Factory sealed, Fair /Poor (F/P), Farbiges Vinyl (FV), Fehlpressung, Flankenschrift, FLAP / Flap, Flecken, Flexi-Disc,
Flipover (Flip), Fold Out Cover (FOC), Format(e), Foxing, Freebie
Factory sealed

Die Angabe "Factory sealed" oder auch "still sealed" bedeutet, dass das Album noch in Neuzustand ist, denn es ist ja noch in Folie eingeschweißt. Zudem muss die Folie komplett geschlossen sein.
Aber "Factory sealed" bedeutet wiederum nicht, dass das Cover ohne Gebrauchsspuren ist. Beispielsweise kann das Cover durchaus einen Knick, eine beschädigte Kante oder Ecke haben. Auch kann bei älteren Alben der Coveraufdruck schon etwas verblasst oder vergilbt sein - kurzum, mit der Angebe "Factory sealed" ist trotzdem beim Kauf etwas Vorsicht geboten.
Ist die Folie noch ungeöffnet und das Cover in einwandfreiem Zustand, dann kann man es durchaus mit MINT bewerten. Wenn aber minimale Beschädigungen am Cover vorhanden sind (was manchmal der Fall sein kann), dann empfehle ich ggf. eher die Qualitätsstufe NM oder EX+ zu vergeben.
Weitere Informationen:
- s. dz. "sealed / still sealed (ss)", "shrink warp", "Zustandsbewertung"
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Fair
Poor
F/P

Bewertungsstufe
"Fair/Poor" ist nach "GOOD" die niedrigste Bewertungsstufe zur Einstufung des Erhaltungszustands eines Schallplatten-Album (s. dz. "Bewertung"). Üblicherweise werden die Schallplatte und das zughörige Cover separat bewertet, weil der Zustand von Schallplatte und dem Cover u.U. deutlich voneinander abweichen kann. Die Durchführung einer Einstufung nennt man in der Schallplatten-Branche "Grading".
Beschreibung "F"/"P"
"Fair/Poor" bedeutet dass das Schallplatten-Album extreme Gebrauchsspuren und auch Beschädigungen aufweist. Das gilt für die Schallplatte
und auch für das Cover. Beispielsweise hat die Schallplatte Kratzer, ggf. nicht mehr abspielbar und das Cover ist beschädigt, ggf. zerrissen, hat starke Flecken, die Coveroberfläche hat starken Abrieb. Das Album ist eigentlich wertlos!
In der Schallplatten-Branche haben sich diese "Bewertungsstufen" mit den folgenden Kürzeln etabliert:
"STILL SEALED (SS)" → "MINT (M)" → "NEAR MINT (NM)" → "EXCELENT (EX)" → "VERY GOOD (VG)"
→ "GOOD (G)" → "FAIR / POOR (F/P)". Oftmals werden diese Bewertungsstufen noch zusätzlich durch ein "Plus (+)" verstärkt oder durch ein "Minus (-)" abgeschwächt (vgl. dz. "Bewertungsstufen").
Weitere Informationen:
- s. dz. "Beurteilung", "Bewertungssystem", "Bewertungsstufen", "Grading", "Zustandsbewertung",
"Sammlerwert", "Oldie-Markt", "Goldmine"
- s. dz. meine Seiten "Bewertungssysteme", "Bewertungspraxis", "Wert ermitteln - wie & wo verkaufen"
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Farbiges Vinyl
FV

Es muss nicht immer schwarz sein! Das Akronym "FV" (=farbiges Vinyl) zeigt an, dass es sich hierbei um eine farbige Schallplatte handelt. Neben dem standardmäßigen schwarz gibt es Vinyl-Schallplatten in vielen verschieden Farben und sogar in bunten Farbkombinationen (s. auch "Colored Vinyl (CV)").
Farbiges oder buntes Vinyl klingt nicht schlechter als eine schwarze Schallplatte, denn Vinyl ist im Urzustand farblos und wird bei der Herstellung von Schallplatten extra eingefärbt. Daher gibt es auch Schallplatten die durchsichtig sind (Bsp.: "Ike And Tina Turner - Living For The City / Push" (GER, 1986, 12"-Maxi-Single 45 RPM, , yellow neon clear).
Ein große Auswahl an farbigen und bunten Schallplatten findet man auf den Hersteller-Seiten diverser "Presswerke".
Hier einige Beispiele:
- OPTIMAL:MEDIA: optimal-media.com/en/press/vinyl-records-colours-effects/
- GZ-Media: gzmedia.com/vinyl-gallery/
- PALLAS Group: pallasgroup.de/colour-catalogue/
- MY45: my45.de/Vinylfarben_1
- Randmuzik: randmuzik.de/media/rand_vinyl_special_colour_book_2.pdf
- RTI (USA): recordtech.com/vinyl-colors
Weitere Informationen:
- s. dz. "Colored Vinyl (CV)"
- Blog auf Discogs.com (04/2026): "Does Colored Vinyl Sound Worse Than Black Vinyl?"
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Fehlpressung

Eine "Fehlpressung" (engl. "Mispress (MP)") ist eine fehlerhafte Schallplatte. Bei der Herstellung einer Schallplatte können durchaus mal Fehler vorkommen. In dem hier gezeigten Foto sitzt das Label (Etikett) völlig außerhalb der Mitte. Auch ist es möglich, dass beispielsweise eine der beiden Pressmatrizen vertauscht wurde, sodass auf die A-Seite oder B-Seite die Rillen zweier unterschiedlicher Alben eingepresst wurde. Es kann auch Vorkommen, dass die Schallplatte einen oder mehrere Pressfehler hat, d.h. die Rillenstruktur ist beschädigt (meist Blasen oder eingepresste Schmutzpartikel).
Sind auf dem Cover Fehler, z.B. falsche Angaben, Schreibfehler, Farbstich im Druck, dann spricht man von einem Druckfehler und man beschreibt das im Sammler-Jargon als "Misprint (M/Print)".
Weitere Informationen:
- s. dz. ("Pressfehler" <tbd >) , "Misprint (M/Print)", "Mispress (MP)"
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Flankenschrift

Die Flankenschrift befindet sich seitlich (links und rechts) innerhalb der Schallplattenrille. Es sind die mit einem Stichel eingeschnitten Klanginformationen (Berge, Täler, Wellen), die dann beim Abspielen von der Nadelspitze der Abtastnadel mechanisch abgetastet werden. Die Flankenschrift erzeugt an der Abtastnadel Zitterbewegungen (Schwingungen) und diese mechanischen Schwingungen werden im Tonabnehmer-System in schwache elektrische Signale (analoges Audiosignal) umgewandelt.
Die Flankenschrift ist mit bloßem Auge nicht erkennbar, dazu benötigt man ein Mikroskop.
Die tiefen und mittleren Tonlagen sind im oberen Bereich der Flanken eingraviert und die sehr hohen Töne sitzen weiter unten im Bereich des Rillengrunds. Daher ist ein guter Nadelschliff (Form der Nadelspitze) wichtiger Faktor für eine gute Klangwiedergabe von Schallplatten. Denn um so besser die Nadel in der Rille sitzt um so exakter kann die Flankenschrift abgetastet werden.
Weiterführende Informationen:
- s. dz. "Rille"
- s. dz. in meinem HiFi-Lexikon den Begriff Nadelschliff
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Flap
FLAP
Ein Flap ist eine Lasche/Klapplasche am Cover zum Umklappen oder auch manchmal zum Abreißen; z.B. beim Album "PRINCE AnD THE REVOLUTION - AROUND THE WORLD IN DAY" (1st., EU 1985) an der Rückseite des Covers.
Weitere Informationen:
- s. dz. "Cover", "Gimmick", "Flipover", "Tip-On Cover"
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Flecken
(stain)

Kauft man gebrauchte Schallplatten-Alben, dann hat man immer wieder mal die Situation, dass auf dem Cover einige Flecken (engl. "stain") vorhanden sind.
Viele ältere "Cover" sind laminiert (sie haben eine Schutzschicht, s. dz. "Laminierung") und somit hat man relativ gute Chancen viele Flecken beseitigen zu können. Zum Beispiel einfach mal mit einem feuchten Tuch darüberwischen und danach gleich trockenreiben. Da geht schon viel Schmutz runter und die Farben werden wieder kräftiger. Tipp: bei hartnäckigen Flecken Reinigungsbenzin oder auch Mizellenwasser (ein Kosmetikprodukt) verwenden.
Manchmal ist aber dabei auch etwas Aufwand erforderlich, z.B. bei Wachsflecken. Wiederum ist es so, dass nicht alle "Flecken" beseitigt werden können, z.B. bei unlaminierten "Covern" oder wenn der Coverkarton angegriffen wurde, beispielsweise durch einen "Abriss", langer starker "Schimmelbefall" oder bei Wasserschäden (s. dz.
"Wasserflecken/Wasserränder"). Das Gleiche gilt auch für viele Beschriftungen.
Auf meiner Seite "Schäden & Reparatur - Cover und Innenhülle" habe ich einige Tipps zur Reinigung und Fleckenentfernung zusammengestellt.
Weitere Informationen:
- s. dz. "stain", "Laminierung", "unlaminiert", "Cover", "Wasserflecken/Wasserränder", "Schimmel"
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Flexi-Disc
FLEX

"Flexi-Discs" sind dünne, biegsame 7"-Schallplatten (Singles) oder auch im Postkarten-Format. Die Folie ist biegsam (flexibel) und daher kommt auch die Bezeichnung "Flexi-Disc". Die Rückseite ist glatt (blank). Die Tonrille befindet sich i.d.R. nur auf einer Seite und umfasst nur einen Musiktitel.
Dieses Format war in den 60er bis 80er-Jahren sehr beliebt, z.B. als Postkarte, als Promo-Medium oder auch als Werbe-Beilage in Zeitschriften (s. dz. "Freebie"). Beispielsweise benutzte damals der Plattenspieler-Hersteller DUAL die Flexi-Disc zur Werbung.
Auf discogs.com sind ca. 45.400 (!) Flexi-Disc-Produktionen registriert: flexi-disc.
Weitere Informationen:
- bebilderter Blog von mir zur Flexi-Disc
- auf Wikipedia: Flexi-Disc
- Artikel vom MINT-Magazin: Flexi-Disc
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Flip
Flipover
Fli

Ein "Flipover" (Fli) ist eine Lasche am Einschub, die man, nachdem man die Schallplatte in das "Cover" geschoben hat, einfach umklappt. Solch eine Klappe kann bei einem "Gatefold (GAT)" sinnvoll sein, denn wenn es schließt wird dadurch der Einschub gesichert. Dieses Prinzip ist vergleichbar mit der Lasche bei den großen DIN-A4-Briefumschlägen, mit der man die Umschläge verschließt.
Ein Beispiel von einer Kombination von "Flipover" plus "Gatefold" ist die deutsche Erstpressung von "The Beatles - Sgt. Pepper' Lonely Heart's Club Band" (1st., GER 1967, Mono). Hier werden die beiden oben sitzenden Einschübe jeweils mit einem "Flipover" (Lasche) verschlossen (s. Foto).
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Fold-out
Cover
FOC

"Fold-out Cover (FOC)" ist ein Cover, das aufgeklappt werden kann; es ist eine faltbare Außenhülle. Das einfach ausklappbare Cover wird als "Gatefold (GAT)" bezeichnet.
Kann man das Cover noch weiter aufklappen, dann ist es ggf. ein "Tri-fold Cover". Eine andere Bezeichnung für mehrfach aufklappbare Cover ist der Begriff "Multi-fold Cover".
Beispiel-Album "eines "Multi-fold Cover" (6-fach klappbar):
"V.A. - Top Szene Hamburg" (1st., GER 1975, s. Foto)
Weitere Informationen:
- s. dz. "Gatefold (GAT)", "Tri-Fold-Cover", "Multi-fold-Cover"
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Format(e)

Vinyl-Schallplatten gibt es in unterschiedlichen physikalischen Formaten und der Art der Bespielung. Die gebräuchlichsten Formate unterscheiden sich durch die Größe des Durchmessers, der üblicherweise in Zoll ["] angegeben wird (1 Zoll = 2,54 cm).
Die Art der Bespielung (Spieldauer) kann eine Single, EP oder LP sein.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist zudem die Abspielgeschwindigkeit: 33 1/3 / 45 / 78 [U/min] und das Gewicht. Das Gewicht bestimmt die Dicke der Schallplatte
(s. dz. "Heavy Vinyl")
Größe | Bespielung | Geschwindigkeit
⌀ 7" | Single | 45
⌀10" | Single, EP | 33 1/3, 45, 78
⌀12" | LP, Maxi, EP | 33 1/3, 45, 78
Die Sammler unterscheiden die Formate durch Kurzbezeichnungen: die 12"-Schallplatten mit 33 1/3 U/min nennt man "LP" (Long Play), die 12"-Schallplatte mit 45 U/min heißt "Maxi" und die 7"-Schallplatten mit
45 U/min wird als "Single" oder auch als "45iger" bezeichnet.
Weitere Informationen:
- s. dz. "Single", "Maxi", "LP", "Heavy Vinyl"
- https://plattenkritik.com/masse-und-durchmesser-einer-schallplatte/
- https://praxistipps.chip.de/durchmesser-von-schallplatten-so-gross-sind-vinyls_107340
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Foxing

"Foxing" ist der englische Begriff für Stockflecken (Erläuterung auf Wikipedia: Stockfleck). Stocken bedeutet verderben durch Feuchtigkeit. Stocken kommt dann vor, wenn Alben lange in Umgebungen von >55% Luftfeuchte ausgesetzt sind (z.B. im Keller, Dachboden), kann aber auch im Wohnbereich mit hoher Luftfeuchtigkeit auftreten, z.B. bei schlechter Lüftung oder wenn sich Städte/Häuser in Ufernähe, Küstennähe befinden. Stockflecken können sowohl auf dem Cover, ebenso auf der Innenhülle und sogar auf der Schallplatte vorkommen.
Stockflecken können bräunliche oder grau schimmernde Verfärbungen (Flecken) verursachen, die einhergehen mit muffigem"Geruch".
Tipp: übrigens, muffigen Geruch kann man mit einer Ozon-Behandlung beseitigen: Details siehe HIER.
Weitere Informationen:
- s. dz."Geruch", "Flecken", "Wasserflecken"
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Freebie
Beilage
Zugabe

Bei Schallplatten beschreibt der engl. Begriff "Freebie" eine Gratiszugabe/Werbebeilage in Form einer Flexi-Disc (z.B. früher als Beilage von Zeitschriften), Singles oder CDs (heutzutage eher mal als Beilage bei Musikzeitschriften und als Zugabe bei manchen Schallplatten-Alben).
In der heutigen Zeit kenne ich nur noch die beiden Musikmagazine "musikexpress", das "RollingStone Magazin" und Audio-Zeitschrift "audio+stereoplay", die ab und an mal eine Heft-CD oder eher selten auch mal eine 7"-Single" beilegen.
Weitere Informationen:
- s. dz. "Flexi-Disc", "Single", "CD"
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(Ende)
