A    B    C          G    H    I    J                              X    Z

 



 

   

Papieraufleger
  
Label
  
Etikett
   
Platten-Label
   
Platten-Etikett
Papieraufleger für die Schallplatten-Herstellung (Foto: presswerk.de)
Papieraufleger für die Schallplatten-Herstellung (Foto: presswerk.de)

 

Ein "Papieraufleger"  ist ein Begriff aus dem Fachjargon der Presswerke. Damit ist das Schallplatten-Etikett (Schallplatten-Label) gemeint. 

 

Bei der Schallplattenpressung wird ein "Papieraufleger" auf die Oberseite (A-Seite) und auf die Unterseite (B-Seite) des Vinyl-Klumpen (Puck) gelegt und dann wird mit diesem "Sandwich" die Schallplatte gepresst:  Papieraufleger "A" <--> "Vinyl-Puck" <--> Papieraufleger "B".

 

Die "Papieraufleger" müssen eine definierte Feuchtigkeit sowie eine bestimmte Temperatur haben, damit sich die beiden "Papieraufleger"  beim Pressvorgang optimal mit dem Vinyl verbinden. Deshalb werden die "Papieraufleger" zuvor in einem Ofen für den Pressvorgang vorbereitet. Die erforderliche Feuchte und Temperatur ist zudem abhängig von der jeweiligen Umgebungsbedingung (Jahreszeit). 

 

Weitere Informationen:

- s. dz. "Label", "Etikett", "Presswerk"

 

( Index / Abkürzungen)



 

  

Picture Disc

 

PD

"CURVED AIR - AIRCONDITIONING" (USA 1970), eine der ersten "Picture Discs".
"CURVED AIR - AIRCONDITIONING" (USA 1970), eine der ersten "Picture Discs".

 

Eine "Picture Disc" ist ein Schallplatten-Sonderformat (Gimmick). Unterhalb der durchsichtigen Rillenoberfläche befindet sich ein Foto oder eine Grafik. Zu beachten ist, dass manche "Picture Discs" eine etwas schlechtere Tonqualität haben als einen "normale" Schallplatte haben, zudem gibt es im Bereich der "Picture Discs" sehr viele Fälschungen, d.h. nicht genehmigte Ausgaben (s. dz. "Counterfeits", "Raubkopien").

 

"Picture Discs" gibt es in allen gängigen Formaten (⌀ 12, 10, 7-Zoll). Eine weitere Gattung der Picture Disc ist die sogenannte "Shape Disc". Das sind Schallplatten, die auch eine Grafik unter der Rillenoberfläche haben, sie sind aber nicht rund, sondern haben einen unregelmäßigen Form, d.h. es sind Umrisse der abgebildeten Gegenständen, z.B. den Umriss eines Musikinstruments, genau passend zur Grafik.

 

Zu den "Picture Discs" zählet man auch Schallplatten mit einem Zeotrop-Effekt (s. dz. "Zeotrop").
Bei der Rotation der Schallplatte entstehen auf der Oberflache bewegende Bilder. 

 

Weitere Informationen:

- s. dz. "Shape Disc", "Zeotrop", "Gimmick", "Counterfeits", "Raubkopien"

- s. dz. Wikipedia: Picture Disc

 

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 Pitman

Press

 

Pitman

-Pressung

Discogs-Eintrag: Pitman Pressung - "Jethro Tull - Aqualung" (USA 1971)
Discogs-Eintrag: Pitman Pressung - "Jethro Tull - Aqualung" (USA 1971)

"Pitman" war ein Schallplatten-Presswerk von Columbia Records (CBS) in Pitman/New Jersey (USA). Es wurde aber 1986 geschlossen. Die Schallplatten waren bzw. sind heute immer noch gefragt, wegen der ausgezeichneten Pressqualität. Daher werden Schallplatten aus diesem Presswerk bei Sammlern und Händlern als "Pitman Pressing" gekennzeichnet; mehr Details zum Pitmann-Presswerk gibt es auf discogs.com: Pitman Pressing Plant.  

 

Beispiele weiterer Presswerke aus den USA: RTI, Terre Haute, Santa Maria, Winchester, Jacksonville, Pinkneyville  Los Angeles, Scranton

 

Weitere Informationen:

- s. dz. "RTI-Press (-Pressung)", "Presswerk(e)", "Pressung"

 

( Index / Abkürzungen)



 

  

Plattenbürste

Ziegenhaar-Bürste
Ziegenhaar-Bürste

 

Zur Schallplattenreinigung bietet der Zubehörhandel spezielle Bürsten an. Je nach Anwendung sind diese Bürsten mit unterschiedlichen, sehr feinen Borsten ausgestattet. Die Borsten können aus extrem dünnen Carbon (Kohlefaser) gefertigt sein, ebenso aus Ziegenhaar oder auch aus angespitzter Kunstfaser. 

 

Plattenbürsten gibt es zur trockenen Reinigung und auch zur Beseitigung von elektrostatischer Aufladung. Anderen Modell habe etwas stärkere Borsten und eignen sich daher zur Plattenreinigung mit Flüssigkeiten.

 

Mehr Infos zu den unterschiedlichen Plattenbürsten findet man in meinem Pflegelexikon: Bürsten.

 

( Index / Abkürzungen)



 

   

Plattenlabel 

 

Etikett

 

Papieraufleger

Etikett einer Deutschen Pressung von "Jimi Hendrix - Bold As Love" (RE, GER 1980)
Etikett einer Deutschen Pressung von "Jimi Hendrix - Bold As Love" (RE, GER 1980)

 

Der Begriff "Plattenlabel" ist nicht eindeutig, denn bei der Verwendung des Begriffs kann das runde Etikett (engl. "Label") auf der Schallplatte gemeint sein oder es beschreibt ein "Musiklabel" (Plattenfirma, Musikverlag, Medienverlag), das die Tonträger und gestreamte Musik veröffentlicht. Oftmals wird der Begriff  "Plattenlabel" auch in einer  kurzen Variante verwendet, einfach nur mit "Label". 

 

Plattenlabel: Etikett auf der Schallplatte 

Das Plattenlabel auf der Schallplatte ist meist aus sehr dünnem Papier, das bei der Plattenherstellung im Presswerk auf der Vorder- und Rückseite aufgebracht wird. Auf den Etiketten stehen viele Information zur Schallplatte (s. Foto).

 

Weitere Informationen

- s. dz. "Plattenlabel""Etikett", "Papieraufleger"

- s. dz. in meinem Platten-Lexikon das Kapitel "Die Schallplatte",  dort das Kapitel 1.4 "Das Schallplatten-Etikett"

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

Plattenlabel 

(Musiklabel)

Logos deutscher Plattenlabels, die Krautrockbands unter Vertrag hatten. Diese Labels existieren heute nicht mehr.
Logos deutscher Plattenlabels, die Krautrockbands unter Vertrag hatten. Diese Labels existieren heute nicht mehr.

 

Der Begriff "Plattenlabel" ist nicht eindeutig, denn bei der Verwendung des Begriffs kann das runde Etikett (engl. "Label") der Schallplatte gemeint sein oder es beschreibt ein 

"Musiklabel"  (Plattenfirma, Musikverlag, Medienverlag), das Tonträger und Musikstreams veröffentlicht. Oftmals wird der Begriff "Plattenlabel"  einfach nur in seiner Kurzform "Label" verwendet. 

 

Plattenlabel: Musiklabel/Musikverlag/Plattenfirma

Die Plattenlabels (dieser Begriff ist eigentlich veraltet) sind ein Teil der Musikindustrie und sind das Bindeglied zwischen den Künstlern, den Tonstudios, Grafik-Agenturen, den Presswerken und dem Verkauf.

 

Die vielen Plattenlabels die es gibt oder auch gab, werden von den Fachleuten in mehrere Kategorien unterteilt: das "Major-Label", das "Sub-Label" (Tochtergesellschaft), das "Parent-Label" (Muttergesellschaft), das "Interpendent-Label"  (Indie-Label, selbständiges Musiklabel) und das "Budget-Label" (Vertrieb preisgünstiger Tonträger) . Die klassischen Aufgabengebiete sind z.B. Künstler-Rekrutierung, Betreuung, Sponsoring, Vertragsmanagement, Musikproduktion, Promotion & Marketing, Vertrieb, Rechteverwaltung, Tour-Management.

 

Weitere Informationen:

- s. dz. "Major-Label", "Indie-Label""Privat-Pressung", "not-on-label""self-released"

- viele Details zu Musiklabels und dessen Aufgabengebiete steht in Wikipedia: Musiklabel

- hier die Liste der Deutschen Musiklabels in Wikipedia: Deutsche Musiklabels

- eine internationale Übersicht der Musiklabels gibt es ebenfalls auf Wikipedia:
    Liste der nationalen und Internationalen Musiklabels 

 

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Plattenladen

Blick in den Plattenladen RILLE23 in Bad Dürkheim (www.schatztruhe-pfalz.de)
Blick in den Plattenladen RILLE23 in Bad Dürkheim (www.schatztruhe-pfalz.de)

 

In vielen deutschen Großstädten, aber auch in einigen kleineren Städten (s. Foto), gibt es heutzutage immer noch (oder wieder neu) Plattenläden. Deutschlands ältester Plattenladen war "Die Schallplatte"  in Duisburg, der nach 70 Jahren im Jahr 2025 leider geschlossen wurde, weil der Betreiber verstorben war.  

 

Der Plattenladen mit der weltweit größten Verkaufsfläche ist das CONCERTO in Amsterdam. 

 

Wo finde ich Plattenläden?
→ bitte hier nachschauen: "Börse/Händler (Plattenläden & Online)"

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

 

Plattenwasch-maschine

 

 PWM

 

 

(1) Pro-Ject VC-E2 - (2) Nessie Vinylcleaner - (3) Gläss Audio Desk - (4) Clearaudio Double Matrix Professional Sonic
(1) Pro-Ject VC-E2 - (2) Nessie Vinylcleaner - (3) Gläss Audio Desk - (4) Clearaudio Double Matrix Professional Sonic

 

"PWM" ist die Abkürzung für eine 

"PlattenWaschMaschine"  (engl. "Record Cleaning Machine (RCM)"). 

"Plattenwaschmaschinen" sind besondere Reinigungsgeräte, die speziell für die Reinigung von Vinyl-Schallplatten konzipiert wurden. Diese Geräte gibt es in diversen Varianten bezogen auf die implementierte Reinigungstechnik und der Automation. Demzufolge sind diese Geräte unterschiedlich teuer. Die Preisspanne beginnt bei ca. 100€ und für HighEnd-Geräte muss man bis zu 4.500€ hinblättern. 

 

Bezüglich der Bedienung lassen sich die Geräte in drei Kategorien unterteilen: 
A) manuell betriebene Reinigungsgeräte

B) halbautomatische Geräte

C) vollautomatische Geräte

 

Bezüglich der eingesetzten Reinigungstechnik gibt es wiederum drei Gruppen: 

A) Fadensauger; Fadensauger waren in die ersten Plattenwaschmaschinen und wurden in England entwickelt. Es gibt aber meines Wissens weltweit nur noch einen Hersteller der Fadensauger anbietet. 

B) Halbautomatische Drehtellermaschinen (Reinigung mit Flüssigkeit, Bürsten, Handkurbel oder elektrischen Drehteller); diese Geräte gibt es schon viele Jahre und es wurden in den letzten Jahren einige neue Geräte präsentiert.

C) Geräte mit Ultraschalltechnik; in dieser Kategorie gab es in den letzten Jahren einige Neuvorstellungen.

Sehr beliebt sind in dieser Kategorie sind 6-Liter-Labortischgeräte mit einem aufgesetzten Antrieb.

 

Beispielhaft hier einige Plattenwaschmaschinen:

- mechanische Reinigungsgeräte

- Reinigungsgeräte mit Ultraschallbad

 

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Polylined 

Innersleeve

 

(Innenhülle)

weiße "polylined" Papier-Innenhülle für 7"-Singles
weiße "polylined" Papier-Innenhülle für 7"-Singles

 

"Polylined Innersleeve" sind gefütterte InnenhüllenPolylined kommt von engl. Polypropylene bzw. dt. Polypropylen.

 

Diese  Innenhülle ist zum Schutz der Schallplatte innen zusätzlich mit einer Folietasche ausgekleidet. Dieses Innenfutter dient zur Reduzierung der Schlierenbildung (sogenannte "Hairlines") und reduziert zudem die statische Aufladung der Schallplatte.

 

Weitere Informationen:

- s. dz."Innenhülle", "Mastersleeve", "Inlay", "Hülle", "Hairlines"

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

PolyVinylChlorid

 

 PVC

Ein erwärmter PVC-Klumpen (Presspuck) in einer Plattenpresse, kurz vor dem Pressvorgang
Ein erwärmter PVC-Klumpen (Presspuck) in einer Plattenpresse, kurz vor dem Pressvorgang

 

Aus "PVC" (Polyvinylchlorid --> "Vinyl") werden die Schallplatten hergestellt. Das Ausgangsmaterial ist eigentlich klar, transparent, aber das verwendete Vinyl-Granulat wird eingefärbt - standardmäßig ist das die Farbe schwarz.

Aber Vinyl-Schallplatten müssen nicht zwangsläufig schwarz sein. Durch die Zugabe von Farben und farbigen Vinyl-Granulat-Mischungen lassen sich farbige Schallplatten oder sogar bunte, mit verschiedenen Farbeffekten erzeugte Schallplatten herstellen. 

 

Ein Presspuck (Vinylklumpen), aus dem eine Schallplatte hergestellt wird (Beispiel s. Foto), besteht nicht zu 100% aus reinem PVC, sondern in den Presswerken werden noch andere Stoffe beigemischt (z.B. u.a. auch geringe Prozentanteile von recycelten Schallplatten). Welche Bestandteile das sind, dass ist natürlich ein Betriebsgeheimnis der Presswerke. 

 

In den Anfangszeiten der Schallplatten wurden diese noch nicht aus Vinyl hergestellt, sondern aus "Schellack." 

 

Weitere Informationen:

- s.dz. "Vinyl", "Presswerk", "Pressung" , "Schellackplatte", "Farbiges Vinyl"

- s. dz. "Colored Vinyl", "Marbled Vinyl", "Virgin Vinyl", "ReVinyl""Bio-Vinyl""Schellack

- Wikipedia: Polyvinylchlorid

 

( Index / Abkürzungen)



  

 

 Pop-up

Cover

Pop-up Cover: "Jethto Tull - Stand Up" (Foto: discogs.com)
Pop-up Cover: "Jethto Tull - Stand Up" (Foto: discogs.com)

 

Ein seltene Ausführung eines Gimmick-Cover ist das "Pop-Up-Cover". Klappt man dieses auf, so entfaltet sich eine Grafik (dieses Gimmick gibt es auch bei manchen Glückwunschkarten). 

 

Beispiel eines "Pop-up-Cover"

Jethro Tull - Stand up" (RE, GER 1973)

 

Weitere Informationen:

s. dz. "Gimmick-Cover (GC)"

 

( Index / Abkürzungen)



  

 

 Poster

Poster vom Album "V.A.- THINK - Pop Progress `71" (GER 1971, Ariola 85 164 XT)
Poster vom Album "V.A.- THINK - Pop Progress `71" (GER 1971, Ariola 85 164 XT)

 

Eine Zeitlang (60er, 70er, 80er) war es sehr populär den Schallplatten-Album als Besonderheit ein Poster beizufügen. Manchmal recht klein, vielleicht gerade mal die 2-fache Covergröße oder auch schon mal ein sehr großes Faltposter mit der 6-fachen Covergröße (Beispiel s Foto). Gelegentlich wurde mit einem Sticker auf dem "Cover" auf die besondere Beilage hingewiesen (z.B. ein ticker mit der Aufschrift "Mit Poster!").

 

Oftmals sind "Poster" als Beilage bei besonderen "Boxsets"  mit dabei (s. "Deluxe Edition" "Limited Edition", "Anniversary Edition"). 

  

Weitere Informationen:

 s. dz. "Beilagen/Beileger"

 

( Index / Abkürzungen)



  

 

 Pressfehler

Vinyl-Blasen auf der Schallplatten-Oberfläche
Vinyl-Blasen auf der Schallplatten-Oberfläche

 

Ein "Pressfehler" ist ein Fehler bei der Herstellung der Schallplatte. Das können Materialfehler sein, Rillenschäden durch Tropfen, Blasen oder Schmutzpartikel. Diese Fehler sind permanent und können durch eine Reinigung nicht entfernt werden. Bei einem Neukauf kann man das reklamieren, denn es ist ein Fabrikationsfehler. 

 

"Pressfehler" können auch durch logische Fehler verursacht sein; Details dazu stehen im Begriff "Fehlpressung". 

 

Weitere Informationen:

 s. dz. "Fehlpressung", "Misprint"

 

( Index / Abkürzungen)



  

 

Pressmatrize

 

(Stamper)

 

(Press shell) 

Pressmatrize vorbereitet zur Pressung einer blauen Schallplatte mit aufgelegten Label und Puck.
Pressmatrize vorbereitet zur Pressung einer blauen Schallplatte mit aufgelegten Label und Puck.

 

Zur Herstellung (Pressung) einer Schallplatte benötigt man zwei "Pressmatrizen" (engl. "Stamper" oder "Press Shell"), jeweils eine Matrize für die A-Seite und eine für die B-Seite. Mit den Pressmatrizen wird die gesamte Oberflächen-Struktur (Einlaufrille, Tonrillen, Auslaufrille, Matrix-Nummer und Etikett) in das zuvor erhitze Vinyl gepresst. Während der Nutzungsdauer verschleißen die Pressmatrizen und müssen ersetzt werden.

 

Die "Pressmatrizen" heißen im Fachjargon "Söhne", weil viele "Söhne" (Kopien) von einer sogenannten "Mutter" (Muttermatrize) erzeugt werden. 

 

Hintergrundinfo:

Gepresst werden die Schallplatten aus einem Vinylklumpen (Vinylkuchen) mit einer Temperatur von ca. 150-180 ℃ und einem Pressdruck von ca. 80-100 kg/cm2. 
  

Weitere Informationen:

- s. dz. "Stamper", "Presswerk(e)", "Pressung"

- s. dz. in meinem Platten-Lexikon das Kap.9 "Herstellung"

- YouTube-Video über den gesamten Herstellungsprozess einer Schallplatte im koreanischen
   Presswerk MCMP: www.youtube.com/watch?v=QILcjT7dFdE  

 

( Index / Abkürzungen)



 

  

Pressung

Herstellung einer Schallplatte: die Pressung
Herstellung einer Schallplatte: die Pressung

 

Im Fachjargon meint man damit eine bestimmte Version 

eines Plattenalbums. Das kann die "Erstpressung" sein,

eine "Nachpressung", eine "Wiederveröffentlichung " (Reissue) oder eine "audiophile Pressung". Der Begriff

"Pressung"  bezieht sich auf den Umstand, dass Schallplatten bei der Herstellung gepresst werden (s. o. "Stamper", "Pressmatritze").

 

Die Klangqualität einer Pressung hängt von verschieden Faktoren ab, z.B. von der Klangqualität des Master-Tape, Qualität der Urmatrize (Cut), Qualität der Pressmatrize (neu oder bereits abgenutzt) und der Qualität des verwendeten Vinyls. Natürlich auch vom konkreten Erhaltungszustand des vorliegenden Exemplars.

 

Welchen Sammlerwert hat eine Pressung? 

Wie man eine Pressung (Schallplatten-Album) analysiert und bewertet, dies erkläre ich im Detail auf meiner Homepage-Seite "Wert ermitteln. Wie und Wo verkaufen"

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

 Presswerk(e)

Bsp.: Firmenschild des PALLAS-Presswerk in Dieholz
Bsp.: Firmenschild des PALLAS-Presswerk in Dieholz

 

Mit "Presswerk" bezeichnet man die Hersteller von Schallplatten. Presswerk deshalb, weil die Schallplatten aus PVC oder Bioplastic gepresst werden. Weltweit gib es ca. 200 Presswerke.  

Die Vinylbranche ist in den zwei Industrieverbänden, der  VRMA (Vinyl Record Manufaturers Association) und der VA (Vinyl Alliance), zusammengeschlossen. Die Branchenkonferenz heißt "Making Vinyl".

 

Der größte Hersteller der Welt ist GZ-Media  aus Mittel-Böhmen mit diversen Töchterfirmen im Ausland. Die Jahresproduktion Betrug in 2021 bei 51 Millionen Schallplatten. Circa jede 4. neu hergestellte Schallplatte stammt aus einem der Presswerke von GZ-Media!

 

Hier der deutschsprachige Radio-Bericht von "Radio Prag International" zu GZ-Media (11/2022):

 https://deutsch.radio.cz/vinyl-aus-mittelboehmen-gz-media-ist-der-weltgroesste-hersteller-von-8767795

 

Weiterführende Informationen:

- s. dz. "Pressung", "Press-Matrize""Mutterstecher", "Cutter" 

- s. dz. Video von "AZCD Media"  Platten- u. Cover-Herstellung: www.youtube.com/watch?v=8GAjL0EIPAM 

- s. dz. Kurzvideo: vom Schnitt zur fertigen Schallplatte: www.youtube.com/shorts/j2GYQqcDeIU

 

Beispiele: div. Homepages verschiedener nationaler und internationaler Presswerke

- Internationales Presswerk-Verzeichnis: https://vinyl-pressing-plants.com

 

EU:

- AZCD Media (Dusburg): www.azcd.eu

- Duophonic (Augsburg): https://duophonic.de

- GZ-Media (CZ):  Home GZ Vinyl & www.gzmedia.com

- MY45 (Ergolding/Landshut): https://my45.de

- Optimal-Media (Röbel a.d. Müritz): www.optimal-media.com

- Pallas (Diepholz): www.pallasgroup.de/de/

- Presswerk (München): www.presswerk.de

- Randmuzik (Leipzig): www.randmuzik.de 

- Sonopress (Gütersloh): www.sonopress.de

 

außerhalb der  EU:

- The Vinyl Factory (UK): www.thevinylfactory.com/plant

- Third Man Record (USA): www.thirdmanpressing.com

- Artikel Presswerk "Microforum" (CAN): torontolife.com/culture/microforum-vinyl-pressing-plant-toronto

- Zenith Records (Australien): https://zenithrecords.org

- IMPress Vinyl (Australien): https://vinylpressing.com.au

- RTI (USA): www.recordtech.com

- QPR (USA): www.qualityrecordpressings.com

- MCMP - MACHANG Music & Pictures (Südkorea): https://www.mcmp.co.kr/en/factory

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

Price Tag
Preisschild
Auswahl an Preisschilder und Aufkleber die ich entfernt habe
Auswahl an Preisschilder und Aufkleber die ich entfernt habe

 

Der Hinweis "Price Tag" ist ein Hinweis auf ein aufgeklebtes Preisschild auf dem Cover. 

 

Früher wurden häufig in den Plattenläden die Platten ausgepackt auf das Cover wurde ein Preisschild aufgeklebt.  Bei älteren Covern, insbesondere bei nicht-laminierten Covern, entsteht die Gefahr eines Cover-Abriss, wenn man das Preisschild abreißt (Es gibt aber ein paar Tricks, wie man 

Preisschilder entfernen kann, ohne das Cover zu beschädigen: klick HIER).

 

Heutzutage sind die Schallplatten-Alben in Schrumpffolie

eingeschweißt und die Aufkleber und Preisschilder sind außen auf der Folie und nicht direkt auf dem Cover aufgeklebt.  

 

Weitere Informationen:

- s. dz. "Abriss", "Tear", "Shrink-warp"

 

( Index / Abkürzungen)



 

 

Privat-

pressung
Private
Press
Cover-Rückseite des Albums "Happy Jacks - Happy Jacks" (GER 1993)
Cover-Rückseite des Albums "Happy Jacks - Happy Jacks" (GER 1993)

 

Es gibt eine Vielzahl an "Privatpressungen" (engl. "private press" oder "self-released"). Diese Alben erkennt ein versierter Sammler an diversen Besonderheiten, z.B. es ist kein bekanntes Logo eines großen Plattenverlags/Label vorhanden. Auf der Rückseite sind oft Privatadressen angegeben. Die Syntax der Katalog-Nummer weicht ab von der Syntax großer Labels. Das Plattenetikett ist relativ einfach gestaltet. Meist waren der Künstler oder die Band nur regional bekannt. Dementsprechend wurden die Alben in einer kleinen Stückzahl hergestellt. Am Sammlermarkt variieren die Preise extrem stark, meist in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit auf dem Plattenmarkt.   

 

Beispiele von Privatpressungen:

- "Happy Jacks - Happy Jacks" (GER 1993, Auflage 500 Stk.)

- "Styff Nack - Sundial" (GER 1978)

- "Purple Haze - A Serious Pipline" (GER 1980)

 

Weitere Informationen:

- s. dz. auch "not on label", "self-released"

 

( Index / Abkürzungen)



 

  

Promotion Copy

 

Promo

Promo-Single "Fred Banana Combo - Yesterday" (GER 1980)
Promo-Single "Fred Banana Combo - Yesterday" (GER 1980)

 

Promo: "Promotion Copy" oder "Promotional Release" ist ein sogenanntes "Musterexemplar" oder auch "Werbeexemplar". Promos sind Schallplatten, die an Radio-Sender, Musikredakteure, DJs usw. zu Werbezwecke verteilt wurden. Diese Alben haben Abweichungen von der offiziellen Veröffentlichung. Die Cover können z.B. in einer andern Farbvariante gedruckt sein und irgendwo auf dem Cover oder dem Plattenetikett steht der Vermerk "unverkäufliche Musterplatte " oder "sample copy  - not for sale". Manchmal sind  die Plattenetiketten auch nur in schwarz/weiß gedruckt.  

 

"Promos" bzw. Promo-Alben sind sehr selten und sind im Falle von populären Alben oftmals begehrte und damit auch sehr teure Sammlerstücke, z.B. ist die Promo-Ausgabe vom sogenannten "Black-Album" von Prince (klick HIER) ist eines der teuersten Schallplattenalben, die jemals auf discogs.com verkauft wurden. 

 

Weitere Informationen:

- s. dz. "Promo Sheet""Musterplatte"

 

(---> zurück zum Index)



 

  

Promo Sheet

 Promo Sheet zum Album: "David Bowie - Let's Dance" (1st., EU 1983)
Promo Sheet zum Album: "David Bowie - Let's Dance" (1st., EU 1983)

 

Den Promo-Platten (s.o.) wurden damals u.a. an Radiostationen und an Redaktionen von Musikzeitschriften geschickt. Oftmals wurde ein "Promo Sheet" beigelegt, um das Album mit zusätzlichen Informationen zu bewerben. 

 

Bsp.:

EMI-ELECTROLA Platten-Report von 04/1983 zu "David Bowie - Let's Dance"  (1st., EU 1983)

 

Weiterführende Informationen:

- s. dz. "Promo", "Musterplatte"

(---> zurück zum Index)



 

  

Puck

 

Der Name "Puck" hat in der Schallplatte-Welt zwei Bedeutungen: 

A) Puck: ein Vinyl-Klumpen (Biskuit) der in einer Pressmaschine zu einer Schallplatte gepresst wird (s. dz. "PVC"); Beispiel s. Foto.

 

B) Puck: ein "Single-Adapter" für einen Plattenspieler zum Abspielen einer "7"-Single" (45er) mit großer Ausstanzung ("Dinked Center"); Beispiel s. Foto.

 

Weitere Informationen:

- s. dz. "Single-Adapter", "Dinked Center", "Die-cut Adapter",

"Push-out Center", "7"-Single"

 

( Index / Abkürzungen)



 

  

Punch Hole

 

PH

PH mit Lochstanzer ("Dinker") in Single / Plattencover mit PH oben rechts
PH mit Lochstanzer ("Dinker") in Single / Plattencover mit PH oben rechts

 

"Punch Hole (PH)" ist ein gestanztes Loch entweder

a) am "Cover" oder

b) bei einer  "7"-Single" (45er).  

 

a) "Punch Hole" beim Cover

In der Blütezeit der Schallplatte war ein "Punch Hole" am Cover/Außenhülle eine beabsichtigte Markierung. Dadurch durfte ein Plattenhändler das Album zu einem reduzierten Listenpreis im Sonderverkauf anbieten; mehr Details siehe bei "Cut-out (CO, C/O)"  und "Cout-out Hole (COH)".

 

b) "Punch Hole" bei einer 7"-Single (s. Foto)
Wird bei einer Verkaufsanzeige einer Single ein "Punch Hole"  angegeben, so wurde hier das "Push-out Center"  entfernt, d.h. die Single hat ein großes Mittelloch (⌀38,1mm) im Gegensatz zur Originalversion.

Ein weiterer, aber sehr seltener Spezialfall ist, wenn die Single im Originalzustand eigentlich ein kleines Mittelloch hat (⌀7,2mm) aber es wurde nachträglich mit einer Lochstanze ein großes Mittelloch (⌀38,1mm) geschnitten. Im englischen Sprachraum nennt man solch eine Lochstanze "Dinker" und daher nennt man das große Mitteloch bei einer "7"-Single" auch "Dinked Center" (dt. ausgestanztes Mittelloch).

 

Weitere Informationen:

- bzgl. Cover: s. dz. "Cut-out (CO, C/O)"  und "Cout-out Hole (COH)", "Cover", "Saw-Mark, Saw-Cut"

- bzgl. Single: s. dz. "Dinked Center", "Die-cut Adapter", "Push-out Center", "Single",

                                      YouTube-Video: "Dinking a Seven Inch Vinyl Record"

 

( Index / Abkürzungen)



  

  

Push-out Center

 

Knock-out

Centre

Push-out Center von der Single "Queen - We Are The Champions / We Will Rock You" (UK 1977)
Push-out Center von der Single "Queen - We Are The Champions / We Will Rock You" (UK 1977)

 

Ein "Push-out Center"  (auch als "Die-cut Adapter (DCA) oder "Knock-out Center"  bekannt) ist das Mittelstück bei manchen Singles, das man herausbrechen kann. 

 

Im hier gezeigten Beispiel einer Single ("Queen - We Are The Champions" (UK 1977) ist das "Push-out Center" lediglich mit vier dünnen Stegen mit der Single verbunden, sodass das "Push-out Center" händisch herausgebrochen werden kann.

 

Das Herausbrechen würde Sinn machen, wenn man beispielsweise die Single in einer "Jukebox" abspielen wollte.

 

Weitere Informationen:

 s. dz. auch die Begriffe "Single-Adapter", "Dinked Center", "Die-cut Adapter (DCA)", "Puck", "PVC"

 

( Index / Abkürzungen)



(Ende)