Kantenabrieb, Katalog-Nummer (Kat-Nr.), Knick/Kink, Knock-out Centre, Kompilation, Konvolut, Konzeptalbum, Kratzer
Kantenabrieb

Schallplatten-Cover die nicht sonderlich gepflegt wurden, haben sehr oft einen "Kantenabrieb". Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Cover aus dünnem Karton gemacht sind und wenn die schmalen Kanten belastet werden, dann entsteht ein relativ hoher Flachendruck. Ist dann auch noch die Gegenseite relativ rau (z.B. ein rauer Regalboden oder Holzkiste), dann schabt die Bodenfläche an der Cover-Kante und es entsteht Abrieb.
Bei sehr alten Covern wird ein Kantenabrieb noch durch das Aufbrechen der "Laminierung" begünstigt, weil durch den UV-Anteil im Licht die Laminierung spröde wird, Blasen bildet und die auch aufplatzen.
Abrieb am Cover bedeutet einen Wertverlust (s. dz. "Grading").
Weitere Informationen:
s. dz. die Begriffe "Abrieb", "EW (Edge Wear)"
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Katalog- Nummer
Kat-Nr.

Die Musikverlage (Labels) vergeben jedem veröffentlichten Album eine Katalog-Nummer. Ein anderer Begriff dafür ist die "Serien-Nummer". Der Aufbau (Syntax) dieser Nummer ist nicht standarisiert, sondern obliegt alleinig dem "Musikverlag" und daher gibt es eine Vielzahl von Variationen, wie sich die Katalog-Nr. zusammensetzt.
Anhand der "Katalog-Nummer" und der "Matrix-Nummer" auf der Schallplatte, kann ein Fachmann die Version, Alter und Herkunft der Schallplatte bestimmen. Letztendlich markiert aber die "Matrix-Nummer" auf der Schallplatte (im Auslaufbereich) um welche Ausgabe/Version es sich handelt.
Die "Katalog-Nummer" befindet sich normalerweise rechts oben auf der Cover-Rückseite oder auch im unteren Bereich der Cover-Rückseite. Manchmal steht die Nummer auch zusätzlich auf dem schmalen Rücken ("Spine"). Gleichzeitig steht die gleiche "Katalog-Nummer" auch auf dem "Platten-Etikett" (Label).
In der Tonträger-Datenbank von discogs.com ist die Katalog-Nummer im Feld "Label" abgespeichert und dient dort den Sammlern und Händlern zur Identifizierung der Album-Version.
Bei aktuellen Vinyl-Alben ist die Katalog-Nummer identisch zur Barcode-Nummer.
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Knick
Kink

Ein Knick (engl. "Kink") an einem Cover sieht man ab und zu. Meist erstrecken sich die Knicke im Bereich der vier Ecken. Das können Transportschäden sein oder ein Cover ist mit einer Ecke heftig auf den Boden gefallen.
Knicke sind Beschädigungen an der Struktur des Kartons, d.h. die Zellstofffasern sind gebrochen und der Aufdruck hat einen Riss. Deshalb lassen sich in den allermeisten Fällen die Knicke nicht beseitigen. Knicke an einem Cover bedeuten für den Sammlerwert, je nach Größe und Sichtbarkeit, eine gewisse Wertminderung.
Sogar bei noch ganz neuen Covern, noch verschweißt(!), da habe ich schon Alben im Verkaufsregal mit Knicken an den Ecken gesehen.
Weiterführende Informationen:
- s. dz. "Kantenabrieb", "Flecken", "Grading", "Zustandsbewertung"
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Kompilation
Compilation
Cmp.

Einzelheiten zum Begriff "Kompilation" gib es im englischen Begriff "Compilation (Cmp)". Dort erkläre ich auch den Unterschied zwischen einer "Compilation" und einem "Sampler".
Mehr Informationen:
- s. dz."Compilation (CMP)", "Sampler"
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Konvolut

Dieser Begriff wird oftmals beim Verkauf einer Sammlung oder von besonderen Zusammenstellungen (z.B. Restposten, Sammlungsauflösung etc.) verwendet.
Der Begriff "Konvolut" ist ein Hinweis auf einen Teil einer Sammlung oder sogar der Hinweis auf eine komplette Sammlung. Ein "Konvolut" kann aber auch eine Zusammenstellung zu einem bestimmten Thema sein, beispielsweise mehrere Alben eines bestimmten Interpreten, Band oder Musikgenre.
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Konzeptalbum

Bei einem "Konzeptalbum" stehen die Musiktitel des Albums in einem thematischen Zusammenhang. Es werden zusammenhängende Gedanken oder eine Geschichte (z.B. wie bei einem Musical) musikalisch umgesetzt. Bei manchen Konzeptalben wird auch das Coverdesign (Cover, Design-Konzept) mit einbezogen, sodass sozusagen die "Software" (Texte, Musik) und die "Hardware" (Tonträger, Cover, Beilage) zusammen ein musikalisches Gesamtkunstwerk darstellen.
Hier einige Beispiele aus meiner Plattensammlung:
-"The Beatles - Stgt. Pepper's Lonely Heart Club Band"
- "Genesis - The Lamb Lies Down On Broadway"
- "David Bowie - The Rise And Fall Of Ziggy Stardust"
- "V.A. - HAIR (Original Broadcast Recording)"
Weitere Informationen:
- s. dz. "Album"
- s. dz. Wikipedia: Konzeptalbum
- s. dz. auf dem Portal "Bonedo": "Ist das Konzeptalbum tot?"
- s. dz. auf dem Portal "esquire": "Die besten Konzeptalben"
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Kratzer

"Kratzer" in der Schallplatten-Oberfläche sind optisch gut sichtbar, sogar mit einem Fingernagel spürbar. Kratzer sind mikroskopisch betrachtet sehr tiefe Riefen und sind eine mechanische Beschädigung der Rille. Kratzer verursachen beim Abspielen ein lautes sich wiederholendes Knacken. Dies ist darauf zurückzuführen, weil die Nadelspitze der Abtastnadel durch einen Kratzer einen Stoß abbekommt und das erzeugt im Tonabnehmer resp. im Audiosignal einen Störimpuls.
In extremen Fällen bleibt die Abtastnadel am Kratzer hängen und springt ggf. aus der Rille - das wäre dann leider ein Totalschaden.
Kratzer lassen sich von einem Laien leider nicht beseitigen! Es gibt nur ganz wenige Spezialisten, z.B. in Presswerken oder in Tonstudios (sogenannte "Cutter"), die in der Lage sind Kratzer zu reparieren. Auf YouTube habe ich Videos gesehen, wo angeblich Kratzer beseitigt wurden. Jedoch waren es Schmutzpartikel, die z.B. mit einem Zahnstocher aus der Rille gekratzt wurden.
Ich kenne eine Goldschmiedin, die ebenfalls in der Lage ist, Kratzer zu reparieren. Allerdings ist so etwas sehr aufwendig und es lohnt sich nur bei absoluten Raritäten. Sollte eine Reparatur glücken, was nicht immer der Fall ist, so muss man immer noch mit kleinen Aussetzern (Drop-Outs) an der Reparaturstelle rechnen, aber die Schallplatte läuft durch.
Beim "Graden" ("Zustandsbewertung") einer zerkratzten Schallplatte, sollte man m.E. eine der untersten (schlechteste) Bewertungsstufen auswählen.
Weitere Informationen:
- s. dz. den Begriff "Hairlines", "Rille", "Zustandsbewertung"
- Beschreibung in meinem Pflege-Lexikon: Kratzer
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