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 Hairline(s) 

 

Surface Marks

Kräftige Hairlines / Schlieren auf einer Schallplatten-Oberfläche
Kräftige Hairlines / Schlieren auf einer Schallplatten-Oberfläche

 

"Hairlines" (dt. "Haarlinien") sind sehr feine Riefen auf der Schallplattenoberfläche, verursacht schon alleine durch das Raus- und Reinschieben der Schallplatte in die Innenhülle. Diese hellen Spuren sieht man besonders deutlich auf den schwarzen Schallplatten (s. Beispielfoto).

 

"Hairlines" findet man übrigens auch als Gebrauchsspuren auf bei manchen Plattencover. Im Deutschen würde man  ggf. auch "Schlieren", "Wischer" oder "Abschürfung" dazu sagen.

 

Die schlechte Nachricht: "Hairlines" auf einer Schallplatte aus Vinyl können nicht entfernt werden! Ich habe das mal zum Test probiert die Oberfläche zu polieren, aber das Ergebnis war dann ein Totalschaden der Schallplatte.

 

"Hairlines" auf der Schallplatte sollten eigentlich nicht hörbar sein. Hört man jedoch doch ein Rauschen, Knacken oder Knistern, dann kann das auch andere Ursachen haben oder die "Hairlines" sind tatsächlich schon so stark, dass es quasi schon eine Vorstufe von Kratzern sind (s. dz. "Kratzer").

  

"Hairlines", insbesondere wenn es sehr viele sind, bedeuten beim "Grading" ("Zustandsbewertung") eine gewisse Wertminderung. Sind die "Hairlines" tatsächlich nur eine optische Sache, also beim Abspielen nicht hörbar, dann ist die Minderung eher gering, aber es resultiert trotzdem eine gewisse Abstufung, weil es ja sichtbare Gebrauchsspuren sind.

 

Weitere Informationen:

- s. dz. "Kratzer", "Grading", "Zustandsbewertung"

- zum Thema "Hairline vs. Kratzer" habe ich etwas in meinem Pflege-Lexikon geschrieben: Hairline

 

( Index / Abkürzungen)



 

Half Speed 

Mastering 

 

Half Speed Recording

Half-Speed-Mastering: eine Compilation der Zeitschrift Stereoplay "V.A. - Stereoplay Highlights 3" (GER 1982)
Half-Speed-Mastering: eine Compilation der Zeitschrift Stereoplay "V.A. - Stereoplay Highlights 3" (GER 1982)

 

"Half Speed Mastering" / "Half Speed Recording" bei Schallplatten ist ein Verfahren aus der analogen Audiotechnik. Der Schnitt einer Master-Matrize (sozusagen der Vater der späteren Pressmatrizen, die sogenannten Söhne), erfolgt mit der halben Abspielgeschwindigkeit des Mastertapes und der halbierten Umdrehungsgeschwindigkeit der Schneidapparatur (Vinyl Recorder). Das entspricht einer Drehzahl von 16 2/3 [U/min]. Damit ist eine bessere Rillenmodulation (Modellierung der Rille) möglich. Die so hergestellten Spielplatten werden aber mit der üblichen Abspielgeschwindigkeit (s. dz. "RPM") von 33 1/3 [U/min] abgespielt. 

 

Beim Abspielen der Schallplatte führt das "Half Speed Mastering" zu einer Klangverbesserung, insbesondere im Hochtonbereich und reproduziert eine verbesserte räumliche Darstellung (→ "Bühne").

 

Weitere Informationen:

- s. dz. "Audiophile Schallplatten""Pressmatrize", "Pressung""DMM" , "Lackschnitt"

- YouTube Videos: 
   Vinyl-Half-Speed-Mastering und Abbey Road's Master of Half Speed Vinyl Miles Showell Tells All

- Erklärung af der WEB-Page "hifihippo"www.hifihippo.com/blog/half-speed-mastering/

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

Heavy Vinyl

 

Heavy Weight 

 

Das englische Wort "Heavy Vinyl" (dt. schweres Vinyl) beschreibt Schallplatten, die ein höheres Gewicht haben. Normalerweise haben Langspielschallplatten ("LPs") ein Gewicht, das etwa im Bereich von 120-140 Gramm liegt (in Einzelfällen auch mal etwas weniger oder auch mal etwas höher). Steht aber in der Beschreibung "Heavy Vinyl", dann liegt das Schallplatten-Gewicht mindestens bei 180 Gramm, in Ausnahmen sogar bei ca. 200 Gramm. 

 

Das Gewicht einer "Heavy Vinyl" kommt dadurch zustande, dass diese Schallplatten einfach mehr Vinyl-Masse besitzen und somit auch etwas dicker sind.

 

Warum macht man das? Was ist der Vorteil von "Heavy Vinyl"?

Durch mehr Dicke der Schallplatte hat die Schallplatte mehr Formstabilität und liegt etwas satter auf dem Plattenteller, was eine gute Abtastung ermöglicht. Um diese Eigenschaften auch bei "normalen" Schallplatten zu erreichen, kann man eine Plattenklemme (zusätzliches Auflagegewicht) verwenden.  

 

"Heavy-Vinyl"-Schallplatten kommen meist bei "audiophilen Pressungen" zum Einsatz oder wenn es sich um besonders hochwertige "Nachpressungen"  handelt. Audiophile Pressungen haben durch das höheres Gewicht eine geringfügig verbesserte Laufruhe (niedrigeren Störgeräuschpegel) und damit einen verbesserten "Fremdspannungsabstand" / "Rauchabstand" (das sind Fachbegriffe aus der Audio-Technik).

 

Guter Klang bei Schallplatten: Herstellung

Allerdings ist der Effekt einer Klangverbesserung durch den Einsatz einer "Heavy Vinyl" m.E. eher minimal, im Vergleich zu anderen Maßnahmen, die Auswirkung auf den Schallplattenklang haben. Hier muss man den gesamten Entstehungs- und Herstellungs-Prozess betrachten, angefangen von der Technik und Aufnahmequalität im Tonstudio (Klangqualität des Masters), über die Güte des Masterings (Schnitt der Mastermatrize) und letztendlich die Herstellungsqualität im Presswerk (Qualität der Pressmatrizen und der Materialgüte des Vinyls). Ein sehr wichtiger Faktor ist aber auch das Können (Know-How) der involvierten Personen in allen Prozessschritten.

 

Guter Klang bei Schallplatten: Zustand und Klangqualität der Anlage

Die o.g. Aussagen betreffen die gesamte Produktion und Fertigung einer Schallplatte. Jedoch ist auch zu berücksichtigen, welchen Erhaltungszustand die benutzte Schallplatte hat und wie gut die heimische Klangkette ist (angefangen vom Tonabnehmer-System bis hin zur den verwendeten Lautsprechern 

oder Kopfhörer).

 

"Heavy Vinyl"  bzw. "180g" ist ein besonderes Feature der Schallplatte und wird beispielsweise durch einen Cover-Sticker beworben. 

 

Weitere Informationen:

- s. dz. "180g", "Audiophile Schallplatten", "Maxi-Single", "Pressung",  "DMM", "Virgin Vinyl"

 

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Höhenschlag

Schallplatte mit Höhenschlag auf einer Plattenwaschmaschine von Clearaudio.
Schallplatte mit Höhenschlag auf einer Plattenwaschmaschine von Clearaudio.

 

Ein "Höhenschlag" bedeutet, dass die Schallplatte nicht plan ist, d.h. sie hat eine oder auch mehrere Wellen. Dies erkennt man sehr gut, wenn sich der Tonarm bzw. der Tonabnehmer vertikal stetig auf und ab bewegt. Ein extremer Höhenschlag kann sogar zu Springen des Tonabnehmers führen, sodass die Schallplatte u.U. sogar unbrauchbar ist.

 

Mit dem Einsatz von dosierter Wärme besteht die Möglichkeit eine Schallplatte zu glätten (s. dz. in meinem Pflegelexikon: "Höhenschlag", "Schallplattenbügler").

 

Weiterführende Informationen:

- s. dz. "slt wrp (slight warp)", "Seitenschlag"

 

( Index / Abkürzungen)



 

  

 Hülle 

3 Hüllentypen: Schutzhülle, Cover, Innenhülle
3 Hüllentypen: Schutzhülle, Cover, Innenhülle

 

Ein Schallplatten-Album hat üblicherweise zwei unterschiedlichen Hüllen: die bedruckte "Außenhülle" (Cover) und eine unbedruckte oder bedruckte "Innenhülle" .

 

Die Außenhülle (Cover) bietet einen gewissen Schutz für die relativ empfindlich Schallplatte, aber die Außenhülle dient auch zur Dokumentation des Albums (z.B. Titel, grafische Darstellungen, Fotos, "Liner Notes" und "Credits"). 
 

Die Aufgabe der "Innenhülle" (engl. "Inner Sleeve")  ist der primär der Schutz der Schallplattenoberfläche. Sie schützt zum einen die Schallplatte vor Schlieren oder Kratzer verursacht durch die Cover-Innenseite und erlaubt zudem die Schallpatte aus dem Cover zu nehmen ohne die Schallplatte zu berühren. Das vermeidet z.B. Fingerabdrücke auf der Rille. Ein bedruckte Innenhülle nennt man im Fachjargon "Original Innersleeve (OIS)".

 

Optional gibt es im Zubehörhandel besondere "Schutzhüllen" sowohl für das Cover als auch für die Schallplatte (s. dz. "Japanhülle""Master-Sleeves""Polylined Innersleeve").

 

Weiterführende Informationen:

- s. dz. die folgenden Begriffe:

"Cover", "Außenhülle", "Innenhülle", "OIS (Original Inner  Sleeve)", "Schutzhülle", "Master-Sleeves", "Inlay" und "Polylined Innersleeve", "Japanhülle"

 

( Index / Abkürzungen)



(Ende)