Last Update: 29.02.2024  // neu: Kap. 9 und Kap. 10

 

Hinweis:

Hier entsteht gerade das neueste Projekt von good-vinyl.de der Wintersaison 2023/2024!

 

Diese Seite befindet sich gerade im Aufbau. Daher können die aktuellen Inhalte unvollständig, oder auch unpräzise, sein u./o. auch noch den ein oder anderen Fehler beinhalten. 

 

Trotzdem möchte ich den Inhalt schon online stellen, damit ihr schon mal einen Blick reinwerfen könnt und mir ggf. Hinweise oder Tipps geben:

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Der große Vinyl-Ratgeber:

Teil 1: Schallplatte sammeln


Inhaltsverzeichnis

  1. "Startpunkt Null" und "Wie es weitergehen könnte ..." 
  2. Musikrichtungen, Musik-Formate
  3. Aufnahme-/Wiedergabeverfahren 
  4. So funktioniert eine Schallplatte
  5. Schallplatte vs. CD 
  6. Die Klangqualität einer Schallplatte
  7. Abkürzungen und Fachbegriffe 
  8. Plattencover (Außen- und Innenhülle)
  9. Den Zustand einer Schallplatte beschreiben (Record Grading) 
  10. Die Qual der Wahl: Was soll man kaufen?
  11. Arten von Schallplatten: Formate (LP, Maxi, Single, Picture, Shapes)
  12. Sammlungsformate: Gimmicks, Autogramme, Alben, 1st-Press, Box-Sets, Fan-Stuff
  13. Wertbestimmung
  14. Raritäten
  15. Wunschzettel
  16. Gebraucht oder besser neu kaufen?
  17. Starten (kaufen (wo?) und sammeln  
  18. Sortieren & Lagern (Platz, Gewicht)
  19. Verwalten (kleine Sammlung vs. große Sammlung)
  20. Verkaufen (Wo?, Wie?, Wann?)

1. "Startpunkt Null"  und "Wie es weitergehen könnte ..." 

"Jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt!". Zu Beginn sollte bedacht werden, ohne einen Schallplattenspieler nützt die tollste Schallplatte nichts. Daher sollte man sich auch schon zum Start mit der "Hardware" (Plattenspieler, Stereoanlage, Lautsprecher) beschäftigen. Mehr dazu gibt es (später) im Teil 2 "Schallplatten hören" nachzulesen.

 

Mein Rat: Schon zu Beginn sich überlegen, mit welchem Schallplattenspieler/Anlage ich meine Platten hören möchte. 

 

Zunächst geht es aber um den Startpunkt und die Entscheidung, wie die Schallplattensammlung aufgebaut sein soll. Mit aufgebaut meine ich eigentlich: "Was will ich sammeln?". Klar, wer darüber nachdenkt sich Schallplatten anzuschaffen, der macht sich zwangsläufig Gedanken über die bevorzugte Musikrichtung (Fachjargon "Genre"). Ein anderer Ansatz ist ggf. die Entscheidung zunächst mal Schallplatten der Lieblingsband zu kaufen. Oftmals gibt es ja "die Lieblingsband" oder den "Lieblingsmusiker" und dadurch ist ja indirekt auch schon, mehr oder weniger, das Genre vorbestimmt.  

 

Mein Rat: Die Sammlung mit Alben der Lieblingsband starten.  

 

Die Schallplattensammlungen, die ich bisher gesehen habe, wiesen im Durchschnitt eine sehr große Bandbreite auf, was die Musikrichtung betraf. Um so größer eine Schallplattensammlung wird, um so vielfältiger wird die Musik der Sammlung. Zu Beginn sollte man sich gut überlegen, was einem gefällt und auch ein wichtiger Aspekt: "Was bin ich bereit dafür auszugeben?" (Tipp: also immer auch die Finanzen im Auge behalten!). 

 

Mein Rat: Beim sammeln immer auch die Finanzen im Auge behalten!

 

Bleiben wir mal beim Beispiel "Ich starte meine Sammlung mit den Alben meiner Lieblingsband!". Auf diesen Käuferkreis hat sich die Plattenindustrie mittlerweile recht gut aufgestellt, insofern, dass das ein oder andere mal, die unterschiedlichsten Versionen und Varianten des gleichen Album  angeboten werden. Beispiele: da gibt es zunächst die Erstpressung, also die Urversion, die hergestellt ("gepresst") wurde. Bei vielen Sammlern ist die Erstpressung die begehrteste Version und ist daher i.d.R. auch die Version mit dem höchsten Sammlerwert. Bei Veröffentlichungen der eher unbekannten Bands oder Musikern bleibt es oftmals bei einer Erstpressung, da sich weitere Auflagen nicht lohnen.

 

Aber bei den sehr bekannten Bands/Musiker/Alben erscheinen im Laufe der Zeit weitere Nachpressungen (Fachjargon "Re-Press", d.h. eine Neuauflage der Erstpressung, ohne irgendwelche Änderungen) oder eine sogenannte Wiederveröffentlichung Fachjargon: "Reissue", d.h. es können Veränderungen in der  Abmischung (Fachjargon "Remastered") oder auch Änderungen am Plattenlabel und auch im Cover-Design möglich sein. Darüber hinaus ist es auch möglich, dass bei international bekannten Bands/Musikern im Ausland geänderte Versionen, (Fachjargon "Releases") auf dem Markt gebracht werden bzw. schon erschienen sind. Prominente Vertreter sind z.B. die Albumen "Dark Side Of The Moon" von Pink Floyd (ca. 1.300 Versionen!) oder "Rumours" von Fleetwood Mac (ca. 600 Versionen!) oder "The Beatles" ("White Album") von den Beatles (ca. 800 Versionen!). 

 

Mein Rat: Bei älteren Alben von erfolgreichen Bands muss man nicht unbedingt die Erstpressung haben, denn diese Version

ist i.d.R. sehr gesucht und daher auch oft sehr teuer. Lieber auf ein Reissue ausweichen.  

 

Es gibt durchaus "Hardcore"-Fans (Sammler), die auch die internationalen Versionen ihrer Lieblingsband in ihrer Sammlung haben (wollen). Dies findet man oftmals bei Sammlern von den Super-Groups/Künstlern, wie z.B. Pink Floyd, The Beatles, The Rolling Stones, Led Zeppelin, Fleetwood Mac, Queen, Elvis Presley, Michael Jackson uvm.. 

 

Wie kann es eigentlich zu so vielen unterschiedlichen Versionen des gleichen Album kommen? 

Der Markt ist mittlerweile sehr vielfältig geworden: inzwischen werden von den erfolgreichen Alben national und auch international verschiedene Pressungen veröffentlicht (wie oben bereits erwähnt), die sich mitunter im Coverdesign, Label-Design und auch in der Pressqualität (=Klangqualität; dz. später mehr) unterscheiden können - mal mehr und mal weniger.

 

Auch ist es modern geworden bei ganz neuen Alben oder auch bereits erfolgreich erschienen Alben, limitierte Sonder-Versionen (Fachbegriff: Special Edition, Limited Edition) herauszugeben, die dann viel teurer sind, als die "normalen" Versionen. Manche Plattenlabels werten ihre limitierte Editionen damit auf, dass sie sogar auf der Cover nummeriert sind (z.B. Nr. #123 von 1000). Leider gibt es auch die "Unsitte", Alben mit dem Attribut "Limited Edition" zu versehen, ohne dabei eine Angabe zu machen, wieviel Exemplare tatsächlich hergestellt wurden. M.E. ist das eine Unsitte und möglicherweise eine indirekte Täuschung der Käuferschaft.   

 

Eine weitere Art der Vermarktung eines Albums ist die Veröffentlichung von Box-Set-Varianten oder eine schwere 180 Gramm-Version (Fachbegriff "Heavy Vinyl"), gerne auch als farbige Schallplatte (coloured Vinyl) sowie gemusterte Schallplatten (Splatter), bedruckte Schallplatten (Picture Discs) oder Schallplatten, die nicht rund geformt sind (die seltenen Shape Discs ). Insbesondere die aufwendigen Box-Sets können schon mal deutlich über 100€ und mehr kosten! 

 

Vorsicht: Bootlegs/Counterfeit!

Achtung aufgepasst! Leider gibt es auch im Schallplattenbusiness einige "schwarze Schafe". Alben, die selten sind oder generell einen relativ hohen Marktwert haben, werden manchmal gefälscht. Es sind sogenannte Schwarzpressungen, die ohne Erlaubnis des Plattenlabel bzw. ohne Genehmigung der Musikern angeboten werden. Eine Schwarzpressung (Fachbegriff Counterfeit) ist für einen Laien auf den ersten Blick nicht so leicht als solche erkennbar. Dazu benötigt man schon gute Kenntnisse wie ein Original aussieht und klingt. Erkennungsmerkmale können beispielsweise ein schlechter, unscharfer Coverdruck sein, das Cover hat eine ungewöhnliche Haptik, das Aussehen des Plattenlabel wirkt unecht (Farbe des Drucks, anderer Schriftfont etc.) die Schallplatte kling schlecht und hat u.U. keine Matrix-Nr. im Auslaufbereich der Schallplatte.

 

Schwarzpressungen sind Fälschungen und können fast überall auftauchen, z.B. auf Börsen, in Internetportalen, Flohmärkten oder vielleicht wird eine Schwarzpressung von einem anderen Sammler (bewusst oder auch unbewusst) zum Kauf angeboten. 

 

Mein Rat: bei besonders günstigen Angeboten von Raritäten oder teuren Schallplatten hier genau hinschauen. Im Zweifelsfall nicht kaufen und sich sachkundig machen, wie ein Original aussieht und wie es klingt. 

 

Bootlegs sind eine besondere Variante einer "Schwarzpressung". Hierbei handelt es sich nicht um eine Fälschung eines Originals, sondern es wurde eine nicht genehmigte Aufnahme gemacht (z.B. bei einem Konzert) und dieser Mitschnitt wurde auf Platte gepresst. Zumeist ist das Cover nicht von einem originalen Album kopiert, sondern Bootlegs haben normalerweise  

ein eigenes Cover (Coverdesign). 

 

Mein Rat: Unbedingt die Rechtslage zu Schwarzpressungen (Bootlegs und Counterfeits) beachten, denn der Besitz und Handel von Counterfeits und Bootlegs ist in Deutschland strafbar! Tipp: Das MINT-Magazin hat sich in seiner Ausgabe Nr. 18 (Feb. 2018, ab S.30) mit dieser Thematik beschäftigt (klick HIER).

 

"Wie es weitergehen könnte" / Back To Black

Zurück zum Startpunkt "Null" - Ich gehe mal davon aus, dass fast jeder Musikliebhaber und Plattensammler bei seinen ersten Plattenkäufen zumeist Alben aus einem/zwei (vielleicht auch drei?!) Musik-Genres gekauft hat und normalerweise erst im Lauf der Zeit sein Musikspektrum erweitert hat. Beispiel: ich glaube nicht, dass ein eingefleischter Heavy-Metal-Fan auch gleichzeitig Klassik- und/oder Blues-Alben sammelt. Es mag sein, dass es solche Sammler gibt, aber das dürfte wohl eher eine Ausnahme als die Regel sein.  

 

Mein Rat: Wenn man mit einer Sammlung startet, dann sollte man sich zunächst auf die "Perlen" aus zwei/drei Musikgenres konzentrieren und sich zunächst mal nicht zu arg verzetteln. Welches die "Perlen" sind, das entscheidet jeder für sich selbst. Tipps bekommt man ja oftmals von Freunden oder anderen Sammlern. Ein gute Inspirationsquelle sind die Besitzer von Plattenläden oder Händler auf Börsen, denn sie haben i.d.R. eine guten Marküberblick ("Wenn Dir dies gefällt, dann gefällt Dir auch das").

 

2. Musikrichtungen (Genres), Musikformate

Um mal aufzuzeigen, wie vielfältig die Musik unserer Tage ist, hier mal die wichtigsten Musikrichtungen:

Pop (Popular-Musik), Rock'N'RollRock,  BeatFunk/Soul, Hip HopBlues, Reggea, Jazz, KlassikFolk, Electronic, Folk/World/Country

 

Wobei sich fast jede der o.g. Musikrichtungen wiederum in diverse Untergruppen (Stile) verzweigen lässt, z.B. Rock --> Classic Rock, Glam Rock, Hard Rock, Prog Rock, Art Rock, Psychedelic RockHeavy Metal, Punk, Alternative Rock, Blues Rock, Jazz Rock, usw.  

 

Mein Rat: 

Ein bestimmtes Genre kann ich eigentlich nicht empfehlen, da Musik und somit die Musikrichtung immer ein  individueller, sehr persönlicher Geschmack ist.

 

Gängige Musikrichtungen (Genres); selten gesammelte Genres 

Was ist heutzutage angesagt und was nicht?

Mein persönlicher Eindruck ist, wenn ich auf Börsen oder Flohmärkten bin, so wird bei den Plattensammlern hauptsächlich alle Arten von Rock und Pop gesammelt. Genres die z.Zt. kaum gefragt sind, sind beispielweise Klassik, Deutsche Schlager, deutsche Volksmusik und amerikanischer Country.  

 

Was mich immer wieder überrascht ist die Tatsache, dass es eine relativ große Gruppe von Sammlern gibt, die Hard-Rock, Heavy-Metal, Punk und Rap sammeln.  

 

Alben von, ich nenne es mal Super-Bands und Super-Künstlern, sind generell sehr gefragt. Beispielsweise Alben von den Rolling Stones, Beatles, Pink Floyd, Led Zeppelin, Queen, Fleetwood, Mac, Bob Marley, David Bowie, Jimi Hendrix, Bob Dylan, Elvis Presley,  ... und alle namhaften Künstler/Künstlerinnen aus dem Pop-Genre werden immer gerne gekauft.

 

Musikformate (Gattungen)

Schallplatten gibt es in unterschiedlichen Formaten. Ich meine hier nicht die physikalischen Größe (s.u. Tonträgerformate)

sondern typische Kategorien der musikalischen Zusammenstellung. 

  

a) Das Album

Das ist eigentlich die häufigste Art, wie Schallplatten zusammengestellt werden, natürlich auch bei anderen Tonträger-Formaten wie CD, Kassette. Die Künstler komponieren mehrere Musikstücke und diese werden zu einem "Album" (Sammlung von mehreren Musikstücken) zusammengefügt. Dabei wird darauf geachtet, dass die einzelnen Musikstücke einer bestimmten Dramaturgie folgen. Daher ist immer wieder mal von Fans zu hören, dass bestimmte Alben nur im gesamten Kontext (also komplett) interessant sind.

 

Eine besondere Form eines Albums ist das Konzeptalbum. Hier besteht ein künstlerische Verbindung (z.B. eine Geschichte, Erzählung, Oper) die ein künstlerischen Gesamtkonzept (einen roten Faden) ergeben. Beispiel: "Genesis - Lamp lies down on Broadway" (1974), klick HIER, oder "The Who - Tommy " (Rockoper 1969, klick HIER).

 

Die EP (Extended Play) ist eine Sonderform des Albums. Bei diesem Format handelt es sich um eine Art Mini-Album. 

Hier sind nur wenige Musikstücke, im Vergleich zu eine "normalen" Album zusammengestellt worden. Möglicherweise hat die Band/Künstler eine kurze Schöpfungsphase benutzt, um ein Mini-Album zu produzieren. EPs sind eher selten anzutreffen.

 

Mein Rat:  

Es ist sicherlich schön, wenn man eine Erstpressung kaufen kann. Bei Neuerscheinungen ist das ja kein Problem, aber bei alten Alben, da muss man schon Glück haben und u.U. sehr viel Geld hinlegen. Ich bin der Meinung, wenn das Angebot zu teuer ist, dann kauft doch lieber ein Reissue! Das schon den Geldbeutel und möglicherweise hat das Reissue sogar in einem besseren Zustand?!    

 

b) die Single und Maxi-Single

Bei Singles (klick Hier) befindet sich i.d.R. nur zwei Musiktitel. Normalerweise ist es so, dass das interessante Musikstück auf der A-Seite ist und auf der B-Seite lediglich eine Art "Zugabe" befindet 8in seltenen Fällen wurden die B-Seiten beliebter als die A-Seite). Singles werden dazu benutzt, um das beliebteste oder auch ganz neue Titel vorab, d.h. vor erscheinen den nächsten Album, zu veröffentlichen. 

 

Ursprünglich wurde die 7"-Vinyl-Single ("45iger", "7 inch", klick Hier) in den 50/60er Jahren entwickelt, um den jungen Musikliebhabern die Möglichkeit die "gerade angesagten" Musiktitel zu kaufen, denn die Alben (LPs) waren damals sehr teuer. Parallel hat man auch einfache portable Plattenspieler auf den Markt gebracht. Hinzu kamen dann auch noch die Musikboxen/Jukeboxen (klick Hier), die sehr häufig in der Gastronomiebetrieben (vorwiegend (Kneipen, Bars, Clubs ...) aufgestellt wurden. Durch den Einwurf von Münzgeld konnte man aktuelle Singles zum einmaligen Abspielen anwählen. Jukeboxen konnten mit mehreren Dutzend Singles bestückt werden.  

 

Mitte der 70er hat man neben der 7"-Single auch die sogenannte 12"-Maxi eingeführt (oftmals auch mit "Twelve-Inch" tituliert). Zunächst waren es Promo-Aufnahmen für DJs, wegen der sehr guten Klangqualität. Aber die Maxi wurde dann auch bei Plattensammlern immer beliebter und wurde am Markt kommerzialisiert.

 

Die Singles, egal ob es sich um die 7"-Single oder 12"-Maxisingle handelt, hat heutzutage an Bedeutung verloren. Es gibt noch vereinzelt Sammler, die noch Musikboxen besitzen und deshalb 7"-Singles sammeln. Aber ich kenne auch Sammler, die sich speziell auf Singles konzentrieren. Es sind wenige, aber sie gibt es. 12"-Maxis sind immer noch bei DJs, insbesondere in der Techno- und Hipp-Hopp-Szene  

 

Mein Rat:  

Singles, insbesondere Maxi-Singles sind von Klang der LP überlegen. Wer viel Wert auf Klangqualität legt, audiophiler Hörer

ist, dem empfehle ich Singles zu kaufen. Z.B. eine der am besten klingenden Schallplatten, die ich in meiner Sammlung habe, ist eine 12"-Maxi von Boney M. - "Gotta Go Home - El Lute" (1979, klick HIER ). 

 

Singles werden immer seltener. Wer schöne Stücke findet, sollte sie durchaus in seine Sammlung aufnehmen. Gerade 7"-Singles von verstorbenen Künstlern oder internationalen erfolgreichen Super-Bands werden immer seltener und daher mitunter sehr wertvoll. 

 

Heutzutage werden nur noch selten Sonderveröffentlichungen / Promo-Singles von aktuell bekannten Künstlern in sehr kleiner Stückzahl (meist parallel zu neuen  Alben) verkauft und das sind dann meist sehr gesuchte Exemplare.   

 

c) Sampler/Kompilationen 

Sampler/Kompilationen sind das Gegenstück zum klassischen Album. Bei diesem Format werden oftmals Musikstücke verschiedener Interpreten/Bands nach einem Thema zusammengestellt (z.B. "The Best Love Songs ...", "Die schönsten Balladen ...", "Schlagerparade" oder Zusammenstellung nach Musik-Genre (z.B. Country Musik, Klassik, Folk)  und/oder Zeitspanne etc.). 

 

Früher haben Plattenlabels zu Werbezwecken exemplarische Musikstücke, von unter Vertrag stehenden Bands und Interpreten, auf einer Schallplatte zusammengestellt und preisgünstig angeboten.   

 

Sehr oft findet man Sampler/Kompilationen von Aufnahmen berühmter Künstler. Ich erinnere an dieser Stelle beispielsweise  an die unzähligen Elvis-Presley-Platten oder von den Beatles (z.B. "Das rote Album", "Das blaue Album").

 

Mein Rat: 

Sampler sind eher unbeliebt bei den Sammlern. Da werden lieber die Alben gesammelt. Auch haben die meisten Sampler (Ausnahmen bestätigen die Regel) eher einen geringen (monetären) Wert. Wer allerdings preisgünstige, abwechslungsreiche Schallplatten erwerben möchte, der sollte sich auch die Sampler/Kompilationen anschauen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sampler/Kompilationen gibt, die einen repräsentativen Querschnitt eines bestimmten Genres beinhalten und dazu nicht viel Geld kosten.

 

Mein Tipp für Krautrock-Liebhaber: es gibt etliche Sampler, die damals von lokalen Musikinitiativen initiiert wurden. Darauf sind oftmals unbekannte Bands zu hören, die es (leider) nicht geschafft haben, ein eigenes Album zu produzieren.  

 

d) Soundtracks

Bei einem Soundtrack wurden die verwendeten Musikstücke eines Films o. TV-Serie (z.B. von einem erfolgreichen Kinofilm) zu einer Kompilation zusammengestellt. (Beispiel: "Star War - The Force Awakens" (2015), klick HIER oder "V.A. - Easy Rider", klick HIER, "Woodstock Festival " (1970), klick Hier, "James Horner - Titanic (Music Of The Motion Picture)", klick Hier)

 

Mein Rat: 

Wer Kinofilme mag, für den lohnt es sich sicherlich, sich mal nach Soundtrack-Schallplatten umzuschauen.  

 

e) Musicals

In den 70er und auch später noch waren Musicals sehr beliebt. Folglich wurden dazu auch etliche Schallplatten auf den Markt gebracht., z.B. zu Cats, Jesus Chris Superstar, Hair, Rocky Horror Picture Show, König der Löwen, uvm. .

 

f) Studioalben/ Livealben (Studio vs. Live)

Die allermeisten professionellen Alben werden in Musikstudios aufgenommen. Wenn es sich nicht gerade um vollelektronische Musik handelt, dann bieten Musikstudios akustisch optimierte Räumlichkeiten für die Musiker und verfügen exzellente Aufnahmegeräte (Mikrofone, Mischpulte, analoge und elektronische Tonspeicher) und die Toningenieure können die Roh-Material in akustisch hochwertige Aufnahmen mischen. Die sogenannten Master-Tapes gehen dann an die Presswerke. 

 

Fast jede erfolgreiche Band oder Interpreten veröffentlichen gerne auch mal Livealben. Das sind oftmals qualitativ hochwertige Mitschnitte von Liveauftritten. Diese Schallplatten sind bei den Fans sehr beliebt 

 

Mein Rat: 

Wer Schallplatten (Alben) mit akustisch hochwertigen Klang liebt, für denjenigen sind die Studio-Alben genau das Richtige und im übrigen sind ja eh die allermeisten Schallplatten in einem Tonstudio aufgenommen und abgemischt.

 

Wenn man aber Liebhaber von Live-Musik ist, dann empfehle ich unbedingt auch nach Live-Alben Ausschau zu halten.

 

Einige meiner Lieblingsalben sind übrigens auch Live-Alben. Livealben ersetzen sicherlich nicht den Besuch eines Konzerts, aber ich finde, dass diese Schallplatten eine tolle Atmosphäre vermitteln, insbesondere dann, wenn auch noch das Publikum zu hören ist (ein episches Beispiel: www.youtube.com/watch?v=agKE1TuUOuM).

 

g) Boxsets 

<<< tbd >>>

 

3. Aufnahme-/Wiedergabeverfahren

Foto: pxhere.com
Foto: pxhere.com

Dieser Teil gehört eigentlich in den zweiten Teil "Schallplatten hören", aber ich denke mal, für einen Einsteiger ist es schon mal wichtig, diese Begriffe zu kennen. Sammelt man Schallplatten, dann wird man zwangsläufig mit diese Begriffen dr Klangakustik konfrontiert und das sind ja auch ein Kriterium, um eine Schallplatte zu kaufen, oder möglicherweise auch nicht.

 

Die Rille der Schallplatte ist in der Lage, Ton (Musik, Sprache, Geräusche) in unterschiedlichen Klangtechniken wiederzugeben. Es werden zunächst die Klanginformation in eine Master-Folie (Ur-Matrize) geschnitten. Mit geklonten Matrizen wird dann die Schallplatte gepresst (sehr vereinfachte Darstellung, in Wirklichkeit ist dieser Vorgang viel komplexer; mehr Infos darüber in meinem  Plattenlexikon, Kap. 9 "Herstellung", klick Hier) und durch den Abtastnadel/Tonabnehmer wird beim Abspielen die Informationen der Rille in elektrische Signale umgewandelt. Diese Signale werden im Verstärkern als Mono-Stereo-, Quadrophonie- oder Binaural  (Kunstkopf-Stereophonie) umgewandelt, verstärkt und an die Lautsprecher oder Kopfhörer weitergeleitet.

 

Mein Rat: 

Wer sich intensiver mit der Schallplattentechnik beschäftigen möchte, demjenigen empfehle ich mein Plattenlexikon (insbesondere das Kap. 1 "Die Schallplatte" , klick HIER. Dort wird die technische Seite de Schallplatte detailliert erklärt. Ebenso dürfte das nachfolgende Kapitel 4 "So funktioniert eine Schallplatte" hilfreich sein.  

 

Mono (auf Wikipedia: klick Hier)

Bei einer Schallplatte, die in Mono aufgenommen wurde, ist das Tonsignal in einem Kanal gebündelt, d.h. wird eine Mono-Schallplatte auf einer Stereoanlage mit zwei Lautsprechern abgespielt, dann kommt aus jedem Lautsprecher exakt der gleiche Ton. Der Klang hat keine "Breite" und auch keine "Räumlichkeit". Nichtsdestotrotz können Mono-Aufnahmen einen sehr guten, detailreichen Klang haben.     

 

Schallplatten aus den 40/50er und Anfang der 60er Jahren sind überwiegend in Mono-Klangtechnik produziert worden und erst im Laufe der 60/70iger Jahren wurden Mono-Schallplatte durch die Stereo-Schallplatte verdrängt. Hinweis: manche alten Mono-Schallplatten benötigen einen speziellen Mono-Tonabnehmer und müssen mit einer höheren Umdrehungszahl abgespielt werden (mit 73 U/min statt 33 1/3 oder 45 U/min). 

 

Stereo (Stereophonie; auf Wikipedia:  klick Hier)

Schallplatten in Stereo liefern das Tonsignal aufgeteilt in zwei separaten Kanälen, dem rechten und dem linken Kanal. Die Stereoanlage verstärkt die Kanäle und jeweils der rechte und linke Lautsprecher wird separat mit einem Kanalsignal gespeist. Beide Lautsprecher produzieren somit zusammen den Stereoeffekt. Im Vergleich zu einer Mono-Aufnahme hat der Stereoklang eine gewisse "Räumlichkeit" und das Klangbild erscheint sehr breit. Man kann die an dem Musikstück beteiligten Instrumente und Stimmen, im (Klang-) Raum orten und bei sehr guten Stereoanlagen/Lautsprechern ergibt sich sogar eine Tiefenstaffelung (ein dreidimensionales Klangbild).        

 

Die Stereoschallplatte  verbreitete sich in den 60/70er Jahren und verdrängten die Mono-Schallplatte gänzlich. Daher sind die meisten Schallplatten am Gebrauchtmarkt durchweg in Stereo-Klangtechnik produziert, aber auch alle neuen Schallplatten-Alben werden in den meisten Fällen im Stereo produziert.      

 

Quadrophonie (auf Wikipedia, klick Hier)

Bei der Quadrofonie (etwa in den 60er bis 80er Jahren) hat man versucht einen möglichst realen Raumklang mit Hilfe von vier statt zwei Kanälen zu erzeugen. Zur Wiedergabe benötigt man einen Quadrofonie-Verstärker und vier Lautsprecher.

 

Der Ton wurde auf vier separate Kanäle verteilt, dann für zwei Spuren kodiert (Stereo) und bei der Wiedergabe in einem Quadrofonie-Verstärker (oder vorgeschalteten Decoder) wieder auf die vier Kanäle dekodiert. Schallplatten,  die für die Wiedergabe in Quadrofonie erstellt wurden, sind speziell gekennzeichnet und eher selten zu finden. Mehr Informationen zur Quadrofonie findet man in meinem Plattenlexikon, dort im Kapitel 1 "Die Schallplatte" , klick HIER.

 

Binaurale Aufnahmen (Kunstkopf-Stereophonie;  auf Wikipedia, klick Hier)

In den 70er Jahren war man auf der Suche, wie man den Klang einer Aufzeichnung möglichst naturgetreu wiedergeben kann. So kam es zur Idee, zwei Mikrofone in einen künstlichen Kopf (daher der ursprüngliche Name Kunstkopf-Stereofonie) zu platzieren und darüber hinaus diesen Kopf mit künstlichen Ohren auszustatten. Zwei Mikrophone, jeweils für das linke und für das rechte Ohr, wurden in der Position des Gehörgangs platziert. Somit nehmen die Mikrofone den Klang nahezu mit den gleichen physikalischen Umgebung auf, wie es vom menschlichen Ohr wahrgenommen wird. Das funktioniert aber nur unter bestimmten Voraussetzungen sehr gut. Zum einen ist zu beachten, dass man nur mit zwei Mikrophonen aufzeichnet, die sehr dicht beieinander sitzen (daher funktioniert dieser Effekt eigentlich nur wirklich gut bei einer kleinen Besetzung, d.h. wenige Musiker) und bei der Wiedergabe sollte ein Kopfhörer getragen werden, um den binauralen Klang zu hören.

 

Audiophile Schallplatten (45iger, 180/230g, DMM)

Foto: Pixabay
Foto: Pixabay

In der Blütezeit der Schallplatte begann die Plattenindustrie Schallplatten auf den Markt zu bringen, die für die Zielgruppe der audiophilen Plattensammler gedacht war. Audiophile Plattensammler haben zumeist hochwertige Musikanlagen und legen daher viel Wert auf die Klangqualität. Gepuscht wurden zudem audiophile Schallplatten, logischerweise, von der HiFi-Industrie. Es gab sogar HiFi-Magazine, die eigene audiophile Schallplatten-Editionen herausbrachten (z.B. das Magazin Stereoplay und HiFi-Vision).  Heute gibt es Plattenlabels die sich auf audiophile Re-Issues (Wiederveröffentlichungen) spezialisiert haben, z.B. "Acoustic Sounds", "MFSL", "Speakers Corner", "Stockfisch".

 

Audiophile Schallplatten, i.d.R. sind diese mit bestimmten audiophilen Eigenschaften, unterscheiden sich von "normalen" Schallplatten beispielsweise durch folgende Merkmale: die Schallplatten haben beispielsweise ein höheres Gewicht  (z.B. 180g), manche audiophile Schallplatten müssen mit 45 U/min abgespielt werden. Oftmals wurden die Pressmatrizen direkt von den Master-Tapes neu erstellt, manchmal wurden die Aufnahmen auch neu im Tonstudio abgemischt. 

 

Die Firma TELDEC hatte ein  spezielles Verfahren entwickelt mit der Abkürzung DMM (DIRECT METAL MASTERING). Das DMM-Verfahren ermöglichte hochwertigere Pressmatrizen herzustellen und dies ermöglichte eine qualitativ hochwertige Rillenstruktur auf der Schallplatte und somit einen sehr gute Klangqualität; mehr dazu auf Wikipedia, klick HIER.

 

Beispiele audiophiler Schallplatten:  

"V.A. - Stereoplay - Highlights 2" (klick Hier); "Friedemann - The Master Tracks" (klick Hier); "Supertramp - Breakfast In Amerika" (klick Hier); "V.A. - Fascination With Sound" (klick Hier)

 

Mein Rat: 

Wer Schallplatten (Alben) mit exzellenten Klang liebt, der sollte sich auf jeden Fall audiophile Schallplatten kaufen. Allerdings sollte man dann aber auch über eine  gute HiFi-Anlage verfüge, um den tollen Sound genießen zu können.

 

Direktschnitt-Schallplatten (Direct Disc Recording))

Ist ein Aufnahmeverfahren bei dem der Ton direkt auf eine Matrize live geschnitten wird. Es ist ein "Live-Mitschnitt". Das sonst übliche Abmischen nach der Aufnahme durch den Toningenieur entfällt hier gänzlich, um die Live-Atmosphäre in die Aufnahme zu übertragen. Direktschnitt erfordert viel Erfahrung des Toningenieurs, aber es ist auch eine Herausforderung an

die beteiligten Musiker, denn jeder Fehler ist auf der Aufnahme mit drauf. Das Ergebnis ist aber wirklich überraschend, denn hier hört man die Instrumente und Stimmen unverfälscht in ihren ursprünglichen Klang. 

 

Beispiele: "Charlie Byrd - Direct Disc Recording", klick Hier"Lenny Mc Dowell - Airplay", klick Hier

 

Remastered (neu abgemischte Alben)

Eine besondere Form der Vermarkt eines Albums ist das "Remastering". Dahinter verbirgt sich das Neuabmischen 

des originalen Musikmaterials (vom ursprünglichen Mastertape oder der digitalen Ur-Version) und so entsteht ein weiteres Mastertape (wobei man Mastertape nicht wörtlich nehmen soll, denn heutzutage werden diese Arbeiten digitalen Mischpult bearbeitet.

Der Toningenieur legt bei der Zusammenstellung der Instrumentierung, Gesangs und Raumeffekte andere Schwerpunkte und man erhält so, mehr oder weniger, eine neu klingende Version eines bekannten Titel. Dies macht man gerne - sofern die Mastertapes noch verfügbar sind - mit sehr alten, erfolgreichen Alben. Z.B. wurden im Londoner Abbey Road Studios schon einige legendäre Alben, u.a. von den Beatles, Rolling Stones,  The Who ..., neu abgemischt. Auch diverse Alben von Pink Floyd gibt es inzwischen auch in einer "remasterten" Version.   

 

Beispiel: "The Who - Who's Next, klick Hier, <<< weitere, tbd >>>

 

4. So funktioniert eine Schallplatte  

Für Leser die nicht wissen, wie von einer Schallplatte Töne erzeugt werden, habe ich hier eine vereinfachte Darstellung der Funktionsweise erstellt:

 

Zunächst wird die Schallplatte aus einem erwärmten Vinylklumpen (sieht ähnlich aus wie ein Eishockey-Puck) 

gepresst. Dabei wird auf beiden Seiten eine v-förmige Rillenspirale eingepresst. Mikroskopisch betrachtet haben diese beiden  Rille an den Seiten (Flanken) kleine, ungleich geformte Berge und Täler und die Rille selbst hat teilweise eine feine Wellenform. In der Fachsprache nennt man diese geometrische Struktur der Rille "Flankenschrift".

 

Aus dieser Rillenstruktur (Flankenschrift) wird mit Hilfe eines elektromechanischen Systems (Tonabnehmer) elektronische Signale generiert und diese werden in der Musikanlage in Töne (Musik, Sprache, Geräusche) umgewandelt und über Lautsprecher hörbar gemacht. O.K. aber wie macht man das?    

 

Das Video, veröffentlicht von Applied Sience USA, 14.06.2015, auf Youtube ( www.youtube.com/watch?v=GuCdsyCWmt8 ) zeigt die Abtastung Rille mit der Nadel am Tonabnehmer. Es sind einzelne Bildern von einem Elektronen-Mikroskop, die hintereinander zusammengesetzt die Nadelbewegung zeigen.

Man kann sehr gut die Flankenschrift der Rille erkennen. 

 


Die Schallplatte rotiert mit gleichmäßiger Geschwindigkeit auf dem Plattenteller und man setzt den Tonabnehmer in die Einlaufrille. Der Tonabnehmer wiederum besitzt eine feine Abtastnadel (das ist eine ganz feine Nadelspitze auf einen   

Stäbchen, dem sogenannten Nadelträger). Die Nadelspitze ist kleiner als die Spitze einer Stecknadel! Der Nadelträger ist wiederum mittig in einem elastischen Klumpen gelagert. Die Nadelspitze und der gelagerte Nadelträger nennt man Abtastnadel (oder vereinfacht nur Nadel). Setzt man die Nadelspitze in die rotierende Rille, dann werden die o.g. feinen Berge, Täler und Wellen der Rille abgetastet, d.h. die Nadelspitze und der Nadelträger werden in Schwingung versetzt (das sind feinste, dreidimensionale Vibrationen). Aber wie wird daraus ein Tonsignal in der Musikanlage?

 

Nun, der o.g. Nadelträger ragt mit seinem hinteren Teil (hinter der Lagerung) in das Tonabnehmersystem hinein.  Auf Nadelträger ist ein Magnet angebracht, der sich in einem Spulensystem befindet! Bei den allermeisten Tonabnehmer ist dieser Teil innerhalb des Tonabnehmergehäuses und daher nicht sichtbar. Durch die Abtastbewegung (Vibrationen) werden in den Spulen elektrische Impulse generiert. Diese Impulse haben nur wenige Millivolt (das ist etwa 1/1000-Teil der elektrischen Spannung einer Taschenlampe-Batterie) und werden daher vom Tonabnehmer in einem speziellen Verstärker geleitet, dort elektronisch verstärkt und modelliert (diesen Verstärker nennt man Entzerr-Vorverstärker oder Phono-Verstärker (siehe hier) ). Das so aufbereitete Tonsignal kommt in die Musikanlage und mit Hilfe von Lautsprecher in hörbaren Ton verwandelt. 

 

Hinweis: die obige Beschreibung erklärt die Funktionsweise eines MM-Tonabnehmersystems (MM=Moving Magnet). Es gibt aber noch zwei andere Tonabnehmer-Varianten und zwar das MC- und das MI-Tonabnehmer-System. Die verschiedenen  Tonabnehmer-Typen und beispielhafte Modelle habe ich in zwei Bereichen auf meiner Homepage detaillierter erklärt:

1. im Plattenlexikon "Plattenspieler -Technik" (Kap. 8.5.2 "Tonabnehmer" , (klick Hier)) und 2. auf der Seite "Tonabnehmer" (klick Hier). 

                  

Mein Rat: 

Wer noch tiefer in die Schallplattentechnik einsteigen möchte, demjenigen empfehle ich in mein Plattenlexikon zu schauen und zwar in das Kapitel 1 "Die Schallplatte" (klick HIER). Dort sind sehr viele zusätzliche Details beschrieben.

 

5. Schallplatte vs. CD 

Ich möchte gleich zu Beginn sagen, für mich gibt es keine definitive Aussage, dass eine Schallplatte besser klingt als eine CD und das gilt auch umgekehrt. Es ist eine Frage des Hörgeschmacks und manchmal auch der jeweilen Klangqualität der Abmischung.  

 

Wer den kristallklaren Klang, der frei ist von jeglichen Nebengeräuschen, derjenige wird die Musik von einer CD bevorzugen. Abgesehen davon hat die CD einige Vorteile gegenüber der Schallplatte, z.B. die Handhabung, die Robustheit, der minimale Pflegebedarf und der sehr geringer Platzbedarf sind wirklich echte CD-Vorteile. Allerdings ist die Haltbarkeit der Schallplatte der CD überlegen. Werden Schallplatten gut gelagert, dann halten sie ewig. CDs bestehen aus Material-Schichten die leider altern.   

 

Die Musik von einer Schallplatte zu hören hat den Reiz des Analogen. Ja, der Klang ist hier etwas weicher, samtiger und viele Sammler haben das bestätigt. Und wem dabei das Rauschen und Knistern nicht stört, möglicherweise sich intensiver mit Analogtechnik beschäftigen möchte und den Pflegeaufwand nicht allzu lästig empfindet, der ist mit Schallplatten gut bedient.. Zudem macht der warme, analoge Klang das Hören nicht so "angstengend". Dieser Effekt ist allerdings nur vorhanden, wenn man m.E. die beiden Tonträger mit Anlagen aus der mittleren und oberen Preisklasse vergleicht. Eine CD auf einem hochwertigen CD-Spieler (aus dem HighEnd-Segment), da klingt die CD genauso "warm", wie von der Schallplatte. Aber einen CD-Spieler, der mehrere Tausend Euro kostet, den besitzt wohl eher die Minderheit.         

 

Eine weitere Sache, die vielen Plattensammlern wichtig ist, ist die gesamte Haptik der Schallplatte. Man hat große bunte Cover, teilweise sogar als Klappcover (Gatefold) und manchmal dazu noch mit Gimmicks ausgestattet. Die Schallplatte wird aus dem Cover und dann noch aus der Innenhülle gezogen und sorgfältig auf dem Platenspieler aufgelegt - das hat m.E. etwas besonderes. Das ist eine Art Zeremonie, was einem die CD und schon gar nicht das Streamen, so bieten kann. 

 

Mein Rat: 

Obwohl die CD einige Vorteile gegenüber der Schallplatte hat, haben aber für mich persönlich zwei Aspekte den Ausschlag für das Sammeln von Schallplatten gegeben:  1. der etwas wärmere Klang der Schallplatte und 2. die tollen, großen Cover; oftmals sogar auch noch mit schön bedruckten Innenhüllen und interessanten großformatigen Beilagen. Ich habe tatsächlich auch schon Schallplatten gekauft, nur wegen des schönen Plattencover.

 

Mit CD-Sammler kann man interessante Gespräche über die Musik führen, aber man sollte möglichst Diskussionen zum Pro und Contra der beiden Tonträger vermeiden.  

 

6. Die Klangqualität einer Schallplatte

 

Die Klangqualität der Schallplatte hängt im wesentlichen von drei Faktoren ab, die man berücksichtigen sollte:

  1. Pressqualität der Schallplatte (die Pressung),
  2. Zustand der Schallplatte
  3. Komponenten der Musikanlage (z.B. Plattenspieler / Tonabnehmer)    

 

 

 

1. Pressqualität (Pressung)

Warum können gleiche Alben unterschiedlich klingen? Warum ist das so? 

Die Referenz, wie das Album zu klingen hat, das ist die Erstpressung. Bei der Erstpressung ist der Sound 

in Zusammenarbeit von den Musikern mit dem Toningenieur abgemischt worden. Das Mastertape wird vervielfältig und an die Presswerke dieser Welt versendet. Nach diesem Schritt kommt es nun zu unterschieden, nämlich wie der Cutter im Masterstudio die Matrize schneidet. Bei Schneidevorgang der Matrize hat der Cutter Möglichkeiten die Dynamik, gemäß seinem Knowhow und dem verwendeten Schneidgerät, zu bestimmen. Vergleicht man Pressungen aus unterschiedlichen Ländern/Presswerken, dann erkennt schon optisch an der Rillenstruktur, die Unterschiede.

 

Möglich ist auch, dass in den verschieden Presswerken unterschiedliche Vinyl von unterschiedlicher Qualität 

eingesetzt wurde und wie die frisch gepresste Schallplatte in den nachgelagerten Schritten bis zum finalen Verpacken behandelt wurde.   

 

Ebenso kann es zu Klangunterschieden kommen, wenn nach Jahren neue Matrizen für Wiederveröffentlichungen (Repress oder Reissues) erstellt werden. 

 

Eine anderer Faktor ist auch noch, wenn z.B. bei erfolgreichen Alben im Tonstudio nochmals komplett neu abgemischt (remaster) werden. Der Sound des Album ist anders und wenn ein begabter Cutter am Werk war, dann klingt das auch sehr gut. Aber man muss ich bewusst sein, das ein Unterschied zur Erstpressung vorhanden ist. 

 

Mein Rat: 

Gute Pressungen kommen normalerweise (das ist meine Erfahrung) von Presswerken aus folgenden Ländern: Deutschland, UK, Holland, USA, Japan.  

 

Erstpressungen sind grundsätzlich empfehlenswert. Bei Gebrauchtware spielt der Erhaltungszustand eine wichtige Rolle .(s.u. nächster Abschnitt). Ist der Gebrauchtpreis zu hoch, dann lieber auf Nachpressungen oder Wiederveröffentlichungen 

ausweichen.

 

2. Zustand 

Kauft man gebrauchte Schallplatten, egal wo, dann haben die Schallplatten eine gewisse Historie und der Erhaltungszustand/Klang kann sehr unterschiedlich ausfallen. Ja nachdem wie der Vorbesitzer die Schallplatte gepflegt hat, wie oft die Schallplatte abgespielt wurde und wie dabei die Güte und Justage des verwendeten Tonabnehmers war, all das hat Einfluss auf die Klangqualität. Klar, die Schallplatten sollte sauber sein, um Störgeräusche zu vermeiden!

 

Bei neu gekauften Schallplatte ist man eigentlich immer auf der sicheren Seite.  

 

Mein Rat: 

Neuware ist eigentlich immer O.K. Ganz selten kann mal eine neue Platte einem Pressfehler haben. Aber so eine Schallplatte wird zurückgenommen und man bekommt Ersatz. Ich persönlich reinige auch neue Platten mit einer Plattenwaschmaschine, wenn man bei Auspacken Schmutzpartikel zu erkennen sind. 

 

Bei gebrauchten Alben, da sieht die Sache etwas kritischer aus. Wenn man das Album vor sich hat, dann kann man selbst entscheiden, ob man kauft oder nicht (z.B. auf einem Flohmarkt, Plattenladen oder beim Privatkauf). Bei Online-Angeboten sollte man immer kritisch sein. Aber es gibt viele seriöse Händler. Bei Privatangeboten habe zumeist positive Erfahrungen gemacht, wenn der Anbieter ein Sammler ist. Es kann aber auch vorkommen, dass man trotz einer guter Zustandsbewertung (Beschreibung) im nachhinein enttäuscht wird. Das sind oftmals Angebote von Laien, die nicht vom Fach sind und z.B. Erbstücke verkaufen. Das muss nicht immer so sein, aber man sollte es einkalkulieren. 

 

Weitere Infos zum Thema gebrauchte vs. neue Schallplatten, habe ich im Kapitel 17(?) "Gebraucht oder besser neu?" (s.u.) zusammengetragen.     

 

 

3. Plattenspieler / Musikanlage 

Foto: Avantgard Acoustics: UNO Fino Edition
Foto: Avantgard Acoustics: UNO Fino Edition

Allem voran ist natürlich ein Plattenspieler (insbesondere das Tonabnehmer-System) der Schlüssel für einen guten Klang

von der Schallplatte! Natürlich muss auch die gesamte Klangkette zusammenpassen, angefangen vom Plattenspieler bis hin zu den Lautsprechern. 

 

Die Auswahl an Plattenspielermodellen ist enorm groß. Alleine in Deutschland sind mir 40 Hersteller bekannt (klick Hier), die meist mehrere Modelle in ihrem Sortiment haben. Hinzu kommen noch die vielen internationalen Hersteller (z.B. aus UK, USA, Japan, China ...). Kurzum, die Auswahl an Plattenspielern, was oftmals viele Leute gar nicht wissen, ist sehr, sehr groß. 

 

Mein Rat: 

Wenn man sich einen Plattenspieler zulegt, dann sollte man das Hauptaugenmerk auf das Tonabnehmersystem richten. 

Das sich der Antrieb, Plattenteller und Tonarm einigermaßen klangneutral verhält, das ist schon bei Mittelklasse-Modellen eigentlich alles im "grünen Bereich". Aber den allermeisten Einfluss auf die Klangqualität hat das  Tonabnehmersystem. Wie bei allen HiFi-Komponenten ist auch hier die Preisspanne sehr groß. Alternativ gibt es ja noch den Gebrauchtgeräte-Markt.

 

Ist man HiFi-Einsteiger, dann sollte man ein MM-Tonabnehmer-System kaufen, so um die 100-300€ (man kann sich ja mit der Zeit steigern und irgendwann sogar auf ein MC-Tonabnehmer umsteigen. Mehr Informationen zu Tonabnehmer gibt es 

auf meiner Seite "Tonabnehmer" (klick Hier).

 

Tipp zur Abtastnadel (Info für Fortgeschrittene): Wer viel Klangdetails heraushören möchte, demjenigen empfehle ich  entweder eine elliptische Abtastnadel mit kleinem Radius (Verrundung) oder besser noch eine Abtastnadel mit einem "Line Contact"-Schliff (z.B. Micro Line, Shibata, Special Microline etc.; mehr Details dazu klick Hier oder Hier (Kap. 8.3ff). 

 

Ferner sollte der Plattenspieler an einem günstigen Platz stehen und das Tonarmsystem sollte gut justiert sein. Dann hat man die Gewähr für einen guten Klang und die Schallplatte ist zudem vor unnötigen Verschleiß geschützt.

 

Weitere Informationen zum Plattenspieler, sowie der richtigen Aufstellung und der Justage findet man in meinem Plattenlexikon, im Kap. 8 "Plattenspieler" (klick Hier).  

 

 

7. Abkürzungen und Fachbegriffe  

Das "A-B-C" der Schallplatten-Sammler! 

Es gibt eine große Zahl nationaler und internationaler Fachbegriffe und Abkürzungen, die Sammler und die Händler zur Beschreibung der Eigenschaften von Schallplatten, sowie der Außenhüllen (Cover) und  teilweise auch für die Innenhülle.

 

Auf meiner Homepage-Seite "Abkürzungen & Fachbegriffe" sind von A (wie "Audiophil") bis Z (wie "Zentrierloch") die gängigsten Kürzel und Begriffe erklärt: klick Hier

 

Mein Rat: 

Sollte beim Lesen, z.B. eines Online-Angebots, eine unbekannte Abkürzung auftauchen, dann könnt Ihr schnell auf der Homepage-Seite "Abkürzungen & Fachbegriffe" nachlesen, was sich dahinter verbirgt.

 

Meine Seite "Abkürzungen & Fachbegriffe"  wird übrigens sehr häufig genutzt und die Seite findet man auch weit oben im Topranking der Google-Suche, z.B. mit dem Suchbegriff "Schallplatte Abkürzungen".

 

 8. Außen - und Innenhülle 

Ein 12"-Schallplattenalbum besteht im allgenmeinen aus einer kartonartigen Außenhülle (Cover) und der Schallplatte, die zusätzlich in einer Innenhülle (Schutzhülle) steckt. 7"-Singles haben auch eine Außenhülle, eher selten auch eine Innenhülle.  

 

Außenhülle 

Die Außenhülle wurde über die Jahrzehnte stetig weiter entwickelt. Anfänglich ganz neutral und nur als eine Verpackung

gedacht, so wurde sie, dank pfiffiger Werbemanager und Designer, zu dem was sie heute ist: sehr schön farbig ausgestaltet mit allerlei Informationen zum Album. Aufwendig gestaltete Alben beinhalten zudem bedruckte Innenhüllen und es sind sogar zusätzlich Beilagen mit dabei. Heutzutage können viele Außenhüllen aufgeklappt werden, sogenannte Klappcover (Gatefold).

 

Mein Rat: 

Beim Sammeln von Schallplatten sollte darauf geachtet, dass das Album möglichst komplett ist (inkl. OIS, Beilagen) und die Schallplatte und das Cover in einem möglichst gepflegten Zustand sind, denn nur so erreicht das Album den besten Sammlerwert bzw. Handelswert. Welche Ausstattungsmerkmale ein Album hat und wie in etwa die aktuellen Preise sind,  das kann man am einfachsten auf dem Online-Portal www.discogs.com herausfinden. Dabei muss aber genau darauf geachtet werden, dass man auch die richtige Variante heraussucht. Diese Merkmale sollte man beachten, damit auch das richte Album findet: Jahr, Land, Katalog-Nummer, Matrix-Nummer und natürlich Design des Covers und des Plattenlabels.   

 

Sammler achten darauf, dass auch das Cover sorgsam behandelt wird und zudem schützen viele Sammler ihre Cover mit einer durchsichtigen Außenschutzhülle (die gibt es in verschiedenen Ausführungen im Fachhandel). 

 

Innenhülle 

Die Innenhülle schützt die empfindliche Oberfläche der Schallplatte vor Schlieren (Hairlines) und Kratzerspuren beim herausnehmen und einschieben der Schallplatte in das Cover. Meist sind die Innenhüllen weiß, aber es gibt auch farbige Varianten (z.B. schwarz, blau, rot).

 

Bedrückte Innenhüllen nennt man im Sammlerjargon "Original Inner Sleeve", kurz OIS. Fehlt ein OIS, dann bedeutet das eine Wertminderung, d.h. das Album hat einen etwas geminderten Sammlerwert. 

 

Heutzutage sind die Innenhüllen zusätzlich mit einer speziellen, dünnen Schutzfolie ausgekleidet. Das bietet einen zusätzlichen Schutz und vermindert die statische Aufladung.   

 

Mein Rat: 

Bei den Innenhüllen sollte man darauf achten, dass diese zur Schonung der Schallplatte innen gefüttert sind. Alte Innenhüllen ,die fleckig sind oder auch muffigen Geruch haben, die sollte man durch neue Innenhüllen ersetzen.

 

7 Praxistipps zur Innenhüllen habe ich mal in einem Blogbeitrag zusammengestellt: klick Hier

 

Hinweis: 

Ältere gebrauchte Alben haben über die Jahre ihre Gebrauchspuren bekommen und sind eher selten in einem tadellosen Zustand zu bekommen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Der Wert und damit auch der Preis, wie oben schon angemerkt, wird bei sehr gut erhaltene Exemplaren entsprechend höher ausfallen, wie bei einem Exemplar mit deutlichen Gebrauchsspuren. Meine Erfahrung bei älteren, gebrauchten Platte ist die, dass sehr oft das Cover einige Gebrauchsspuren aufweist, aber die Schallplatte selbst ein einem relativ guten Zustand ist.  

 

Praxistipp:

Für Interessenten die eventuell Cover und Innenhüllen restaurieren möchten, da empfehle ich folgenden Bereich auf meiner Homepage: www.good-vinyl.de/pflege/schäden-reparatur/cover-innenhülle/

 

9. Den Zustand von Schallplatten beschreiben (Record Grading)

Hat man mit dem Sammeln von Schallplatten angefangen, dann wird man über kurz oder lang auch anfangen im Internet nach Alben zu surfen. Bei Neuware ist ein Kauf zumeist unkritisch, denn sollte man ein Transportschaden passieren oder wenn die Platte ein Pressfehler haben/Qualitätsstufen, dann wird das vom Händler geregelt. 

 

Bei gebrauchten Schallplatten sieht die Sachlage völlig anders aus. Wenn beispielsweise jemand schreibt "guter Zustand", dann würde ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass das auch so ist. Ganz abgesehen davon, wenn jemand ein Schallplatten-Album verkaufen will, wer schreibt da schon "mittelmäßiger Zustand" oder gar "schlechter Zustand".

 

Schon sehr früh haben Händler und Sammlern begonnen, insbesondere in den USA und unabhängig auch in Deutschland Standardbegriffe (Qualitätsstufen) zu benutzen, die ursprünglich von Fachzeitschriften eingeführt wurden. Damit lässt sich der Zustand eines Schallplatten-Albums relativ gut beschreiben. Allerdings und das sollte man wissen, existiert keine allgemeingültige Norm (wie. z.B. DIN oder ISO) zur Zustandsbeschreibung eines Schallplattenalbums! 

 

Diese Standardbegriffe/Qualitätsstufen bestehen aus spezifischen, englischen Begriffen, die man sowie für die Schallplatte aber auch zur Einstufung des Cover verwendet. Mit diesen Begriffen kann ein Zustand von "ungeöffnet neu" (noch original verpackt) bis hin zu "unbrauchbar" (defekt) spezifiziert werden. Die Einstufung gemäß der vorgegebenen begriffe nennt man 

"Record Grading"  oder in Kurzform "Grading". 

 

Achtung wichtig! Leider ist es so, dass die großen Handelsportale wie z.B. eBay oder Discogs.com oder auch große Händler die Begriffe, doch unterschiedlich interpretieren. Hinzu kommt auch noch, dass  in der Begrifflichkeit in den USA, in UK und in Deutschland Ländervarianten (sozusagen länderspezifische Bewertungssysteme) gibt und deshalb beschreiben viele seriöse Anbieter in ihren Anzeigen nochmals explizit, wie sie die benutzen Begriffe/Qualitätsstufen interpretieren.

 

Die folgende Graphik zeigt die verwendeten Qualitätsstufen von Discogs.com ("How To Grade Items"; klick Hier) die Discogs.com in Anlehnung der Definitionen der amerikanischen Fachzeitschrift GOLDMINE erstellt hat. Ich habe den originale Text ins Deutsche übertragen:

Mein Rat: 

Da es keine Norm oder eindeutige Vorgaben zur Einstufung des Erhaltungszustand von Schallplatten-Alben gibt, so rate ich zur Vorsicht bei  Internet-Angeboten von gebrauchten Schallplatten. Was ein Anbieter beispielsweise unter "Very Good Plus" versteht, hängt doch stark von der individuellen Sichtweise und Erfahrung des Anbieters ab. Seriöse Anbieter weisen sehr häufig darauf hin, dass der Zustand ihrer angebotenen Alben eher etwas konservativer eingestuft ist, um beispielweise keine negativen Bewertungen von den Käufern zu erhalten. Lieber überrascht man mit tatsächlich besserer Qualität, als umgekehrt.

Auf der anderen Seite muss ich aber hier aus meiner Erfahrung anmerken, dass es (zum Glück selten) sehr penible Käufer gibt, die fast immer etwas zu kritisieren haben.     

 

Mehr Informationen zum Record Grading und wie man das Grading machen sollte, habe ich auf meiner Seite "Bewertungssysteme" (klick Hier) und "Bewertungspraxis" (klick Hier) sehr ausführlich beschreiben. 

 

10. Die Qual der Wahl: Was soll man kaufen?

In erster Line geht es ja um die Musik. Entscheidend was man kaufen und sammeln möchte, ist absolut der persönliche Musikgeschmack.  

 

Zu Beginn macht es Sinn, sich auf seine "Lieblinge" zu fokussieren und sich nicht gleich zu verzetteln. Sehr schnell kann die Wunschliste anwachsen, aber das Budget ist ja (normalerweise) begrenzt.

 

Ein Sammlung entsteht über einen langen Zeitraum und zu Beginn, wenn man sich intensiver mit der Musik auf Schallplatte beschäftigt, so erkennt man nach und nach wie unendlich groß eigentlich das "Schallplatten-Universum" tatsächlich ist - alleine auf Discogs sind ca. 8,6 Millionen Vinyl-Tonträger gelistet, davon sind ca. 3,9 Millionen LPs!!! 

 

 

Mein Rat: 

Ein guter Ansatz, könnte beispielweise sein, das man sich zunächst auf die besten Alben seiner Lieblingskünstler/Bands konzentriert und sich auf zwei oder drei Musikgenres fokussiert. hat man was davon bereits auf CD, dann sollte man sich nicht nochmals das gleiche Album  auf Vinyl kaufen. Lieber schauen was der Künstler/Band sonst noch veröffentlicht hat. 

 

Wer Musik in guter Aufnahmequalität mag, der sollte im Internet recherchieren welche Alben empfohlen werden. Tolle Alben die vom Klang wirklich sehr gut klingen sind Alben beispielsweise von Yello, Dire Straits und Pink Floyd.    

 

Hilfreich ist sicherlich auch, wenn man Musik-Magazine (Online und Print) und deren Newsletter liest, denn dort werden die Neuerscheinungen vorgestellt. 

 

11. Typen von Schallplatten  

LP, Maxi, Single, Picture, Shapes

 

<<< tbd >>>

12. Sammlungsformate 

Gimmicks, Autogramme, Alben, 1st-Press, Box-Sets, Fan-Stuff

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13. Wertbestimmung 

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14. Raritäten  

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15. Wunschzettel

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16. Gebraucht oder besser neu kaufen?

Gebrauchtes Album und guter Zustand --> durchschnittlicher Preis ; sehr guter Zustand --> hoher Preis.  

Sonderfall: Raritäten; Bewertung / Einschätzung: Cover, Oberfläche, Sauberkeit, Zustand des Label ...   

 Links auf andere Homepageseiten

 

Darauf sollte man beim Kauf von Online-Angeboten achten: ...  <<< tbd >>>

 

17. Starten (kaufen und sammeln) 

<<< tbd >>>

 

18. Sortieren & lagern

Platz, Gewicht ...

<<< tbd >>>

 

19. Sammlung verwalten

(kleine Sammlung vs. große Sammlung)

<<< tbd >>>

 

20. Verkaufen: wo?, wie?, wann?

<<< tbd >>>

 

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<<< Merker: Fotos, ggf. Hintergrundfotos einbauen >>>


(Ende)