

- s. dz. meine Beschreibung in meinem Pflegelexikon zum Begriff "Abnutzung"

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

Abriss

 

(Coverabriss)

Cover-Abriss: ein Aufkleber (Preisschild) wurde abgerissen
Cover-Abriss: ein Aufkleber (Preisschild) wurde abgerissen

 

Kleine Cover-Abrisse sieht man manchmal an der Cover-Front, sehr oft oben in der linken oder rechten Ecke. Das sind typische Abrisse von Stickern oder von Preisschildern, die unvorsichtig entfernt wurden. Geht man nämlich beim Entfernen von Aufklebern etwas zu rabiat oder zu ungeduldig zu Werke, dann kommt es beim Abziehen von Aufklebern jeglicher Art, mit hoher Wahrscheinlichkeit zu unschönen Abrissen. Abrisse sind aber durchaus vermeidbar (mehr dazu weiter unten).

 

Tipp: Bis zu einem gewissen Grad, kann man mit verschiedenen Vorgehensweisen Abrisse retuschieren. Die folgenden aufgezeigten Methoden helfen das Album wieder aufzuwerten und es für Sammler wieder attraktiv zu machen:

 

1. Preisschild überkleben: Man kann ein intaktes Preisschild aus einer Sammlung überkleben, um den Abriss zu kaschieren.

2. Mit Filzstiften retuschieren: Eine Alternative ist die Bemalung der Fläche mit Filzstiften, um den Abriss optisch zu kaschieren.

3. Mit Foto-Reproduktion überdecken: Man kann auch eine Foto-Reproduktion über den Abriss überkleben, um ihn unsichtbar zu machen.

4. So lassen?! Wer sich unsicher ist, der sollte den Abriss so lassen wie er ist, denn dadurch vermeidet man im Zweifelsfall eine "Verschlimmbesserung".

 

Details zur Restauration von Abrissen gibt es in meinem Blog: www.good-vinyl.de/2021/12/11/cover-pflege-03-preisschildabris oder wie man ggf. einen Abriss vermeiden kann, das steht in meinem Pflege-Lexikon  im Eintrag "Aufkleber entfernen".

 

Weiterführende Informationen:

- s. dz. "Aufkleber", "Preisschild", "Sticker", "Tear "Cover", "SOC (Sticker On Cover)""SOBC (Sticker On Back Cover)""SOL (Sticker On Label)""SMT (Small Tear)"

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

Acetat(e)

 

Dubplate

 

Kupferbeschichteter Edelstahl, DMM-Dubplate vom deutschen Label "stockfisch". Die Schallplatte wurde mit Handschuhen geliefert, um die Kupferbeschichtung zu schützen.
Kupferbeschichteter Edelstahl, DMM-Dubplate vom deutschen Label "stockfisch". Die Schallplatte wurde mit Handschuhen geliefert, um die Kupferbeschichtung zu schützen.

 

"Acetat"-Schallplatten: heutzutage sind es die sogenannten 

"Dubplates". Das sind i.d.R. Einzelanfertigungen oder werden/wurden in extrem kleinen Auflagen (<10) hergestellt.

 

Tonstudios benutzten früher einzelne "Acetate", um Arbeitsschritte beim Mastering oder zum Schluss die finale Version (Cut) mit den Musikern abzustimmen. Dieses Verfahren auf Basis von Acetaten wurde durch die nachfolgenden Tonträger-Medien (z.B. Musikkassette, DAT-Kassette, CD-ROM, Digitalisate (elektronische Dateien) abgelöst.  

 

Ein Einsatzgebiet für die Verwendung von"Dubplate (Dubs)" sind DJs, die ihre Produktion auf Schallplatte konservieren möchten. 

 

Bei einer "Acetat"-Schallplatte wurde damals auf eine mit Lack beschichtete Scheibe die Rille geschnitten. Der Lack war früher Acetat, daher auch der Name. Heutzutage hat sich die Produktionstechnik und das verwendete Material zum Schnitt der Platte geändert (es sind beschichtete Aluminium-Scheiben, kupferbeschichtete Edelstahlscheiben oder auch Scheiben aus PVC ("Vinyl"). Auch nennt man die so hergestellten Schallplatten "Dubplate (Dubs)" und nicht mehr "Acetat".

 

Alte "Acetate" und auch neuere "Dubplate (Dubs)" sind u.U. gesuchte und sehr wertvolle Einzelstücke (Raritäten).  

 

Beispiel: www.stockfisch-records.de/pages_art/sf12_dmmdp.html  bzw. klick HIER.

 

Weiterführende Informationen:

- s. dz. "Dubplates", "DMM", "Musterplatte"

- s. dz. in Wikipedia (englisch): Acetat disc; Wikipedia (deutsch): Dubplate

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

Album

Schellack-Album "Snow White And The Seven Darfs" (1944 DECCA Records), Foto: etsy.com
Schellack-Album "Snow White And The Seven Darfs" (1944 DECCA Records), Foto: etsy.com

 

"Wieso spricht man eigentlich von einem "Album" oder einem 

"Schallplatten-Album"?

 

Den Begriff "Album" kennt man allgemein, beispielweise im Wort "Foto-Album" oder im Wort "Sammel-Album". Lt. Definition in Wikipedia (klick HIER) ist ein "Album" ein Buch mit leeren Seiten oder ein Sammelbehältnis in Buchform. 

 

In der Zeit, als die ersten Schellack-Platten auf den Markt kamen, war die Spieldauer noch recht kurz und so hat man bald mehrere Platten (also mehrere Musikstücke) in einer gebundenen Kladde zu einem "Album" zusammengefügt. Und somit hat sich der Begriff "Album" als Beschreibung einer Sammlung von mehreren Musikstücke auf einem Tonträger, eben aus purer Gewohnheit, bis in die heutige Zeit bewahrt.  

 

Zum Umfang eines Schallplatten-Album gehört neben der Schallplatte selbst, die Innenhülle und die "Außenhülle" ("Cover" oder eine Box (s. Box-Set)). Zusätzlich haben viele Alben auch noch Beilagen in Form von "Beiblättern" (z.B. Songtexte, Info-Blätter, Fotos, Karten, ...) oder auch Begleithefte. 

 

Weiterführende Informationen:

- s. dz. "Studio-Album", "Live-Album", "Compilation (Comp.)", "Sampler (SMPR)", "Soundtrack (OST)", "Konzeptalbum""Doppel-Album", "Beilagen"

- Portal "Welt: Warum die LP ein Album genannte wird ...

- Wikipedia (engl.): Album-Era

 

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Album-Set

Ein 2-LP-Album-Set: "Pink Floyd - A Nice Pair" (UK 1977)
Ein 2-LP-Album-Set: "Pink Floyd - A Nice Pair" (UK 1977)

 

Wenn man mehrere Alben als "Compilation"  veröffentlicht, dann nennt man das ein "Album-Set".

 

Das erste "Album-Set", aus dem Genre Psychedelic-Rock, welches mir als Sammler begegnete, war das 2-LP-Album-Set "Pink Floyd - A Nice Pair" (UK 1977).

 

Je nach Anzahl der Alben benennt man dieses Alben-Format der "Wiederveröffentlichung" als 2-LP-Set, 3-LP-Set, 4-LP-Set usw. 

 

"Album-Sets" gibt es von bekannten Künstlern und Bands, die

ihre wichtigsten und erfolgreichen Alben nochmals gemeinsam 

veröffentlichen, meist als "Boxset" oder als Set in einem Schuber.

 

Die einzelnen Alben sind dann "Reissues" und haben das gleiche Cover-Design der ursprünglichen Ausgabe (Ausnahmen bestätigen die Regel), aber mit einer neuen "Katalog-Nummer" /  "Matrix-Nummer" 

 

Weitere Informationen:

- s. dz. "Album""Boxset", "Compilation", "Reissue", "Wiederveröffentlichung"Katalog-Nummer", "Matrix-Nummer"

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

Album-oriented 

Rock

Grafik: discogs.com (Stand 01/2026)
Grafik: discogs.com (Stand 01/2026)

  

Falls Ihr mal auf Discogs.com ein Album findet, bei dem im Feld Style das Kürzel "AOR" steht und wisst nicht was es bedeutet, dann bitte hier lesen:

Die Abkürzung "AOR" ist eine mehrdeutige Abkürzung, die sowohl für „Album-oriented Rock“  als auch für „Adult-oriented Rock“  steht. "AOR"  ist aber kein Musik-Genre, sondern wurde von Radiostationen benutzt, um einen Musikstil in der Rockmusik (Mainstream-Rock, Classik-Rock, Softrock) für die etwas ältere Hörerschaft zu beschreiben. 

 

Ich selbst verstehe zumindest beim Begriff "Album-oriented Rock" bestimmte Alben, wo die Musiker ein bestimmtes Konzept (Thema oder eine fiktive Geschichte) musikalisch umgesetzt haben und diese Musik zu einem Album zusammengefasst haben. 

 

Wie ich finde, gibt es eine sehr interessante Erklärung zu "AOR" auf der Homepage von "Rezensator":

www.rezensator.de/aor.htm

 

Beispiel-Alben zum Kürzel "AOR", die auf Discogs.com zu finden sind:

- "Toto - Toto" (USA 1978)

 "Supertramp - The Famous Last Words" (UK 1982)

- "Dire Straight - Brothers In Arms" (UK 1985)

- "Bon Jovi - Slippery When Wet" (USA 1986)

- "Genesis - The Lamb  Lies Down On Broadway" (UK 1974)

 

Weitere Informationen:

- s. dz. Wikipedia: AOR

- s. dz. Discogs: AOR

 

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 Anniversary Edition

 

(Jubiläums-ausgabe)

Bsp.: Boxset 50th Anniversary Edition von "Pink Floyd - Wish You Where Here" (Worldwide 12/2025)
Bsp.: Boxset 50th Anniversary Edition von "Pink Floyd - Wish You Where Here" (Worldwide 12/2025)

 

Der englische Begriff "Anniversary Edition"  bedeutet, dass das Album eine "Jubiläumsausgabe"  ist. Von bedeuteten Alben werden oft zyklisch, meist im 10-jährigen Rhythmus, "Jubiläumsausgaben" 

veröffentlicht.  

 

Mehr Informationen zur "Anniversary-Edition" habe ich im Begriff

"Jubiläumsausgabe"  zusammengestellt.

 

Weitere Informationen:

- s. dz. "Erstpressung", "Reissue

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

 Archiv-

Exemplar

 

(Archiv-Kopie)

 

Der Begriff "Archiv-Exemplar" oder auch "Archiv-Kopie"  taucht immer wieder mal bei Verkaufsanzeigen auf und soll ausdrücken, dass sich das Schallplatten-Album in einem Topzustand befindet (befinden sollte). Das kann beispielsweise eine Schallplatte sein, die irgendwann mal neu gekauft wurde, ggf. 1 oder 2-mal abgespielt wurde und danach unbenutzt in einem Regal gelagert wurde. 

 

Wenn man ein Schallplatten-Album mit "Archiv-Exemplar" /"Archiv-Kopie" anbietet, dann sollte das m.E. dem "Grading-Level" von "NEAR MINT" (NM) oder "NEAR MINT Minus" (NM-) entsprechen, d.h. das Schallplattenalbum sollte fast noch in einem Neuzustand sein und es sollten keine nennenswerten Gebrauchsspuren vorhanden sein.

 

Weitere Informationen:

 - s.dz. "Grading""NEAR MINT"

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

 Artwork

 

Coverkunst

Vorderseite des Albumcover "Ten Years After - Ten Years After Undead" (UK 1968)
Vorderseite des Albumcover "Ten Years After - Ten Years After Undead" (UK 1968)

 

Der englische Begriff " Artwork"  (dt. Kunstwerk) beschreibt die Gestaltung (Design) des Coveraufdrucks. Die Medienverlage beauftragen meist eine Design-Agentur, die zusammen mit den an der Produktion beteiligten Personen das Artwork zum Album 

gestalten.

 

Eine renommierte Design-Agentur war in den 70er und 80er Jahren "HIPGNOSIS" in London (s. dz. Wikipedia: Hipgnosis). HIGNOSIS hat mit vielen berühmten Musiker und Bands zusammengearbeitet und dabei legendäre Cover entworfen.

 

Weitere Informationen:

- s. dz. "Cover" 

-"RollingStone-Magazin": Die 100 besten Albumcover aller Zeiten

- Buch "ROCK VINYL - Die 700 legendärsten Plattencover" von Dominique Dupuis, ISBN 978-3-86852-581-6

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

Audiophile Schallplatten

 

Audiophile

Pressung

Bsp.: V.A. - Great Women Of Song (GER, 2014 in-akustik - INAK 75061 LP); Foto: discogs.com
Bsp.: V.A. - Great Women Of Song (GER, 2014 in-akustik - INAK 75061 LP); Foto: discogs.com

 

"Audiophil" im Zusammenhang mit Schallplatten (z.B. "... audiophile LP ...") bedeutet, dass es sich um Schallplatten handelt, die eine sehr gute Klangqualität haben. Häufig wird auch der Begriff "audiophile Pressung" verwendet.

 

"Audiophile Schallplatten" werden mit erhöhtem Aufwand produziert und hergestellt, mit dem Ziel einen besonders guten Klang wiederzugeben. Der gute Klang (audiophile Sound) wird durch eine aufwendige Abmischung erreicht, aber auch durch einen höheren Aufwand im gesamten Herstellungsprozess (Schnitt der Matrizen, Vinyl-Material, Pressvorgang).

 

Konsequenterweise sind audiophile Pressungen teurer, bedingt durch den Mehraufwand. Ergänzen möchte ich aber auch, dass es durchaus "normale" Pressungen gibt, die auch einen sehr guten (audiophilen) Klang haben. Allerdings gibt es auch (leider) das Gegenteil.  

 

Es gibt Tonstudios, Medienverlage und Plattenhändler, die sich speziell auf das Marktsegment der audiophile Schallplatten konzentrieren, teilweise auch die HiFi-Industrie. 

 

Tipp: einige audiophile Schallplatten findet man in meiner TAS-Liste!

 

Weiterführende Informationen:

- s. dz. "DMM", "Halfspeed Mastering", "Remaster", "180g", "Heavy Vinyl", "Virgin Vinyl", "Maxi-Single"

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

Aufkleber

 

Ausschnitt: Aufkleber aus Goldfolie auf dem Album "Modern Talking - The 1st Album" (GER 1985)
Ausschnitt: Aufkleber aus Goldfolie auf dem Album "Modern Talking - The 1st Album" (GER 1985)

 

"Aufkleber" (engl. "Sticker") sind heutzutage bei Neuware außen auf der Schutzfolie angebracht. Früher hingegen, da wurden "Aufkleber" (z.B. Preisschilder, Tournee-Termine, Werbe-Infos, private Aufkleber usw.) direkt auf das Cover geklebt. Wird ein "Aufkleber", der direkt auf dem Cover klebt,  unvorsichtig entfernt, dann entsteht leider oftmals dabei ein "Abriss" (engl. "Tear") an der Coveroberfläche. 

  

Weitere Informationen:

- s. dz. "SOC (Sticker On Cover)", "SOBC (Sticker On Back Cover)", "SOL (Sticker On Label)", "SMT (Small Tear)"

- s. dz. in meinem Pflege-Lexikon wie man einen "Aufkleber" ggf. ohne Abriss entfernen kann: "Aufkleber"

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

Ausgabe

 

 

Mit "Ausgabe" eines Schallplatten-Albums ist eine bestimmte "Version" bzw. "Veröffentlichung" (engl. "Release") gemeint. Das kann sich z.B. auf das Jahr der Veröffentlichung beziehen (z.B. "... das ist die 2011er Ausgabe von ...") oder auf die Klangtechnik z.B. " ... ich besitze die audiophile Ausgabe von MFSL ..." oder auch eine bestimmt Cover-Version (z.B. " ... ich meine die Ausgabe mit dem Gatefold-Cover ..."). Ein Unterscheidungsmerkmal ist beispielsweise das Land der Veröffentlichung und auch durch ein bestimmtes Etikett (Label) auf der Schallplatte. 

 

Hier einige Unterscheidungsmerkmale (Variationen), die eine bestimmte Ausgabe eines Schallplatten-Albums definiert:

- Jahr der Veröffentlichung 

- Matrix-Nr.

- Land 

- Cover-Design (mit oder ohne Gimmick)

- Titel oder Titelreihenfolge

- Klangtechnik, Abmischung (Mono, Stereo, Remastered, Remix)

- Etikett (Label)

- schwarzes oder farbiges Vinyls

- Beilage

 

Weitere Informationen:

- vgl. dz. "Version", "Veröffentlichung" ,"Release", "Reissue", "Wiederveröffentlichung", "Pressung",

"Erstpressung", "1st-press", "Nachpressung", "Repress", "Remaster", "audiophile Pressung"

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

Auskopplung

 

Auskopplung vom Album "Chris Rea On - The Beach" (GER 1986)
Auskopplung vom Album "Chris Rea On - The Beach" (GER 1986)

 

Eine "Auskopplung" ist ein Musikstück, das aus einem "Album" stammt. In früheren Zeiten, als die Schallplatte der meistverkaufte Tonträger war, da hat man im Pop-Genre häufig vorab hitverdächtige Titel aus einem Album "ausgekoppelt" und als "7"-Single" (45er) veröffentlicht. 

 

Der Zweck einer Auskopplung war zusätzlichen Umsatz zu generieren, aber auch um Werbung für das neue Album zu machen. Die Single mit der ersten "Auskopplung" (Musiktitel) nennt man übrigens "Lead-Single".  

 

In Form einer "Promo-Version"inkl. eines "Promo-Sheet", wurden die öffentlichen Medien (Radiostationen, Musikpresse) damit beworben. Natürlich wurden auch weitere Titel, die sich mit der zeit zu Hits entwickelten ebenfalls ausgekoppelt und in Form einer "Single" veröffentlicht. 

 

Die Radiostationen und die Musikpresse haben damals wöchentlich die beliebtesten Singles, die ja fast alle Auskopplungen sind, in einer Single-Hitliste (Single-Charts) publiziert. Die aktuellen "Single-Charts" mit den Chart-Platzierungen werden heute immer noch im Auftrag des BVMI regelmäßig veröffentlicht (→ "Single-Charts").

 

Eine besondere Variante eines ausgekoppelten Titels ist der "Radio-Edit". Hierbei werden längere Musikstücke auf ein radiotaugliches Zeitformat angepasst. Ein Extrembeispiel: der Titel "In-A-Gadda-Da-Vida" der Band Iron Butterfly  hat auf dem gleichnamigen Album eine Spiellänge von 17:05, aber als Single im Radio-Edit-Format lediglich 2:52.    

 

Weitere Informationen:

- s. dz. "Single", "45er", "Lead Single", "Album" ,"Promo", "Promo-Sheet""Single-Charts""Radio-Edit"

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

Auslaufrille

Auslaufrille (Plattenspiegel), engl. "runout groove"
Auslaufrille (Plattenspiegel), engl. "runout groove"

 

Die "Auslaufrille" einer Schallplatte befindet sich im glatten Ring vor dem Platten-Etikett/Label (der Pedant der "Auslaufrille" ist die "Einlaufrille"). Betrachtet man sich die Oberfläche einer Schallplatte, dann ist am Ende des Rillenbereichs ein glatter Bereich zu erkennen, der ringförmig das Schallplatten-Label umgibt. Das ist der sogenannte Auslaufbereich der Rille. Hier endet die Auslaufrille in einem Kreis, in dem die Abtastnadel zirkuliert wenn der Plattenspieler nicht abschaltet. Dadurch wird verhindert, dass die Abtastnadel in das Plattenlabel einläuft. 

 

Bei Plattenspielern mit einer Endabschaltung wird der Tonarm automatisch angehoben, sobald der Tonabnehmer die Auslaufrille erreicht.  Im Auslaufbereich (im Fachjargon als "Spiegel" bezeichnet) befindet sich auch die "Matrix-Nummer" der Schallplatte (s. dz.  "Matrix/Matrix-Nummer" oder "runout").

 

- s. dz. "Endlosrille", "Einlaufrille", "Rille", "Leerrille", "Schallplatte"

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

Außenhülle

 

Schnittmuster für eine Außenhülle einer 12" LP, gefaltet HxB 312 x 315 mm / Quelle: cdherstellung24.de
Schnittmuster für eine Außenhülle einer 12" LP, gefaltet HxB 312 x 315 mm / Quelle: cdherstellung24.de

 

Die "Außenhülle", so wie wir so heute kennen,

gab es zu den Anfangszeiten der Schallplatte nicht.

Als die ersten Schellack-Platten für Grammophone aufkamen, da wurden die Platten in Papiertüten gesteckt. Später wurden mehrere Schellack-Platten in einer massiven Kladde zu einem Album zusammengefasst. Daher kommt der noch heute gängige Begriff "Album". 

Erst in den 1950er Jahren kamen dann die Außenhüllen aus dünnen gefalteten und zusammengeklebten Karton (s. dz. "Tip-On Cover" ) zum Einsatz.   

In der heutigen Zeit hat sich bei uns im deutschen Sprachraum der Begriff "Cover" für die Außenhülle im Fachjargon der Schallplatten-Community etabliert. Im Englischen verwendet man die Begriffe "Jacket", "Outer sleeve" und "Sleeve". 

 

Weitere Informationen:

- s. dz. "Cover", "Schutzhülle" "Hülle", "Innenhülle", "Inlay", Gatefold", "Tri-fold", "Tip-On Cover", "Tip-on Gatefold"

 

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autocoupled

/

auto-coupling

 

"autocoupled"  bzw. "auto-coupling"  ist der Fachbegriff für eine frühere Methode der Seitenaufteilung von Schallplatten. Normalerweise spricht man von der A-Seite und der B-Seite einer Schallplatte (ggf. C-Seite und D-Seite bei einem "Doppel-Album"). Zu Zeiten als es noch "Plattenwechsler" gab (in der zeit der 50er bis in die 70er Jahre hinein) hat man manchmal bei Schallplatten-Alben, die aus mehreren Platten bestanden, die Seiten in einer geänderten Reihenfolge zusammengestellt. Dadurch konnte die Schallplatten eines Albums auf einen Stapel gelegt werden und die Seiten wurden in der richtigen Reihenfolge abgespielt. 

Plattenstapel auf einer Abwurfsäule auf einem Plattenspieler, Model "DUAL 1228"
Plattenstapel auf einer Abwurfsäule auf einem Plattenspieler, Model "DUAL 1228"

Hier ein Beispiel:

1. Platte: 1.Seite: "A" und 2. Seite "D" → A/D

2.Platte: 1.Seite: "B" und 2. Seite "C"  → B/C  

Mit dieser Reihenfolge konnte man die zwei Platten auf einen  Wechsler legen und abspielen ohne dabei aufzustehen, wenn die zweite Platte von "Plattenwechsler" auf den Plattenteller geworfen wurde.  

Nach dem Abspielen der zwei Platten wurden der Stapel umgedreht, wieder auf den Wechsler gelegt und dann gings weiter mit der 3. und 4. Seite.  

 

Anmerkung:

Ein "Plattenwechsler" (auch "Abwurfsäule" genannt) ist ein Röhrchen mit beweglichen Stiften. Dieses Röhrchen wurde in der Mittenachse des Plattentellers eingesteckt. Dann legte man mehrere Platten (z.B. Singles) auf den Plattenwechsler. Sobald eine Plattenseite fertig abgespielt war, wurden die Haltestifte mechanisch kurz eingezogen und die nächste Platte viel dadurch automatisch auf den Plattenteller. 

 

Zu Zeiten der sogenannten "Musiktruhen" in den 50er und 60er Jahren, waren fast alle Plattenspieler auch mit einem "Plattenwechsler" (Abwurfsäule) ausgestattet. Sogar noch in den 70er Jahren wurden manche Plattenspieler-Modelle mit der Plattenwechsler-Funktionalität verkauft (z.B. von DUAL).

 

Beispiele:

Dazu zwei Beispiele auf YouTube: www.youtube.com/watch?v=xlHw4mPF5II&t=1s (ab 4:38)

oder hier: www.youtube.com/watch?v=mUqiDhrozTU

 

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Autogramm(e)
(autograhed)
Autogramm "Joy  Fleming" auf dem Album "Joy Fleming - Joygeboren" (1st., GER 1984)
Autogramm "Joy Fleming" auf dem Album "Joy Fleming - Joygeboren" (1st., GER 1984)

  

Autogramme (engl. "autograhed") auf Schallplatten-Alben steigern natürlich den Sammlerwert, wenn die Autogramme tatsächlich von den Musikern stammen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn es sich um Autogramme sehr berühmter Musiker handelt. Handelt es sich um einen Musiker oder Musikerin, die Weltruhm erlangten und bereits verstorben sind, dann werden solche Alben teileweise bis in den mittleren 4-stelligen Bereich gehandelt.  

 

Bei Inseraten wird sehr oft das Attribut "signiert" (engl. signed) oder "... mit original Autogramm(en) ..."  verwendet. 

 

Tipp: bei sehr hochpreisigen Angeboten, sollte man sich von Fachleuten beraten lassen, denn auch in diesem Bereich sind Betrügereien nicht ausgeschlossen.

 

Weitere Informationen:

- s. dz. "signiert"

 

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(Ende)