UFO-Label, unboxed, unlamiated (unlaminiert), Unofficial Release (unofficial), Umdrehung pro Minite (UPM)
UFO-Label

Wenn der Begriff "UFO-Label" erwähnt wird, dann handelt es sich dabei um ein Schallplatten-Album vom ehemaligen Musik-Label "VERTIGO Records".
Ab 1973 änderte "VERTIGO Records" das Design seiner Schallplatten-Etiketten. Bis dahin wurden die VERTIGO-Veröffentlichungen mit dem berühmten, schwarz-weißen "Swirl-Label" ausgestattet (s. dz. "VERTIGO-Swirl").
Mit der Einführung des "UFO-Labels" wurde kenntlich gemacht, dass man die musikalische Ausrichtung erweitert und sich kommerzieller ausrichtet. Damit begann bei "VERTIGO Records" die sogenannte "Spaceship Phase".
Weitere Informationen:
- s. dz. "VERTIGO-Swirl", "Plattenlabel"
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unboxed

Mit "unboxed" ist gemeint, dass ein bestimmter Text nicht umrandet ist, also randlos. Im Zusammenhang mit Schallplatten verwendet man den Begriff "unboxed", um ein Detail auf einem Schallplatten-Etikett (Label) zu beschreiben. Gerade bei der Bestimmung einer bestimmten Platten-Pressung (Version, Erscheinungsjahr) sind es oftmals nur kleine Unterschiede auf dem Schallplatten-Etikett (Label), die die Album-Versionen unterscheiden.
Beispiel:
In manchen Fällen ist bei der einen Album-Version das GEMA-Logo auf dem Plattenetikett umrandet (boxed) und bei einer anderen Version ist das GEMA-Logo nicht umrandet, also "unboxed". Somit sind das für die Sammler zwei unterschiedliche Versionen.
Anm.: "unboxed" kann auch bedeuten, dass z.B. ein neues Schallplatten-Album (ein Boxset) ausgepackt wurde.
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unlamiated
unlaminiert

Mit "unlamiated" (dt. unlaminiert) wird ein Cover beschrieben, das nicht laminiert ist (s. dz. "Laminat"), d.h. die Oberfläche hat keine Schutzschicht, sondern es ist stumpfer Karton. Nicht laminierte Cover erkennt man gut an ihrer Haptik: die Oberfläche ist etwas rau, stumpf und glänzt nicht. Die Cover-Oberfläche ist matt und fühlt sich an wie Papier oder Karton. Diese Cover sind sehr empfindlich gegenüber Schmutz, Feuchtigkeit und Abrieb.
Was hat es damit auf sich?
Nun, früher wurden die allermeisten Cover mit einer ganz dünnen Folie überzogen, die die Oberfläche und damit den Aufdruck schützt. Diesen Folienüberzug nennt man Laminierung. So kann man z.B. ein laminiertes Cover auch mal mit einem feuchten Tuch reinigen, ohne befürchten zu müssen, dass der Aufdruck abfärbt, dabei Wasserflecken bekommt oder wellig wird.
Bei sehr alten laminierten Covern, die schon Jahrzehnte alt sind, da kann es zum Aufbrechen des Laminats kommen oder es bilden sich Laminat-Ablösungen. Dies liegt daran, dass das UV-Licht die Weichmacher in der Laminierung aufgelöst hat und das Laminat dadurch spröde geworden ist oder der Laminatüberzug haftet einfach nicht mehr.
Beispiel zweier unlaminierter Cover:
- THE WHO - LIVE AT LEEDS (klick HIER)
- NEIL YOUNG - HARVEST (klick HIER).
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Unofficial
Release
Unofficial

Alben die nicht lizenziert von einem Plattenlabel auf den Markt gebracht wurden, sind "Unofficial Releases", d.h. es sind nicht genehmigte Versionen und dürfen daher nicht gehandelt werden. Beispielsweise sind solche Exemplare zwar auf discogs.com gelistet, aber sie sind für den Handel gesperrt.
Alben mit der Eigenschaft "Unofficial Release" spalten sich in zwei Teilbereiche auf:
1. Kopien von Alben, die aber ein eigenes Coverdesign haben (vgl. dz. "Counterfeit", s.u. Nr. 4),
Bsp.: "George Michael - Patience" (EU 2022, DoLP))
2. Unerlaubte, nicht lizenzierte "Sampler" oder "Compilationen",
Bsp.: "Elvis Presley - G.I. In Germany" (EU 2018, green splattered vinyl))
3. Bootlegs (illegale Aufnahme), das sind nicht genehmigte Mitschnitte oder "Compilationen", die dann als
eigenständiges Album angeboten werden. Trotz des Verbots sind Bootlegs u.U. begehrte Sammelobjekte.
Die Klangqualität ist bei den meisten Bootlegs eher schlecht bis miserabel. In früheren Zeiten waren Bootlegs z.B. Mitschnitte, die mit einem Mikrofon in der Hand und einem tragbaren Tonbandgerät oder Kassettenrekorder mitgeschnitten wurden.
Bsp.: "Pink Floyd - British Winter Tour 1974" (UK(?) 1975)
4. Counterfeits (= Schwarzpressung, 1:1-Raubkopie) - das sind Fälschungen von offiziellen Alben (Cover und Schallplatte wurden kopiert). Meist haben die Cover eine schlechte Druckqualität und die Schallplatte hat einen schlechten Klang. "Counterfeits" sind nicht bei allen Sammlern verpönt! Allerdings dann, wenn man ein Album kauft und glaubt es wäre ein echtes Release, dann ist das mehr als ärgerlich - juristisch ein Betrugsfall!
Bsp.: "Kraftwerk - Kraftwerk" (eine Raubkopie, Schwarzpressung des 1. Kraftwerk-Album)
Weitere Informationen:
- s. dz. "Release", "Bootleg", "Counterfeit", "Schwarzpressung", "Live-Album", "Compilationen", "Sampler"
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Umdrehungen pro Minute
UPM
upm

Die Abkürzung "UPM" steht für "Umdrehungen pro Minute" [U/min] und beschreibt die Drehzahl bzw. Rotationsgeschwindigkeit mit der die Schallplatte abgespielt werden sollte.
Bei Schallplatten sind folgende Drehzahlen üblich: 33 1/3, 45 und früher 78 UPM, wobei die 78 UPM heutzutage nicht mehr
verwendet wird. Nur die alten "Schellack"-Platten laufen mit 78 UPM. Manche älteren Plattenspieler haben noch die Einstellmöglichkeiten für diese drei Geschwindigkeiten. Moderne Schallplattenspieler habe nur noch die Einstellmöglichkeit für 33 1/3 und 45 UPM.
33 1/3 UPM ist die gängige Drehzahl für LPs ("Long Play (LP)") und teilweise für 10"-EPs ("Extended Play (EP)"). Die Geschwindigkeit 45 UPM ist die klassische Drehzahl der"7"-Singles" und mancher "12"-Maxi-Singles (Maxi)". Der Vollständigkeit muss noch erwähnt werden, dass es audiophile LPs gibt, die mit 45 UPM abgespielt werden müssen.
Weitere Informationen:
- s. dz. "Long Play (LP)", "Extended Play (EP)", "7"-Singles" , "12"-Maxi-Singles (Maxi)".
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(Ende)
