EcoRecord, Edge Wear (EW), Edition, Einlaufrille, Einschub, Embossed Cover, Endlosrille,
Erstpressung / (First Press), Etikett / (Label), Etched / Etching, Etched Matrix, Excellent (EX), Extended Play (EP)
EcoRecord
Eco-Record

"EcoRecord" ist relativer neuer Begriff und zudem ein geschützter Markenbegriff des Presswerks "Sonopress" aus Gütersloh (eine Tochter der Bertelsmann-Gruppe).
"EcoRecords" ist der Hinweis auf eine energie-reduzierte Herstellung von Schallplatten aus recycelten PET (PolyethylEnterephtalaT), an Stelle des üblich verwendeten PVCs (PolyVinylChlorid). Aus ca. neun recycelte PET-Flaschen kann man eine 140g-Langspielplatte (12"-LP) herstellen.
Die deutsche "Sonopress", zusammen mit dem niederländischen Presswerk "Green Vinyl Records", ist der Vorreiter in Sachen Schallplatten-Herstellung aus "Bioplastic" ;
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Edge Wear
EW

"Edge Wear" (dt. "Kantenabrieb") ist ein Hinweis, dass die Cover-Kanten sichtbare Gebrauchsspuren aufweisen, z.B. durch "Abrieb" oder durch sonstige Beschädigungen, wie Laminateinrisse. "Edge Wear" sind typische Gebrauchsspuren bei älteren Covern, meist stark ausgeprägt an der unteren Kante, an den Ecken und oft auch am Einschub.
Weitere Informationen:
s. dz. "Abrieb", "Edge Wear", "Kantenabrieb", "RW (Ring Wear)"
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Edition
Besondere
Ausgabe

Der Begriff "Edition" beschreibt eine besondere Ausgabe (Version) eines Schallplatten-Albums, beispielsweise eine "Limited Edition", "Deluxe Edition", "Club-Edition" oder auch eine Jubiläumsausgabe (engl. "Anniversary Edition").
Andere Arten der Veröffentlichung, neben einer "Edition", ist die "Erstpressung" (First Press) und die "Wiederveröffentlichung" (Reissue).
Beispiele von Editionen:
- 50th Anniversary Edition: "Ash Ra Tempel - Schwingungen" (GER 2021)
- Club-Edition: "Barkley James Harvest - XII" (GER 1978)
- Limited Edition: "Schiller - Morgenstund" (1st., GER, 2019)
Weitere Informationen:
- s. dz. "Club-Edition", "Limited Edition", "Deluxe Edition", "Anniversary Edition"
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Einlaufrille

Die "Einlaufrille" ist der Anfangsbereich der Schallplatte bzw. der Beginn der Plattenrille, dort wo zum Start die Abtastnadel aufgesetzt wird. Dieser Rillenbereich hat zunächst für wenige Sekunden kein Tonsignal und geht dann über in den Rillenbereich mit der Tonwiedergabe.
Die Schallplatten haben im Einlaufbereich ganz außen einen kleinen Wulst, damit beim Aufsetzen des Tonabnehmers, die Abtastnadel nicht nach Außen abrutschen kann.
Gimmick: Es gibt außergewöhnliche Schallplatten, die habe mehrere Einlaufrillen. Durch das Zufallsprinzip läuft die Abtastnadel in eine der Einlaufrille und dann wird ein bestimmter Musiktitel abgespielt. Bei diesen Gimmick-Schallplatte wurden mehrere parallele Tonrillen auf eine Seite geschnitten.
Weitere Informationen.
- s. dz. "Rille, "Auslaufrille", "Leerrille", "Endlosrille", "Schallplatte"
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Einschub
Der "Einschub" (Cover-Einschub) befindet sich an der Vorderseite rechts am Cover, in seltenen Fällen auch mal an der oberen Kante. Den Einschub an der Oberkante findet man bei einigen "Maxis". Hier wird die Schallplatte bzw. die Innenhülle herausgezogen und auch wieder zur Verwahrung der Schallplatte eingeschoben.
Die Kanten des Einschubs sind relativ empfindlich, daher sieht man gerade bei alten Covern in diesem Bereich deutliche Gebrauchsspuren (z.B. ausgebeult, ausgefranst) und in seltenen Fällen ist der Einschub auch etwas eingerissen.
Weitere Informationen:
-s. dz. "Cover", "Gatefold (GAT)", "Tri-fold", "Multi-Gatefold"
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Embossed
Cover
Geprägte
Hülle

Steht in einer Beschreibung der Begriff "Embossed Cover", dann besitzt dieses "Cover" eine Prägung. Das sind Wölbungen, Vertiefungen, quasi ein 3D-Effekte, die mit besonderen Karton-Presstechnik (Stempeln) erzeugt werden.
Diese Art von Prägungen sieht man gelegentlich auf manchen Plattencovern und sind ein Designmittel zur optischen Aufwertung (Gimmick) des "Covers".
Beispiele: Alben mit einem "Embossed Cover"
- "Black Sabbath - Master Of Reality"
- "Grand Funk Railroad - E Pluribus Funk"
- "Alan Parsons Project - Eyes In The Sky"
Weitere Informationen:
- s. dz. "Cover", "Hülle", "Außenhülle"
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Endlosrille

Am Ende jeder Schallplattenrille befindet sich ein Rillenkreis, den man "Endlosrille" nennt. Der Zweck der "Endlosrille" ist der Schutz der Abtastnadel, damit die Nadel nicht am Ende der Rille in das Platten-Etikett (Label) hineinlaufen kann.
Es gibt sogar Gimmicks mit der Endlosrille: zum Ende der Schallplatten läuft die Tonrille in eine bespielte Endlosschleife. Es kann sein, dass beispielsweise immer wieder komplett das letzte Musikstück abgespielt wird,oder wie am Beispiel vom Album "The Beatles - Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band", dort ist am Ende der B-Seite eine Endlosrille mit einer unverständlichen Sprachaufnahme (Kauderwelsch), die immer wieder wiederholt wird.
- s. dz. "Looked Groove", "Einlaufrille", "Rille", "Leerrille", "Auslaufrille", "Schallplatte"
- s. dz. Wikipedia: Endlosrille
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Erstpressung
(First Press)
Erstausgabe

Die erste offizielle Veröffentlichung eines Albums, das im Handel verfügbar war, dass nennt eine "Erstausgabe" oder eine "Erstpressung". Davor oder auch parallel dazu wurden manchmal
sogenannte PROMO-Versionen (inkl. eines Promo-Sheets), die zu Werbezwecken an die Medien (z.B. Radiosender, Verlage, Presse Musikredakteure etc.) ausgegeben wurden.. Das Gegenstück zur Erstpressung ist eine "Repress" (Nachpressung) oder ein "Reissue" (Wiederveröffentlichung).
Die "Erstpressungen" sind bei Sammlern sehr begehrt und haben i.d.R. einen höheren Sammlerwert als die nachfolgenden Wiederveröffentlichungen.
Wird das Album zeitnah 1:1 nachgepresst, dann spricht man von einer Nachpressung ("Repress"). Der Unterschied bei einer "Repress" zur "Erstpressung" ist eine neue Matrix-Nr. und ggf. gibt es minimale Änderungen.
Von vielen erfolgreichen Alben werden in zeitlichen Abständen (abhängig vom Erfolg und Nachfrage) Wiederveröffentlichungen herausgebracht, wobei es durchaus zu deutlichen Abweichungen zur "Erstpressung" kommen kann, beispielsweise ein anders Coverdesign, ein neues Etikett (Label), eine neue Matrix-Nr., ein geänderter Sound ("Remaster") oder ggf. sogar ein "Remix".
Weiterführende Informationen:
- s. dz. Repress", "Reissue", "Remaster", "Remix"
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Etikett
Label
Papieraufleger

Das "Etikett" auf der Schallplatte (auch als "Label" oder "Papieraufleger" bekannt) ist meist aus sehr dünnem Papier und wird bei der Plattenherstellung jeweils auf die Vorder- und auf die Rückseite gepresst. Auf dem Etikett stehen viele Information (z.B."Credits") zur jeweiligen Schallplatten-Seite.
Infos auf dem Etikett
Auf dem Etikett steht normalerweise die Seitenangabe (A-Seite/B-Seite),
die Titel und deren Reihenfolge (oft auch die Spieldauer), die "Katalog-Nummer", oft auch der "Labelcode" (LCxxxx) und die Organisation der Rechteverwaltung (GEMA, BIEM, ...). Im "RIM-Text" (kreisförmiger Text am äußeren Ring) stehen üblicherweise die Copyright Information und manchmal auch Infos zum Plattenverlag und Herstellungsland.
Tipps:
- bei einer nassen Schallplattenreinigung am besten das Label abdecken, ansonst können Wasserflecken entstehen, die nicht mehr weggehen.
- Reparaturen am Aufdruck (z.B. Abriss, Entfernen einer Beschriftung u.ä. ) sind so gut wie unmöglich,
weil das Etikettenpapier sehr dünn und dadurch extrem empfindlich ist.
Weitere Informationen:
- s. dz. auch "Plattenlabel", "Labelcode", "RIM-Text"
- in meinem Plattenlexikon gibt es im Kapitel "Schallplatte", den Abschnitt 1.4 "Das Schallplatten-Etikett"
mit vielen Details und Beispielen.
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Etched
Etching

A) Die manuell eingeritzte "Matrix-Nummer" im Auslaufbereich der
Schallplatte. Das Gegenteil ist eine gestanzte (engl. "stamped
matrix") Matrix-Nummer.
B) Ein eingraviertes Artwork auf einer leeren (unbespielten)
Schallplattenseite
Rechtes Foto: Eine "Matrix-Nummer" wird vom "Cutter" in die "Master-Matrize" geritzt (etched). Oft ritzt der "Cutter" auch seine Initialen in den glatten Auslaufbereich und interne Codes zur Matrize.
Seltenes Gimmick (s. unteres Foto):
Bei diesem Album hat sich der Cutter einen Spaß erlaubt und in die Auslaufrille der A-Seite folgenden Text eingeritzt "For Best result play at 25 rpm" (Album "Tangerine Dream - Stratosfear" (1st., UK 1976, Sonopress).
Weiterführende Informationen:
- s. dz. "Matrix-Nummer", "Etched Matrix", "Stamped Matrix", "Cutter"
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Etched
Matrix

Bei den "Matrix-Nummern" im Auslaufbereich der Schallplatten gibt es zwei Varianten. Entweder die "Matrix-Nummer" ist gestanzt (das ist meist der Fall bei den großen Presswerken) oder die "Matrix-Nummer" wurde händisch vom "Cutter" eingeritzt ("etched").
Weiterführende Informationen:
- s. dz. "Matrix-Nummer", "Stamped Matrix", "etched", "Cutter"
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Excellent
E
EX
Very Good Plus
VG+

Bewertungsstufe
"Excellent (EX)" bzw."Very Good Plus (VG+)" sind deckungsgleich! Diese Bewertungsstufe wird gewählt für gebrauchte aber sehr gut erhaltene Schallplatten-Alben. Ein mit "EX/VG+" bewertetes Album sollte im Zustand etwas unterhalb von "NEAR MINT (NM)" eingestuft sein (Details s.u.).
Üblicherweise wird die Schallplatte und das zughörige Cover separat bewertet, weil der Zustand von Schallplatte und dem Cover u.U. deutlich voneinander abweichen kann. Die Durchführung einer Einstufung nennt man in der Schallplatten-Branche "Grading".
Beschreibung "EX / (VG+)"
Das Album hat einen sehr guten Zustand, jedoch schon etwas unterhalb von neuwertig.
LP: Gebrauchsspuren dürfen minimal vorkommen, d.h. der optische und akustische Zustand der Schallplatte ist sehr gut, aber wiederum
nicht ganz makellos, nur minimale Nebengeräusche sollten vorkommen.
Cover: Die Ecken, Kanten und der Einschub dürfen nur sehr wenige Gebrauchspuren aufweisen. Die Coveroberfläche muss intakt sein (vgl. dz. "NEAR MINT (NM)" und "VERY GOOD (VG)").
In der Schallplatten-Branche haben sich diese "Bewertungsstufen" mit den folgenden Kürzeln etabliert:
"STILL SEALED (SS)" → "MINT (M)" → "NEAR MINT (NM)" → "EXCELENT (EX) / VERY GOOD PLUS" → "VERY GOOD (VG)" → "GOOD (G)" → "FAIR / POOR (F/P)". Oftmals werden diese Bewertungsstufen noch zusätzlich durch ein "Plus (+)" verstärkt oder durch ein "Minus (-)" abgeschwächt (vgl. dz. "Bewertungsstufen").
Weitere Informationen:
- s. dz. "Beurteilung", "Bewertungssystem", "Bewertungsstufen", "Grading", "Zustandsbewertung",
"Sammlerwert", "Oldie-Markt", "Goldmine"
- s. dz. meine Seiten "Bewertungssysteme", "Bewertungspraxis", "Wert ermitteln - wie & wo verkaufen"
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Extended Play
EP

Eine "Extended Play (EP)" ist bzgl. der Anzahl der Musikstücke ein Sonderformat. Eine 45iger-Single mit vier Songs gilt ebenso als "EP", wie auch eine 12"-Platte, die z.B. nur 6 Musikstücke beinhaltet. Das eigentlich Kriterium zur Unterscheidung zw. einem Album und einer "Extended Play" ist die Spieldauer (s.u.).
"EPs" sind relativ selten, da sie zumeist rein aus Marketinggründen veröffentlicht wurden und sind daher häufig ein sehr begehrtes Sammlerstück.
Eine "EP" ist eine erweiterte Form der "Single" und "Maxi" bzgl. der Anzahl der Musikstücke und der Spieldauer. Sie ist aber wiederum kein Album im üblichen Sinne. Ein Album besteht ja bekanntlich aus vielen Musikstücken. Die "EP" ist daher ein Zwischenformat zw. einer "Single"" und einer "LP". "EPs" gibt es in den Größen ⌀7", ⌀10" und ⌀12".
Von klein nach groß: "Single" → Maxi"→ "EP" → "LP"
Das Portal discogs.com definiert eine "EP" durch die gesamte Spieldauer von <25 Minuten. Auf Discogs.com sind über 1,5 Millionen "EPs" gelistet (Stand 02/2026).
Weitere Informationen bzgl. "EP":
- s. dz. "Single", "Maxi", "LP"
- Wikipedia: Extended Play
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(Ende)
