DAT-Rekorder

update: 11.07.2019: Link u. Fototstrecke Prospekt

 

DENON DAT-Rekorder DTR-2000
DENON DAT-Rekorder DTR-2000

Eine Komponente meiner Stereo-Anlage ist u.a. auch ein DAT-Rekorder. Die Blütezeit der DAT-Rekorder war Ende der 1980er bis Anfang/Mitte der 1990er Jahre. 

 

Im Jahr 1987 kostete in Deutschland ein DAT-Rekorder noch ca. 3.500 DM (!) und Anfang der 1990 war dann schon Geräte für ca. 1000 DM zu haben. Damit wollte man eigentlich aus der Nische heraus zum Produkt für den Massenmarkt werden. Die DAT-Kassette sollte die sehr beliebte MC-Kassette ablösen. Aber dann kamen die ersten CD-Brenner auf dem Markt und wenige Jahre  später verbreitete sich zudem das MP3-Format, sodass die DAT-Kassetten-Technologie nicht mehr konkurrenzfähig war. Lediglich in professionellen Tonstudios und als System zur Datensicherung (DDS) in der IT wurden noch eine Zeit lang DAT-Systeme eingesetzt. 

 

Im Gegensatz der weit verbreiteten analogen Musik-Kassette (MC) hatte die DAT-Kassette ein digitales Inhaltsverzeichnis (Index und neben der Tonspur auch noch einen Spur für digitale Codes (sogenannten Subcodes)). Dadurch war man in der Lage  Titel-Informationen (z.B. Track-Nr., Name, Spieldauer) anzuzeigen und man konnte auch Musiktitel mit Hilfe der Track-Nr. direkt anwählen.      

 

Weiterführende Informationsquellen:

Sehr viel Informationen zur DAT-Technik findet man auf Wikipedia:

- DAT in deutsch: https://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Audio_Tape

- DAT in englisch: https://en.wikipedia.org/wiki/Digital_Audio_Tape

 

Auch eine sehr interessante Quelle ist das "Magnetband-Museum":

- Wie funktioniert DAT: http://www.magnetbandmuseum.info/wie-funktioniert-dat.html 
- DAT-Technik: http://www.magnetbandmuseum.info/die-sony-dat-technik-1989.html

 

oder hier:

- Digiandi.de: https://www.digiandi.de/medien-technik/dat/

- FAQ bei der Firma MCS-MIK: http://www.datrecorder.de/Allg-Fragen-zu-DAT

 

Kopierschutz auf den DAT-Rekordern (SCMS)

Foto: http://www.magnetbandmuseum.info/
Foto: http://www.magnetbandmuseum.info/

Ein Besonderheit hatte sich damals die Industrie ausgedacht, um die digitale Vervielfältigung von DAT-Aufzeichnungen zu verhindern: das Kopierschutzsystem SCMS (Serial Copy Management System). Damit konnte man zwar eine DAT-Kopie von einer Musik-CD machen, aber umgekehrt war das nicht möglich. 

 

DAT- und DDS-Kassetten

Bandlänge x 2 = Laufzeit in Minuten in der Normalgeschwindigkeit.

Die Magnetbandhöhe beträgt lediglich 3,81 mm!

 

DAT (Audio)

Standard-Bandlängen waren Kassetten mit 60, 90 und 120 Minuten Spieldauer.

Die 120 Min-DAT-Kassette (60m Länge) war eigentlich die empfohlene Kassette im Audio-Bereich. Es gab auch Anbieter die Kassetten bis 180 Minuten Spiedauer (90m Länge) angeboten hatten. Kassetten mit über 120 Minuten Spieldauer führten bei manchen DAT-Rekordern zu technischen Problemen (z.B. Bandsalat, Aufnahme-Fehler usw.).

 

Theoretisch waren DAT-Aufzeichnungen von max. 680 Minuten (DDS 5-Band mit Longplay) = 11 Stunden, 20 Minuten möglich.

DDS (Digital Data Storage)

Die DAT-Audio-Kassetten und die DDS-Kassetten sind baugleich. 

 

- DDS in deutsch: https://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Data_Storage

- DDS in englisch: https://en.wikipedia.org/wiki/Digital_Data_Storage

 

DAT-Kassette im Größenvergleich

 

Prospekt zum DENON DAT-Rekorder DTR-2000 (vermutlich aus dem Jahr 1990):

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