Club Edition (CE), Club Sonderauflage (CSA), Colored Vinyl (CV),
Compact Disc (CD), Compilation (Cmp), Corner Cut / Cover Cut (CC),
Counterfeit, Cover (Außenhülle), Coverriss, Credits, Cut-out hole (COH), Cut-out (CO, C/O), Cutter
Club Edition
CE

Vor vielen Jahren waren Bücher-Clubs (z.B. "Readers Digest") oder auch Schallplatten-Clubs sehr beliebt (diese nennt man heute "Mail Order"). Diese Clubs hatten damals ihrem Klientel u.a. auch exklusive Schallplatten-Versionen angeboten. Hierbei handelte es sich i.d.R. um bereits bekannte Alben, die extra für diese Verlage nachgepresst wurden. im Gegensatz zu den Originalversionen haben diese Versionen eine andere Katalog-, und ggf. auch einen andere Matrix-Nr., Zudem wurden bei diesen Alben die Anmerkung "Club Edition" oder auch "Club Sonderauflage" oder einfach nur "Sonderauflage" auf das Cover und/oder auf das Plattenetikett gedruckt, um eine gewisse Exklusivität darzustellen.
Hier zwei Beispiele von "Club Editionen":
"Chris De Burgh - Into The Light" oder "Roy Orbison - Mystery Girl"
Weitere Informationen
- s. dz. "Club Sonderauflage", "Limited Edition", "Anniversary Edition"
Club
Sonderauflage
CSA

Eine "Club-Sonderauflage" (CSA) hat den gleichen Sachverhalt wie eine "Club Edition" (s.o.), aber hier wurde die Bezeichnung "Sonderauflage" verwendet.
Zwei Beispiele:
- "Hildegard Knef - Illusionen"
- "Franz-Josef Degenhardt - Da Frierst Du Vor Gemütlichkeit"
Weitere Informationen
- s. dz. "Club Edition", "Limited Edition", "Anniversay Edition"
Colored Vinyl
CV

"Colored Vinyl" (CV) ist ein Hinweis auf farbiges Vinyl. Viele Sonderausgaben haben zur künstlerischen Aufwertung, statt schwarzes Vinyl, Schallplatten mit farbigem Vinyl. Das Schallplatten-Vinyl ist eigentlich farblos, selbst bei schwarzen Schallplatten wurde das Vinyl zuvor schwarz eingefärbt. Daher können Schallplatten auch mit anderen Farben hergestellt werden, z.B. weiß, rot, grün, blau, orange usw.. Häufig findet man farbige Schallplatten bei limitierten Editionen oder in einer "Deluxe Edition" (Dlx).
Neben den einfarbigen Vinyl-Schallplatten gibt es aber auch mehrfarbige Schallplatten (s. dz."Multi-Colored Vinyl"), die auch gesprenkelt oder marmoriert sein können und wo auch verschiedene Farben ineinander verlaufen (s. dz. "Marbled Vinyl").
Ein große Auswahl an farbigen und bunten Schallplatten findet man beispielsweise auf den Hersteller-Seite diverser "Presswerke". Hier einige Beispiele:
- OPTIMAL:MEDIA: optimal-media.com/en/press/vinyl-records-colours-effects/
- GZ-Media: gzmedia.com/vinyl-gallery/
- MY45: my45.de/Vinylfarben_1
- PALLAS Group: pallasgroup.de/colour-catalogue/
- Randmuzik: randmuzik.de/media/rand_vinyl_special_colour_book_2.pdf
- RTI (USA): recordtech.com/vinyl-colors
Weitere Informationen zu farbigen und bunten Schallplatten:
- "Marbled Vinyl", "Splattered Vinyl", "Multi-Coloured Vinyl", "Split-Vinyl"
- Beispiel auf Discogs.com: Jefferson-Airplane-Jefferson-Airplanes-Golden-Album
- MINT-Magazin: Mehrfarbiges Vinyl
- discogs-blog (04/2026): "Does Coloured Vinyl Sounds Worse Than Black Vinyl?"
- Online Artikel vom Portal "The Circle": Split, Splatter, Marbled: Wie entsteht Coloured Vinyl?
Compact Disc
CD

Die "Compact Disc", allgemein bekannt mit dem Kürzel CD, ist ein optischer Ton- und auch Datenträger, dessen digitale (binäre) Informationen (Bits) mit Hilfe eines Laserstrahls berührungslos abgetastet werden. Audiophile Sonderformate sind die SA-CDs und die UHQCDs. Eine ausführliche Beschreibung zur CD gibt es in meinem Audio-/HiFi-Lexikon: klick HIER.
Es gibt Vinyl-Alben, da wurde eine CD als Beilage beigefügt. Oftmals sind CDs auch bei "Boxsets" als Zugabe mit dabei. Aber mit den aufkommen der Download-Codes ging der Trend einer CD als Beilage stark zurück.
Die Vinyl-Schallplatte hat in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt, nachdem sie fast vom Markt verschwunden war. Die Frage ist, was wird in den nächsten Jahren mit der CD passieren? Ich persönlich vermute das die CD auch eine Fan-Gemeinde haben wird, so wie auch bei der Schallplatte. Zukünftig wird aber die CD, ebenso auch die Schallplatte, ein immer kleiner werdendes Nischenprodukte sein.
Compilation
Cmp
(Kompilation)

"Compilation" (Cmp) (zu dt. Kompilation) ist eine Zusammenstellung verschiedener Titel aus bisher veröffentlichten Alben eines Künstlers oder Band. Viele "Compilations" kennt man mit der Überschrift "Best of ...". Meist sind diese Zusammenstellungen ein Rückblick auf besondere
Musiktitel, die erfolgreich waren. Ich behaupte mal, dass von allen international und national bekannten Musikkünstlern, die viele Jahre erfolgreich im Musikgeschäft waren, mindestens ein "Best Of ..."-Album existiert.
Ein Extrem-Beispiele sind die vielen "Compilations" von Elvis-Presley oder von Jimmy Hendrix. Beispielsweise von Elvis Presley findet man auf Flohmärkten oder Schallplattenbörsen fast nur Kompilationen, selten Original-Alben.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer "Compilation" und einem "Sampler"?
Den Hauptunterschied zwischen einer "Compilation" und einem "Sampler" kann man so erklären: ein "Sampler" beinhaltet die Musik von verschiedenen Künstlern oder Bands, während eine "Compilation" die Musik von einem einzigen Künstler/Künstlerin oder Band zusammengestellt wurde.
Weitere Informationen:
- s. dz. "Sampler (SMPLR)", "Split-LP", "OSR (Original Sound Recording)", "OST (Original Soundtrack)", "Album"
- s. dz. auf Wikipedia "Kompilation"
Corner Cut
Cover Cut
CC

"Cover Cut" oder "Corner Cut" (CC): das Cover hat einen Schnitt/Abschnitt häufig an einer der vier Ecken. Dies dient bzw. diente zur Wertminderung bzw. Preisreduzierung für Sonderangebote oder einen Abverkauf. Damit wurde dem Einzelhandel erlaubt, solch entwertete Alben günstiger zu verkaufen und mussten somit nicht an den Musikverlag
zurückgeschickt werden.
Ähnlich Vorgehensweise der Entwertung für einen Sonderverkauf ist eine "saw-mark" (eine schmale Einkerbung) oder ein "Cut-out hole (coh") (ein gestanztes Loch) am Cover.
Weitere Informationen:
- s. dz. "Cut-out (co)", "Cut-out hole (coh") oder "saw-mark"
- MINT-Magazin: Platten mit Cut-outs:
Counterfeit

Ein "Counterfeit" ist eine Fälschung, also ein Album, das ohne gültige Lizenzierung hergestellt wurde, manchmal kaum vom Original zu unterscheiden. Eine andere gebräuchliche englische Bezeichnung ist "Unofficial Release". Im deutschen sind die Bezeichnungen "Raubkopie" oder Raubkopie" gebräuchlich.
Der Handel solcher Schallplatten ist verboten, z.B. auf discogs.com sind "Counterfeits" für den Handel gesperrt und mit dem Hinweis versehen"... Unofficial Release ... This release is blocked on sale ..."
"Counterfeits" findet man hin und wieder von gesuchten Raritäten, da bei Raritäten üblicherweise sehr hohe Preise gezahlt werden.
Ebenfalls unlizenzierte Schallplatten-Alben sind die sogenannten "Bootlegs".
Beispiel auf discogs.com:
- "Twenty Sixty Six And Then - Reflection" (Analoge Kopie in sehr schlechte Klangqualität)
- "George Michael - Patience" (alle LP-Versionen sind Fälschungen)
Weitere Informationen
- s. dz. "Bootleg", "Raubkopie", "Schwarzpressung", "Unofficial Release"
- vgl. dz. das Mint-Magazin Nr. 18 /Feb-2018, Titelthema: "Counterfeits & Bootlegs"
Cover
Außenhülle
Schallplatten-hülle
Plattenhülle
Tasche

"Cover" ist die allgemein gebräuchliche Bezeichnung für die Schallplattenhülle ("Außenhülle"). Der Begriff "Cover" kommt aus dem englischen und bedeutet u.a. "Hülle", "Umschlag" oder "Abdeckung". Am gebräuchlichsten sind "Cover" mit seitlichem Einschub, selten ist Variante mit einem Einschub von oben.
Ein weitere Variante des Covers ist das Klappcover. Der Fachbegriff lautet "Gatefold (GAT)" oder ggf. auch "Multi-Gatefold (Multi-GAT)".
Cover-Kunst:
Im Laufe der Zeit haben sich unterschiedliche Grafikstile / Design-Varianten entwickelt. Es gibt sogar Grafikdesign-Agenturen, die sich auf Cover-Design spezialisiert haben. Eine legendäre englische Grafik-Agentur, die viele außergewöhnliche Platten-Cover entworfen hat, war "Hipgnosis" (s. dz. Wikipedia: Hipgnosis und Varsity: ... reinventing the album cover).
Weitere Informationen:
- s. dz. "Gatefold (GAT)", "Multi-Gatefold (Multi-GAT)", "Außenhülle", "Tip-On-Cover", "Tip-On-Gatefold"
- Wikipedia: Schallplattenhülle
Coverriss
Cover-Riss
Riss

Z.B. typisch für Risse an einem Cover sind Einrisse im Bereich des Platteneinschubs. Wenn man den Einschub unachtsam öffnet, indem man z.B. mit dem Daumen die hintere Seite nach unten drückt, dann kann es passieren, dass ein Riss entsteht (s. Beispielfoto).
Reparaturtipp:
Relativ einfach und unauffällig kann man einen Einriss am Covereinschub reparieren, wenn man die beiden Risskanten zusammenfügt und von innen mit einem Klebestreifen zusammenklebt.
Anm.:
Die Beschädigung eines Plattencovers durch einen Einriss oder mehrerer Risse, das bedeutet eine Minderung des Sammlerwerts.
Weitere Informationen:
- s. dz. "Cover", "Hülle", "Einschub"
Credits
Mitwirkende

Der Begriff "Credits" ist die Kurzform für "Creative Artist", im deutschen entspricht das der Bezeichnung "Mitwirkende", was einer "Würdigung" oder "Anerkennung" entspricht. Die "Credits" sind
Zusatzinformationen, die die Künstler, Interpreten und Mitwirkende (Gäste, Designer, Tontechniker, Produzenten etc.) eines Albums dokumentieren und durch ihre Erwähnung gewürdigt werden.
In Discogs.com gibt es einen umfassenden Katalog von Credit-Typen (Rollen der Mitwirkenden und Funktion), der z.B. auch Musikinstrumente beinhaltet (s. dz. auf Discogs.com "Database Guideline 10. Credits").
Beispiel: das Foto zeigt die "Credits" vom Album "Peter Frampton - Frampton Comes Alive" (1st, UK 1976).
Weiterführende Informationen:
- s. dz. "Liner Notes", "Cover", "OIS", "Beilagen"
Cut-out hole
CO
COH

Die Abkürzung "coh" oder auch "co" steht für "cut-out-hole". Das Cover hat eine Lochung oder eine Ausstanzung. Dies dient bzw. diente zur Wertminderung und ermöglichte
dadurch eine Preisreduzierung für einen Sonderverkauf. Ein andere Art der Wertminderung war das Einritzen ("saw-mark") oder auch das Abschneiden einer Ecke ("corner-cut").
Das Foto zeigt ein CO/COH am Cover vom Album "Ruphus - Ranshart" (1st. GER 1978).
Weitere Informationen:
- s. dz."Corner-Cut/Cover Cut (CC)", "Cut-Out (CO)", "Saw-Mark / Saw-Cut"
- Artikel des MINT-Magazins: Schallplatten mit Cut-Outs
Cut-out
CO
C/O

"Cut Out" (c/o oder CO) bedeutet, dass Cover hat einen Eckabschnitt oder Einschnitt (Saw-Mark) oder sogar eine Lochung "Cut-out Hole" (s.o. "COH").
Diese Art der "Entwertung" wurde früher in Deutschland angewandt. Der Grund eines "Cut-outs" (= Entwertung bzw. künstliche Beschädigung) diente überwiegend in den 80ern und 90ern dazu, um Alben günstiger verkaufen zu können, z.B. bei einem Abverkauf von Restbeständen.
Das Foto zeigt ein "Cut-out" (Ausstanzung) auf der Cover-Rückseite vom Album "Deep Purple In Rock" (1st, GER 1970)
Weitere Informationen:
- s. dz. auch "Corner-Cut/Cover Cut (CC)", "Cut-Out Hole (COH)", "Saw-Mark / Saw-Cut"
- Artikel des MINT-Magazins: Schallpatten mit Cut-Outs
- Wikipedia (englisch): cut-out
Cutter

Ein "Cutter", auch "Cutting Engineer" genannt, ist der Ersteller der Master-Matrize. Aus dieser Matrize werden über diverse Zwischenschritte dann die Pressmatrizen hergestellt. Mit den Pressmatrizen werden dann die Schallplatten hergestellt (gepresst).
Der englische Begriff "cut" bedeutet "schneiden" und das bezieht sich auf das Herstellungsverfahren, wie eine Master-Matrize hergestellt wird. Die Rille wird mit einem Schneidstichel in eine rotierende Scheibe maschinell "geschnitten". Der Rohling ist entweder eine mit Lackfolie beschichtete Metallscheibe ("Lacquer") oder die Oberfläche der Scheibe ist verkupfert (s. dz. "DMM").
Die Aufgabe des Cutters ist das Tonsignal vom Mastertape, das die Rillenstruktur definiert, optimal an die Größe der Schallplatte anzupassen. Z.B. viele Bassanteile erzeugen breite Rillen und benötigen daher mehr Platz. Ebenso muss der Cutter darauf achten, dass bei der horizontalen Auslenkung des Schneidstichels dieser nicht in die benachbarte Rille schneidet.
Im Presswerk wird dann aus der Master-Matrize zunächst galvanisch eine Kopie erzeugt, die sogenannte "Mutter". Man nennt diese Kopie "Mutter", weil aus dieser Matrize wiederum
viele "Söhne"
(= Pressmatrizen) hergestellt werden. Zur Massenproduktion werden mehrere "Söhne" benötigt, weil diese Matrizen beim Pressvorgang einem Verschleiß unterliegen.
Weitere Informationen:
- s. dz. "Mutterstecher", "Rille", "Press-Matrize", "Matrix", "Dubplates", "Presswerk"
- YouTube-Videos vom Kanal (Plattenlabel) "stockfisch" aus dem Jahr 2010:
Making Of Vinyl - Part 1: (Aufnahme und DMM-Mastering): www.youtube.com/watch?v=HocWBv1g_fo
(Ende)
