Beiblatt, Beilagen/Beileger, Beurteilung (Grading), Bewertungssystem, Bewertungsstufen, Bidest / BiDest,
BIEM / B.I.E.M., Binaural / Binaural, Bioplastic, Bio-Vinyl, Bonus-Track, Book Version, Booklet(BKLT),
Beiblatt
Beiblätter

Manche Schallplatten-Alben haben als Beigabe zusätzlich ein "Beiblatt", auch als "Beilage" oder mit englischen Begriff "Insert" betitelt. Sehr oft sind die Liedtexte (→ "Lyric Sheet") und ergänzende Fotos oder auch zusätzliche Informationen zum Album mit abgedruckt. Die Beiblätter können einseitig oder auch beidseitig bedruckt sein. Sie beinhalten ggf. auch die "Liner Notes" und eventuell auch die "Credits".
Bespiele: Alben mit Beiblatt:
- "Jack White - Lazaretto" (1st., Worldwide 2014)
- "Prince And The Revolution - Purple Rain" (1st., EU 1984)
- "Bruce Springsteen - Born In The USA" (1st., EU 1984)
- "David Bowie - Station To Station" (1st., UK 1976)
Weitere Informationen:
- s. dz. "Beilagen", "Insert", "Liner Notes","Credits", "Lyric Sheet", "Poster"
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Beilagen
Beilage
Beileger

"Beilagen" oder "Beileger" sind Zugaben (Gimmicks), die manchen Platten-Alben beigelegt werden. Das sind beispielsweise
"Sticker", "Poster", ,,Lyric Sheet", "Promo Sheet" (Werbebeilage), Grafiken, Heft (Begleitheft, "Booklet"), Fotos, Postkarte, T-Shirts, 7"-Single, Single-CD, "Download Card" usw..
Eine prominente Beilage (Beiblatt zum Ausschneiden) ist das Beiblatt "Sgt. Pepper" vom Album "Sgt. Pepper's Lonely Heart Club Band" der Beatles.
Weitere Informationen:
s. dz. "Beiblatt", "Sticker", "Poster", "Lyric Sheet", "Promo Sheet", "Booklet", "7"-Single", "CD", "Download Card"
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Die "Beurteilung" des Erhaltungszustands von neuen und gebrauchten Schallplatten-Alben (engl. "Grading") ist ein wichtiges Kriterium, das den Wert und damit auch einen Verkaufspreis beeinflusst. Logischerweise hat ein Album einen wesentlich höheren Wert, wenn es in einem sehr guten Zustand ist. Wenn das gleiche Album aber in einem schlechten Zustand ist, dann ist logischerweise der Sammlerwert geringer. Insbesondere bei "Raritäten" hat der Zustand einen sehr großen Einfluss auf den Sammlerwert.
Für den Handel mit gebrauchten Schallplatten hat sich ein "Bewertungssystem" etabliert, das einen gewissen Rahmen bzgl. der Klassifizierung des Zustands vorgibt. Daran orientieren sich Profis und versierte Sammler.
Die "Beurteilung", d.h. die Spezifizierung des Zustands von Schallplatte und Cover, auf der Basis eines Bewertungssystems, das nennt man heutzutage "Grading" (dt. Einstufung oder Graduierung). Wie das funktioniert, habe ich u.a. bei den Begriffen "Bewertungssystem" und "Grading" beschrieben.
Weitere Informationen:
- s. dz. "Bewertungssystem", "Grading", "Bewertungsstufen", "Zustandsbewertung", "Oldie-Markt", "Goldmine"
- s. dz. meine Seiten "Bewertungssysteme", "Bewertungspraxis", "Wert ermitteln - wie & wo verkaufen"
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In der Schallplatten-Branche gibt es ein Quasi-Standard, wie man den Zustand von Schallplatten und Covern klassifiziert. Dazu wurde ein Stufensystem eingeführt, wo in einzelnen Stufen der Erhaltungszustand von Schallplatte und Cover relativ allgemein beschrieben ist. Das System ähnelt dem früheren Schulnoten-System, z.B. "sehr gut" (Note 1) ist die Bestnote und dann geht es in Stufen abwärts bis zur schlechtesten Benotung, z.B. "ungenügend" (Note 6).
In der Schallplatten-Branche haben sich diese "Bewertungsstufen" mit den folgenden Kürzeln etabliert:
"STILL SEALED (SS)" → "MINT (M)" → "NEAR MINT (NM)" → "EXCELENT (EX)" → "VERY GOOD (VG)" → "GOOD (G)" → "FAIR / POOR (F/P)". Oftmals werden diese Bewertungsstufen noch zusätzlich durch ein "Plus (+)" verstärkt oder durch ein "Minus (-)" abgeschwächt.
Zu jeder Bewertungsstufe gibt es in diesem Glossar eine separate Begriffserklärung (Eintrag). Das Durchführen einer Einstufung für ein Schallplatten-Album nennt man im Fachjargon "Grading" (s.u.).
Hinweis: Die o.g. Bewertungsstufen sind keine internationale Norm(!), sondern wurden vor vielen Jahren von Schallplatten-Magazinen definiert. Aus diesem Grund beschreiben manche Handelsplattformen und auch viele Händler nochmals explizit ihre "Bewertungsstufen". Das macht beispielsweise Discogs.com und auch viele deutsche Händler, z.B. auch recordsale.de.
"Grading" (Klassifizierung des Zustands)
Bei einem "Grading" macht man die Einordnung zu den o.g. Bewertungsstufen und zwar für gebrauchte Alben und auch für Neuware. Wie man ein "Grading" durchführen kann und was dabei zu beachten ist, das habe ich ausführlich auf meinen Seiten "Bewertungssysteme", "Bewertungspraxis" und "Wert ermitteln - wie & wo verkaufen" beschrieben.
Weitere Informationen:
- s. dz. "Beurteilung", "Grading", "Zustandsbewertung", "Oldie-Markt", "Goldmine"
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Bewertungs-stufen
Gradings |

In der Schallplatten-Branche werden für eine Zustandsbewertung ("Grading") die folgenden Bewertungsstufen verwendet:
"STILL SEALED (SS)" → "MINT (M)" → "NEAR MINT (NM)" → "EXCELENT (EX)" → "VERY GOOD (VG)" → "GOOD (G)" → "FAIR / POOR (F/P)".
Oftmals werden diese Bewertungsstufen noch zusätzlich durch ein "Plus (+)" verstärkt oder durch ein "Minus (-)" abgeschwächt.
Bewertungsstufe Bedeutung
| "STILL SEALED (SS)" |
Das Album befindet sich noch in der ungeöffneten "Schutzfolie". Dies bedeutet, dass das Schallplatten-Album unbenutzt ist und sich somit im Neuzustand befindet. |
| "MINT (M)" |
"MINT" bedeutet, dass das Album ist neu unbenutzt, d.h. absolut fehlerloser Zustand. Sichtbare Gebrauchsspuren dürfen demnach nicht vorkommen. |
| "NEAR MINT (NM)" |
Diese Stufe bedeutet, dass das Album zwar benutzt wurde, aber es ist
immer noch in einem Topzustand (!) ist und somit ohne nennenswerte |
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"EXCELENT (EX)" bzw. "VERY GOOD PLUS (VG+) |
"Excellent (EX)" bzw. "Very Good Plus (VG+)" sind deckungsgleich. Das Album hat einen sehr guten Zustand, jedoch schon etwas unterhalb von neuwertig. Gebrauchsspuren dürfen minimal vorkommen, d.h. der optische und akustische Zustand der Schallplatte ist sehr gut, aber wiederum nicht ganz makellos, nur minimale Nebengeräusche. Die Ecken, Kanten und der Einschub dürfen nur sehr wenige Gebrauchspuren aufweisen. Die Coveroberfläche muss intakt sein. |
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Diese Bewertungsstufe bedeutet, dass das Schallplatten-Album akustische Einbußen und deutlich sichtbare Gebrauchsspuren am Cover aufweist. Die Schallplatte hat Nebengeräusche (ab und zu etwas Rauschen, Knacken und Knistern) und sichtbare Gebrauchsspuren in Form von einigen Hairlines. Das Cover hat deutliche Gebrauchsspuren (z.B. deutlichen Abrieb an Ecken und Kanten, ggf. leichte Ringwear). Beschriftungen, Reparatur mit Klebeband, ggf. Preisschildabrisse können vorhanden sein. |
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In der Stufe "Good (G)" hat dass Schallplatten-Album sehr starke Gebrauchsspuren. Die LP hat starke Nebengeräusche (sehr häufiges deutlich hörbares Knacken, Knistern und Rauschen), viele Hairlines ggf. leichte Kratzer. Das Cover zeigt extrem starke Gebrauchsspuren z.B. Abrieb (Ringwear) an Cover-Oberfläche, Ecken und Kanten. Eventuell sind am Cover Einrisse, Flecken, Beschriftungen, Abrisse etc. vorhanden. |
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"Fair/Poor" ist die niedrigste Bewertungsstufe und bedeutet, dass das Schallplatten-Album extreme Gebrauchsspuren und auch Beschädigungen aufweist. Das gilt für die Schallplatte und auch für das Cover. Beispielsweise hat die Schallplatte Kratzer, ggf. nicht mehr abspielbar und das Cover ist beschädigt, ggf. zerrissen, hat starke Flecken, die Coveroberfläche hat starken Abrieb. Das Album ist eigentlich wertlos. |
Grading-Tipps zum Online-Handel
Als Verkäufer sollte man ehrlich den Zustand bewerten, so wie man selbst den Zustand einer Platte erwartet, wenn man sie selbst kaufen würde. Besonderheiten oder Auffälligkeiten sollte man zudem extra erwähnen! Lieber etwas konservativer bewerten, denn eine Käufer positiv überraschen vermeidet nachträglichen Ärger und sorgt ggf. für eine gute Bewertung.
Als Käufer von gebrauchten Schallplatten sollte man nicht zu pingelig sein, denn Gebrauchtware ist nun mal keine Neuware. Andererseits kann man aber erwarten, dass der Verkäufer eine stimmige Zustandsbewertung vorgibt. Wenn möglich vor dem Kauf die Bewertungen des Verkäufer-Profil checken.
Weitere Informationen:
- s. dz. "Beurteilung", "Bewertungsystem", "Grading", "Zustandsbewertung", "Oldie-Markt", "Goldmine"
- s. dz. meine Seiten "Bewertungssysteme", "Bewertungspraxis", "Wert ermitteln - wie & wo verkaufen"
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Bidest
BiDest |

Steht beispielsweise in einer Angebotsanzeige, dass die Schallplatte mit "Bidest gereinigt wurde, dann ist damit folgendes gemeint:
Bidest" ist die Abkürzung für "bi-destilliertes Wasser," also zweifach destilliertes Wasser. "Bidest" wird gerne verwendet bei Sammlern mit hohen Ansprüchen an die Reinigung von Schallplatten. Durch die doppelte Destillation (Filterung) ist "Bidest" sogar noch reiner als "normales" destilliertes Wasser und ist daher sehr gut zur Nassreinigung von Schallplatten geeignet. Bidest bietet folgende Vorteile: eine besser Schmutzaufnahme, besser Trocknung und Bidest selbst hinterlässt keine Rückstände nach einer Trocknung.
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BIEM
B.I.E.M. |

Die BIEM, das ist die internationale Gesellschaft der Musikindustrie und ist die Dachgesellschaft für viele nationale Rechtegesellschaften. Zum Beispiel in Deutschland erfolgt nationale Rechteverwaltung durch die z.B. die allseits bekannte GEMA.
Das Akronym "B.I.E.M." oder auch "BIEM" findet man auf vielen alten Schellackplatten (Grammophon-Platten). Es ist ein Verweis auf die Rechteverwaltung (Lizenzverwaltung) des "Bureau International des Sociétés Gérant les Droits d‘Enregistrement et de Reproduction Mécanique" (s. dz. Wikipedia BIEM und/oder die Homepage: www.biem.org).
Die Abkürzung "BIEM" findet man manchmal noch bei großen internationalen Produktionen (z.B. BIEM/GEMA), ansonsten verwendet man i.d.R. nur das Kürzel der GEMA, wenn das Schallplatten-Album für den deutschen Markt produziert oder hergestellt wurde.
Weitere Informationen:
- s. dz. die Homepage der BIEM: www.biem.org.
- s. dz. Wikipedia GEMA
- s. dz. die englischen Wikipedia-Artikel zu BIEM und GEMA
- s. dz. das Portal "grammophon-platten.de": "BIEM, CHAPELL und andere Vervielfältigungslizenzen"
Binaural
Kunstkopf-
Stereofonie
Dummy Head
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"Binaural" bzw. binaurale Aufnahme, ist ein spezielles Stereo-Aufnahme-Verfahren mit nur zwei Mikrofonen und erfordert zur Wiedergabe (Hören) einen Kopfhörer. Früher verwendete man die Bezeichnung "Kunstkopf - oder Kopfhörer-Stereofonie". Im englischen Sprachraum nennt mit diese Aufnahmetechnik "Dummy Head" oder auch "3D Artificial Head".
Durch diese Aufnahmetechnik ist eine sehr räumliche Wiedergabe möglich. Diesen Raumklangeffekt funktioniert aber nur mit einem Kopfhörer. Besonders gut klingen Aufnahmen von Gesangsstimmen, die von wenigen Instrumenten begleitet werden.
Binaural oder Kunstkopf-Stereofonie sollte nicht mit "Quadrofonie" verwechselt werden. Mit "Quadrofonie" wird ebenfalls ein Raumklang-Effekt erreicht, aber in diesem Fall mit einer 4-Kanal-Audiotechnik.
Beispiel:
- "Jane - Fire, Water, Earth & AIR" (RE, GER 1977)
- "V.A. - Super Rock Festival" (1st., GER 1977)
Weitere Informationen findet man in meinem Phono-/HiFi-Lexikon: "Binaurale Aufnahme", "Kunstkopf-Stereofonie", "Quadrofonie" oder auch in meinem Vinyl-Ratgeber im Kap. "Schallplatten hören" : Aufnahme - Wiedergabe-Verfahren.
Bioplastic
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Ist eine Bezeichnung für Schallplatten-Material, das aus recycelten PET (PolyethylEnterephtalaT) hergestellt wird.
Die weltweit erste offizielle Schallplatten, die mit "Bioplastic" hergestellt wurde, stammt aus dem Album "Liam Gallager, John Squire - same".
Weitere Informationen:
- s. dz. "EcoRecords", "Virgin Vinyl", "Re-Vinyl", "PVC/Vinyl", "Bio-vinyl"
Bio-Vinyl
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Zitat: "Inzwischen wurde Bio-Vinyl so weit verbessert, dass es mit der Qualität von "Virgin Vinyl" vergleichbar ist" (Stand 08/2025, ein Hersteller-Statement).
Bei "Bio-Vinyl "wird der Erdölanteil, der zur Herstellung von PVC benötigt wird, durch recycelte Altspeiseöle ersetzt ("bio-basiertes PVC"). Daraus wird Ethylen erzeugt, das sonst aus Erdöl gewonnen wird. Daher riecht Bio-Vinyl wie herkömmliches Vinyl, riecht also definitiv nicht nach "Fritten-Öl". Auch die anderen Parameter, wie z.B. Festigkeit, Haltbarkeit, etc. sind gleich.
Das "Bio-Vinyl" wird im Presswerk genauso verarbeitet wie Virgin-Vinyl. Dem Vinyl, das als Pellets ans Presswerk geliefert wird, werden noch weitere Stoffe (Farbanteile, Stabilisatoren etc.) beigemengt (die genaue Zusammensetzung ist ein Betriebsgeheimnis), denn ein Pressklumpen (Presskuchen) besteht nur zu 85% aus reinem PVC.
Der Unterschied zu herkömmlichem Vinyl liegt am geringeren CO2-Ausstoß im gesamten Herstellungsprozess (daher der Name Bio-Vinyl). Allerdings ist der Herstellungsprozess aufwendiger und daher ist Bio-Vinyl auch teurer in der Herstellung.
Eine ausführliche Beschreibung zu "Bio-Vinyl" findet man im Artikel "Vinyl Know-How" des MINT-Magazins: klick HIER oder in einer Pressemitteilung von Medienunternehmen edel.com: klick HIER.
Das Gegenteil von "Bio-Vinyl" ist das "Virgin Vinyl"
Weitere Informationen:
- s. dz. "Virgin Vinyl", "ReVinyl", "Bioplastic", "PVC", "Vinyl"
Bonus-Track
(Bonus-
material)
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Ein "Bonus-Track" ist ein zusätzlicher Musiktitel, der einem Album hinzugefügt wurde (ist eine Art Zugabe). Das kann ein bisher unveröffentlichter Titel aus der ursprünglichen Produktion sein oder ein Live-Mittschnitt eines beliebten Album-Titel.
Bonus-Track(s) bei Schallplatten
Meist bei Wiederveröffentlichungen oder Jubiläumsausgaben werden dem Album ein oder mehrere Musikstücke der Titelliste (Set) beigefügt. Man spricht oft auch von "Bonusmaterial". Entweder befindet sich das Bonusmaterial (Bonus-Track) auf der Schallplatte selbst oder separat als Beilage in Form einer "Single" oder auch in Form einer"CD".
Beispiel einer Schallplatten-Albums mit einem Bonus-Track (s. Foto):
"Lester Young Quartet - Collates" (EU 2021, RE, Comp., Mono, 180g) Der neunte Titel auf der B-Seite (B9) "September In The Rain" ist ein Bonus-Track.
Bonus-Track(s) bei CDs
Der Bonus-Track hat eigentlich seinen Ursprung mit dem Aufkommen der "Compact-Disc" (CD). Wurden bereits erschienene Vinyl-Alben neu auf einer CD veröffentlicht, dann hat man sehr oft einige Bonus-Tracks hinzugefügt, um die CD-Version attraktiver zu machen. Technisch war das kein Problem, denn eine CD hat ja bekanntlich eine wesentlich höhere Kapazität (Spieldauer), als eine Vinyl-Schallplatte.
Weitere Informationen:
- s. dz. "Titel", "Interpret", "Song" (tbd), "Lied" (tbd), "Single", "CD".
- s. dz. auf Wikipedia: Bonus-Track und auf dem Portal "Smago": "Bonus-Track auf Musik-Alben"
Book
Version
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Der engl. Begriff "Book Version" bedeutet, dass das Album-Cover aus einem Buch besteht. Das Buch hat die Maße eines gängigen Plattencover und hat wie ein normales Buch bedruckte Seiten. Die Schallplatte steckt in einer Einschub im inneren des Umschlags.
Beispiele:
- "Peter Maffay - Tabaluga Oder Die Reise Zur Vernunft" (GER 1983)
- "Peter Maffay - Tabaluga Und Das Leuchtende Schweigen" (GER 1987)
Weitere Informationen:
- s. dz. "Cover", "Gatefold (GAT)", "Hülle", "Booklet"
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Booklet
Bklt
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Als "Booklet" wird ein mehrseitiges Begleitheft (Beilage/Beileger) bezeichnet. Booklets sind sehr oft Bestandteil von "Boxsets" in einem Heft-Format.
Es gibt auch Bocklets, die gleichzeitig das Album-Cover sind (Book Version), z.B. "Peter Maffay - Tabaluga Und Das Leuchtende Schweigen" (1st., GER 1986).
Weitere Informationen:
- s. dz. "Beilagen", "Beiblatt", "Insert", "Boxset"
Bootleg
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Ein "Bootleg" ist ein Album ohne Genehmigung (Lizenz/Freigabe) durch das Plattenlabel bzw. der Musiker. Das z.B. ein illegaler
Konzertmitschnitt oder willkürlich zusammengestellte Stücke mit einem fremden Cover - kann aber u.U. ein sehr begehrtes
Sammlerstück sein. Trotzdem handelt es hierbei um eine illegale Pressung (vgl. dz. das Mint-Magazin Nr. 18 /Feb. 2018).
Ein "Bootleg" ist also ein unerlaubt hergestelltes Album und gehört nicht zum offiziellen Katalog einer Band bzw. Musiker. Es gibt aber auch autorisierte "Bootlegs", z.B. "TEN YEARS AFTER - RECORDED LIVE" (Chrysalis – 6641 146).
Hingegen ist eine unerlaubte Kopie, bei dem das gesamte Album (Cover und Schallplatte) gefälscht wurde, kein Bootleg, sondern ein sogenanntes "Counterfeit" (eine Fälschung/Schwarzpressung/Raubkopie).
Eine sehr umfangreiche Beschreibung zu "Bootlegs" etc. gibt es auf Wikipedia: Bootleg.
Weitere Informationen:
- s. dz. "Counterfeit", "Raubkopie", "Schwarzpressung"
Boxset
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Eine besondere Art von Schallplatten-Alben ist die Box bzw. das "Boxset". "Boxsets" gibt es heutzutage zumeist als Schuber, frühere war das "Boxset" eine Schachtel mit Deckel. Die Kartonage der "Boxsets" ist deutlich dicker und stabiler als die Kartonage einer klassischen Außenhülle. "Boxsets" werden dann verwendet, wenn die Veröffentlichung aus mehreren LPs bzw. mehreren Alben besteht.
In früheren Zeiten waren "Boxsets" sehr beliebt bei hochwertigen, aufwendig gemachten Klassik-Alben. Oftmals waren das bis zu 6 mittelschwere LPs und dazu noch ausführlichen Begleitmaterial (Booklets, Fotos, Notenblättern).
Beispiele:
- Klassik: "Mendelsohn Bartholdy - 5 Symphonien - Berliner Philharmoniker" (GER 1980, 4-LP Boxset)
- Rock: "V.A. - Jesus-Christ-Superstar" (1st., GER 1970, 2-LP Boxset)
Weitere Informationen auf Wikipedia: "Boxset"
Budget-Label

Im deutschen Sprachraum wird auch der Begriff "Billig-Label" verwendet. Das deutsche Plattenlabel "KARUSSELL" (UNIVERSAL MUSIC), "VIRGIN" (UK) oder das englische Plattenlabel "FAME" (EMI RECORDS) sind prominente Beispiele von Budget-Labels.
Das Label, das den "Low-Budget-Markt" erfand und etablierte war das englische Label PICKWICK RECORDS, das Lizenzverträge mit mehreren Major-Labels besaß.
Die Budget-Labels waren meist Unterlabels (Sub-Labels) von den großen Plattenlabels wie z.B. Polydor, EMI Records usw., die unter anderem Verlagsnamen (Label), Alben aus dem Major-Katalog nochmals auf den Markt brachten, ohne dadurch das eigene aktuelle Preisgefüge eines Major-Labels zu untergraben.
Beispiele:
- Pickwick: "The Nice - The Nice" (RE, UK 1976, Compilation, s. Foto)
- Fame: "Deep Purple - Fireball" (RE, GER 1984, special price reissue)
- Karussell: "Jimi Hendrix - Voodoo Chile" (RE, 1971, Compilation, Karussell Gold-Serie)
Weitere Informationen:
s. dz. Wikipedia "Budget-Label".
s. dz. auch "Budget-Neuauflage", "Plattenlabel", "Major Label"
Budget-Neuauflage

Die "Budget-Neuauflagen" gab es in der Blütezeit der Schallplatten-Industrie (60-80er) häufiger. Damit sind Alben-Versionen gemeint, die bewusst preisgünstig auf den Markt gebracht wurden. Das sind Reissues (Neuauflagen), die von einem Budget-Label vermarket wurden. Diese Alben haben meist ein eigenes Etikett (Label), das sich von den Erstauflagen unterscheidet und mit dem Design und Logo des Budget-Labels ausgestattet wurden. Manchmal, je nach Lizenzvertrag mit dem Major-Label, wurde das Original-Cover verwendet oder komplett neu gestaltet.
Budget-Neuauflagen sind immer als "Reissues" erschienen und zwar dann, wenn bei den Major-Label der Album-Absatz zu gering geworden ist und der aktuelle Katalog gestrafft werden sollte.
Budget-Neuauflagen sind lizenzierte Versionen, im Gegensatz zu "Bootlegs" oder "Counterfeits".
Beispiele:
- "Blind Faith - Blind Faith", (Erstausgabe POLYDOR 1969 → hier als Reissue 1972 von KARUSSELL)
- "Are You Expirence- Jimi Hendrix Expirence", (TRACK RECORDS 1967 → Reissue 1972 KARUSSELL)
- "Klaus Schulze-Timewind", (Erstausgabe BRAIN 1972 → hier als Reissue 1984 von VIRGIN)
Aus der Perspektive eines Sammlers bieten Budget-Neuauflagen die Chance günstig an Alben zu heranzukommen, die nicht mehr zu haben sind oder nur extrem selten (daher i.d.R. sehr teuer) in der Version einer Erstauflage angeboten werden.
Weitere Informationen:
s. dz. auch "Budget-Label"," Plattenlabel", "Major Label", "Bootlegs", "Counterfeits"
(Ende)
